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Auf diesen Seiten findest du, alphabetisch sortiert, Erläuterungen zu biblisch-historischen Fachbegriffen.
   
   
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Stichwort

Bibeltext
Bibelstelle

Erklärung
Zacharias
Zeichen
Zeuge
Zorn
Zucht
Zweifel

Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden:
68 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! /
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffe
69 er hat uns einen starken Retter erweckt /
im Hause seines Knechtes David.
70 So hat er verheißen von alters her /
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
71 Er hat uns errettet vor unseren Feinden /und aus der Hand aller, die uns hassen;
72 er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht,
73 an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat; 74 er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen
75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

76 Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereite
77 Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken /
in der Vergebung der Sünden.
78 Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes /
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

79 um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, /
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.



Lk1,67-79

Zacharias

(gr. Zacharías, gräzisierte Form von Sacharja), jüd. Name.
Der Vater Johannes des Täufers (L 15–67). Er war Priester der achten der 24 Priesterklassen, die je eine Woche von Sabbat zu Sabbat im Tempel Dienst taten. Der Stammbaum eines Priesters mußte nach jüd. Recht makellos sein. Doch war priesterliche Herkunft der Frauen nicht geboten. Auch seine Frau Elisabeth stammte aus priesterlichem Geschlecht (L 15). Trotz des legendären Charakters der Erzählung besteht kein Anlaß zu Zweifel an dieser seiner doppelten priesterlichen Abkunft. Für sein Verhältnis zu Qumran folgt jedoch daraus kaum etwas (anders Stauffer), selbst wenn die Familie – nach talmudischer Nachricht etwa 50 Prozent aller Priesterfamilien – in Jericho ansässig gewesen sein sollte.
[Handwörterbuch: Zacharias. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 7796
(vgl. BHH Bd. 3, S. 2199)


pfeilZeichen

13 Kain antwortete dem Herrn: Zu groß ist meine Schuld, als dass ich sie tragen könnte.
14 Du hast mich heute vom Ackerland verjagt und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen; rastlos und ruhelos werde ich auf der Erde sein und wer mich findet, wird mich erschlagen.
15 Der Herr aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde.

Gen9,12-16
12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen:
13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.

Gen17, 10-11

10 Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden.
11 Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen. Das soll geschehen zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.

Jes8,18
18 Seht, ich und die Kinder, /
die der Herr mir geschenkt hat, wir sind in Israel ein (warnendes) Zeichen, ein Mahnmal vom Herrn der Heere, der auf dem Berg Zion wohnt.

19 Wenn man euch sagt: Befragt die Totengeister und Zauberkundigen, die flüstern und murmeln!, (dann erwidert:) Soll ein Volk nicht lieber seinen Gott befragen? Warum soll man für die Lebenden die Toten befragen?

Mk 13,22
22 Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten und sie werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten irrezuführen.

Lk2,34-35
34 Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.

35 Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.

Gal6,15-17
15 Denn es kommt nicht darauf an, ob einer beschnitten oder unbeschnitten ist, sondern darauf, dass er neue Schöpfung ist.

16 Friede und Erbarmen komme über alle, die sich von diesem Grundsatz leiten lassen, und über das Israel Gottes.

17 In Zukunft soll mir niemand mehr solche Schwierigkeiten bereiten. Denn ich trage die Zeichen Jesu an meinem Leib.


Gen4,13-15

Zeichen

(hebr. 'ot, gr. semeîon), ein Hinweis oder ein Symbol, das mit einem Wunder verbunden sein kann (Ps 659 Mt 1239), evtl. Marke (gr. cháragma, stígma), äußeres Z. (G 617 Off 1316 f).

AT

Im AT werden zunächst die Himmelskörper Zeichen genannt (Gn 114), dann das Z. des Kain erwähnt (Gn 415). Beschneidung, Regenbogen, Sabbat sind Bundes-Z. (Gn 912 1711 Ex 313). Das Wunder der Sonnenuhr des Ahas ist ein Z. Gottes; der Prophet, in seiner Person selbst, ist ein beständiges Z. (Js 818 Ez 126.11 2424). Die falschen Propheten haben auch ihre Z., ihre Wunder (Ex 711 Dt 131 f).

Judentum

Diese Doppelheit führt im nachexil. Judentum zum Dualismus, und zwar unter fremden Einflüssen, besonders iranischen in Palästina, platonischen in Alexandria. Die Geschichte ist erfüllt von Z., die verschieden ausgelegt werden (1Qp Hab passim; Philo, De migr. Abr., usw., Wunder).

NT

Auch das NT trägt Spuren dieses Dualismus, des palästinischen und sogar, wenn auch weniger, des alexandrinischen, mit ihren verschiedenen Symbolen (1K 106.11 G 424 2Th 29 1P 321 H 924 Off 1313 ff 1920). Das Z., sein Mysterium (Mt 163 L 2111.25 1K 1422), seine Auslegung gilt nichts ohne Glauben; sie sind dem Wort untergeordnet, und Jesus verweigert sie dem Unglauben (L 1629 ff Mt11l 5 b 161 ff p). Sie sind eitel ohne Liebe (1K 132). Jesus selbst ist das Z., das dem Glauben und der Entscheidung für oder gegen ihn angeboten wird (L 234).
[Handwörterbuch: Zeichen. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 7836
(vgl. BHH Bd. 3, S. 2209)

pfeilZeuge

12 Rede zu den Israeliten und sag ihnen: Angenommen, eine Frau gerät auf Abwege, sie wird ihrem Mann untreu,
13 und ein anderer Mann schläft mit ihr, ohne dass es ihr Mann merkt, angenommen also, sie ist unrein geworden, ohne dass es entdeckt wird, und es gibt keine Zeugen, weil sie nicht ertappt worden ist,
14 der Mann aber schöpft Verdacht und wird eifersüchtig auf seine Frau, die wirklich unrein geworden ist; angenommen aber auch, er schöpft Verdacht und wird auf seine Frau eifersüchtig, obwohl sie in Wirklichkeit nicht unrein geworden ist:
15 In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und soll zugleich die für sie vorgesehene Opfergabe mitbringen: ein zehntel Efa Gerstenmehl. Er darf kein Öl darauf gießen und keinen Weihrauch darauf streuen; denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Opfer zur Ermittlung der Schuld.

Jos4,26
26 Josua schrieb alle diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes und er nahm einen großen Stein und stellte ihn in Sichem unter der Eiche auf, die im Heiligtum des Herrn steht.

27 Dabei sagte er zu dem ganzen Volk: Seht her, dieser Stein wird ein Zeuge sein gegen uns; denn er hat alle Worte des Herrn gehört, die er zu uns gesprochen hat. Er soll ein Zeuge sein gegen euch, damit ihr euren Gott nicht verleugnet.

Ex23,1
Du sollst kein leeres Gerücht verbreiten. Biete deine Hand nicht dem, der Unrecht hat, indem du als falscher Zeuge auftrittst.

Dtn19,15
Wenn es um ein Verbrechen oder ein Vergehen geht, darf ein einzelner Belastungszeuge nicht Recht bekommen, welches Vergehen auch immer der Angeklagte begangen hat. Erst auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen darf eine Sache Recht bekommen.

Mi3,5

So spricht der Herr gegen die Propheten:
Sie verführen mein Volk. Haben sie etwas zu beißen,
dann rufen sie: Friede! Wer ihnen aber nichts in den Mund steckt, /
dem sagen sie den Heiligen Krieg an.
6 Darum kommt die Nacht über euch, in der ihr keine Visionen mehr habt, und die Finsternis,
in der ihr nicht mehr wahrsagen könnt. Die Sonne geht unter für diese Propheten /
und der Tag wird schwarz über ihnen.

1.Sam12,5

5 Er sagte zu ihnen: Der Herr ist Zeuge euch gegenüber und auch sein Gesalbter ist heute Zeuge dafür, dass ihr mir nichts vorwerfen könnt. Sie erwiderten: Sie sind Zeugen.
6 Und Samuel sagte zum Volk: Der Herr ist es gewesen, der Mose und Aaron erschaffen und eure Väter aus Ägypten heraufgeführt hat.

Mt18,15-17
15 Von der Verantwortung für den Bruder: 18,15-20
Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.

16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.

17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.

Lk24,46-48
46 Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen,
47 und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
48 Ihr seid Zeugen dafür.

Apg2,32-34
32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen.
33 Nachdem er durch die rechte Hand Gottes erhöht worden war und vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen hatte, hat er ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.
34 David ist nicht zum Himmel aufgestiegen; vielmehr sagt er selbst: Es sprach der Herr zu meinem Herrn: /
Setze dich mir zur Rechten,

Offb 17,6
6 Und ich sah, dass die Frau betrunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Beim Anblick der Frau ergriff mich großes Erstaunen.

Num5,12-15

Zeuge

(hebr. 'ed, gr. mártys), eine Person, die im Prozeß eine Aussage zur Streitsache macht.

AT
Das im Anschluß an das Gesetz des AT.s ausgebildete Rechtsverfahren stützte sich bei der Beweisaufnahme auf die Aussagen der Z.n, die sowohl Belastungs-, als auch Entlastungs-Zeugen sein konnten (Nm 513 3530). – a)

Nach altem Volksbrauch wurden gelegentlich bei Vereinbarungen als Mahnzeichen dienende Gegenstände – wie der von Josua aufgerichtete Stein (Jos 2427) – zu Z.n bestimmt. Auch zivilrechtliche Abkommen wurden durch Z.n bekräftigt (Jr 3210). –

b)

Den Zeugen wurde eingeschärft, nur die Wahrheit auszusagen, sich nicht beeinflussen zu lassen und nichts zu verschweigen (Ex 231–3). Verleumdung und falsche Z.n-Aussage ist im Dekalog verboten (Ex 2026). Wie sie sich auswirken konnte, zeigt der Fall Naboths (1Kg 219 ff). Darum wird wiederholt vor falschem Zeugnis gewarnt und dasselbe mit Gottes Strafe bedroht (Spr 619 2128). Bei erwiesener falscher Aussage wurde der Z. im Sinne des ius talionis bestraft (Dt 1916 ff). Zum Beweis einer Anklage waren übereinstimmende Aussagen dreier oder mindestens zweier Z.n erforderlich (Dt 1915); dieser Grundsatz wurde auch im Zivilrecht angewandt und auch in die Gemeindeordnung des NT.s übernommen (Mt 1816 1T 519). Todesurteile durften auf Grundder Aussage eines Z.n nicht gefällt werden (Nm 3530). Frauen und Sklaven wurden nicht als Z.n angenommen (Jos. Ant. IV, 815).

c)

Bei der Steinigung sollten die Z.n mit dem ersten Steinwurf beginnen (Dt 17c)

d)

Auch Gott wird als der Einzige und ewig Wahre gegebenenfalls als Zeuge

und Bürge eines Abkommens (Gn 3150 Ri 111) oder beim Eid als Z. angerufen (R 19 2K 123). Mit seinem Gericht erweist sich Gott selbst als Z. wider die, die Böses tun (Ml 35), aber auch als Z. für die Unschuld der Unrecht Leidenden (1Sm 125 f Hi 1619). Im Rechtsstreit wider sein ungehorsames Volk stellt Gott dieses selbst als Z.n seiner eigenen Bosheit hin (Dt 3119 Jos 2422).

In einzigartiger Weise erwächst Israel zum Z.n Gottes wider die Heiden und ihre Götter, indem es die Einzigkeit und Wahrheit Gottes bezeugt (Js 439 ff 447 ff).

NT

Der übernommene rechtliche Zeugen-Begriff begegnet auch im NT (Mk 1463 L 1148). Aber er hat im Urchristentum einen folgenreichen Bedeutungswandel vom Tatsachen-Z.n im allgemeinen Sinn bis hin zum Blut-Z.n durchgemacht.

a)

Die Jünger Jesu sind zu Augen- und Ohren-Z.n der ntl. Heilsgeschichte berufen (L 2448 Apg 232). Sie bezeugen nicht nur die erzählten Ereignisse als Geschichte und Tatsachen, sondern sie stehen auch für die Wahrheit der in ihnen kundgegebenen göttlichen Heilstat ein. Ihr Bekenntnis zum auferstandenen Herrn ist das Zeugnis, mit welchem sie das Evangelium verkünden. Wie Paulus auf Grund seiner Missionsarbeit zum Z.n für Christus vor allen Menschen (Apg 2215), so sind auch alle Verkünder des Evangeliums zum Z.n-Dienst berufen und werden alle Christen mit ihrem Bekenntnis zu Christus zu Z.n. Sie sind Z.n der erfahrenen Wahrheit der verkündeten Evangeliumsbotschaft und in der Leidensnachfolge auch Z.n der Leiden Christi (vgl. 1P 51 mit 413).

b)

In besonderem Sinne werden Christen Z.n genannt, wenn sie ihr Zeugnis mit der Dahingabe ihres Lebens bekräftigen (mártys Märtyrer, Apg 2220 Off 213 176). Ihnen ist das »Zeugnis Jesu Christi« (Off 12 1217 1910) geschenkt. Durch den Geist haben sie Kraft, ihr Zeugnis abzulegen, welches von Christus angenommen und bestätigt wird.
[Handwörterbuch: Zeuge. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 7906-8
(vgl. BHH Bd. 3, S. 2235-6)

pfeilZorn

7 In deiner erhabenen Größe /
wirfst du die Gegner zu Boden. /
Du sendest deinen Zorn; /
er frisst sie wie Stoppeln.

Dtn6,14-17
14 Ihr sollt nicht anderen Göttern nachfolgen, keinem Gott eines Volkes, das in eurer Nachbarschaft wohnt.

15 Denn der Herr, dein Gott, ist als eifersüchtiger Gott in deiner Mitte. Der Zorn des Herrn, deines Gottes, könnte gegen dich entbrennen, er könnte dich im ganzen Land vernichten.
16 Ihr sollt den Herrn, euren Gott, nicht auf die Probe stellen, wie ihr ihn bei Massa auf die Probe gestellt habt.

17 Ihr sollt auf die Gebote des Herrn, eures Gottes, genau achten, auf seine Satzungen und Gesetze, auf die er dich verpflichtet hat.

Jos 22,18
18 Ihr aber wendet euch heute vom Herrn ab. Wenn ihr euch heute gegen den Herrn auflehnt, wird sich sein Zorn morgen gegen die ganze Gemeinde Israels richten.

Ri2,20-22
20 Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel. Er sagte: Weil dieses Volk meinen Bund übertreten hat, zu dem ich ihre Väter verpflichtet habe, und weil es nicht auf meine Stimme hört,
21 werde auch ich kein einziges der Völker mehr vor ihren Augen vertreiben, die Josua bei seinem Tod noch übrig gelassen hat.
22 Israel soll durch sie auf die Probe gestellt werden, ob es daran fest hält, den Weg des Herrn zu gehen, wie es seine Väter taten, oder nicht.

Jes 48,9
9 Doch um meines Namens willen / halte ich meinen Zorn lange zurück, um meiner Ehre willen bezähme ich mich, /
um dich nicht vernichten zu müssen.


Jes 57,17
17 Kurze Zeit zürnte ich wegen der Sünde (des Volkes), /
ich schlug es und verbarg mich voll Zorn. Treulos ging es seine eigenen Wege.

Jes 14,6
6 der in seinem Zorn die Völker erschlug, /
sie schlug ohne Ende, der die Völker in seiner Wut zertrat /
und sie verfolgte ohne jedes Erbarmen.

Jer4,3-4
3 Denn so spricht der Herr
zu den Leuten von Juda und zu Jerusalem: Nehmt Neuland unter den Pflug und sät nicht in die Dornen!

4 Beschneidet euch für den Herrn und entfernt die Vorhaut eures Herzens, ihr Leute von Juda und ihr Einwohner Jerusalems! Sonst bricht mein Zorn wie Feuer los wegen eurer bösen Taten; er brennt und niemand kann löschen.

Ez7,2-4
2 Du, Menschensohn, sag: So spricht Gott, der Herr, zum Land Israel: Das Ende kommt, das Ende kommt über die vier Ecken der Erde.

3 Jetzt ist das Ende für dich da; ich lasse meinen Zorn gegen dich los, ich spreche dir das Urteil, das dein Verhalten verdient, und strafe dich für alle deine Gräueltaten.
4 Mein Auge zeigt kein Mitleid und ich übe keine Schonung, sondern dein Verhalten lasse ich auf dich zurückfallen und deine Gräueltaten sollen sich in deiner Mitte auswirken. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

Ez 9,8
8 Sie schlugen zu und ich allein blieb übrig; da fiel ich nieder auf mein Gesicht und schrie: Ach, Herr und Gott, willst du deinen ganzen Zorn über Jerusalem ausschütten und auch noch den letzten Rest Israels vernichten?

Hos 11,9
9 Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken /
und Efraim nicht noch einmal vernichten. Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch, /
der Heilige in deiner Mitte. /
Darum komme ich nicht in der Hitze des Zorns.

Hos 14,5
5 Ich will ihre Untreue heilen /
und sie aus lauter Großmut wieder lieben. /
Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt.

Mi 7,9
9 Ich habe mich gegen den Herrn versündigt;
deshalb muss ich seinen Zorn ertragen, bis er meine Sache vertritt und mir Recht verschafft. Er wird mich hinausführen ins Licht, /
ich werde seine Heilstat erleben.

Mi 7,18
18 Wer ist ein Gott wie du, /
der du Schuld verzeihst und dem Rest deines Erbvolkes /
das Unrecht vergibst? Gott hält nicht für immer fest an seinem Zorn; /
denn er liebt es, gnädig zu sein.

Joh 3,36
36 Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

Offb 15,7
7 Und eines der vier Lebewesen reichte den sieben Engeln sieben goldene Schalen; sie waren gefüllt mit dem Zorn des Gottes, der in alle Ewigkeit lebt.

Der Zorn des Menschen

Gen49,5-7
5 Simeon und Levi, die Brüder,
Werkzeuge der Gewalt sind ihre Messer.
6 Zu ihrem Kreis mag ich nicht gehören,  mit ihrer Rotte vereinige sich nicht mein Herz.
Denn in ihrem Zorn brachten sie Männer um, mutwillig lähmten sie Stiere.
7 Verflucht ihr Zorn, da er so heftig, /
verflucht ihr Grimm, da er so roh.
Ich teile sie unter Jakob auf, /
ich zerstreue sie unter Israel.

Ex16,20

19 Mose sagte zu ihnen: Davon darf bis zum Morgen niemand etwas übrig lassen.
20 Doch sie hörten nicht auf Mose, sondern einige ließen etwas bis zum Morgen übrig. Aber es wurde wurmig und stank. Da geriet Mose in Zorn über sie.

1.Kor 13,5
5 Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.


Ex 15,7

Zorn

(hebr. 'aph, haron, gr. orge, thymós), bei Gott und Mensch erwähnt.

Die zahlreichen bibl. Aussagen über den Z. Gottes sind keineswegs als Reste einer primitiven Gottesanschauung zu beurteilen, sondern – wie mancher andere Anthropomorphismus – als Ausdruck der Erfahrung Gottes als eines lebendigen, den Menschen fordernden, personhaften Willens.

a)

Die Konzentration des gesamten Weltgeschehens auf den einen, sich in der Geschichte offenbarenden Gott machte einerseits die in der altoriental. und gr.-röm. Welt sehr verbreitete Erklärung eines nicht durch menschliche Schuld verursachten Unglücks als Auswirkung des im Wesen bestimmter Götter und Dämonen (so vor allem in den Naturreligionen) oder in ihrem Neid gegenüber den Menschen (so zB bei den Babyloniern und Griechen) begründeten göttlichen Z.es ebenso unmöglich wie jeden Versuch, diesen Z. durch Zauber abzuwenden. Andererseits führte sie zur äußersten Radikalisierung der auch in der Umwelt der Bibel bekannten Auffassung, daß der Z. Gottes eine Reaktion auf die menschliche Sünde darstellt und damit dem Gerichtshandeln Gottes gleichkommt.

b)

Besonders in der Verkündigung der Propheten und im NT äußert sich der Z. Gottes nicht nur in einzelnen Strafaktionen, sondern in der totalen Bedrohung der menschlichen Existenz (Am 12–32 33–8 Js 139–12 105–34 3027–33 R 118–320 E 51–6). Die Vorstellung vom Z. Gottes wird nicht zu einer starren Vergeltungslehre rationalisiert (Hi). Israel traute Jahwe durchaus zu, daß er den Menschen gelegentlich auch ohne ersichtlichen Grund bedrohen konnte (Gn 3223–33 Ex 424–26 1Sm 2619 2Sm 24; vgl. 1Ch 21 Ex 2113 Hi 169 ff 196 .11), zweifelte aber deshalb nicht an seiner Gerechtigkeit; denn es glaubte, daß auch diese rätselhaften Z.es-Ausbrüche vom Heilswillen des Bundesgottes umschlossen waren (vgl. Nah 12 f Ps 306). Normalerweise durfte der Israelit hoffen, den Z. Gottes durch demütige Unterwerfung (2Sm 1610 f Hi 42), durch Fürbitte eines Gottesmannes (Ex 3211–14. 30–34 Am 71–6, doch vgl. Jr 716 Js 115) oder durch von Jahwe selbst verordnete Sühnemittel ( Gottesdienst, vgl. Jl 1–2) zu beschwichtigen oder doch zu mildern. Allerdings war nach dem Urteil der Unheilspropheten des 8.–6. Jh.s der durch die hartnäckige Verweigerung der Umkehr (Am 46–12 514 f Hos 54 61–4 72 Js 12–20 79 b 3015 Jr 21–310 316–44 411–14 Zph 21–3) und Widerspenstigkeit Israels verursachte Bundesbruch ( Verwerfung) irreparabel (Hos 81–14 1215 917 Am 77–9 81–3. 7 f 91–4 Js 6. 51–7. 25–30 Jr 1312–14. 23 151–9 Ez 1638; vgl. Mt 37 ff 227 f Mk 35 L 2122–24 1Th 214–16), so daß der Z.es-Zustand nur durch eine freie Gnadenzuwendung des richtenden Gottes selbst beendet werden konnte (Hos 214–23 118 f 141–8 Js 111–10 Jr 311–13 245 ff 3131–34 Ez 36–39). Die Heimkehr der Verbannten und die Wiederherstellung des Tempels wurden als eine solche Schicksalswende aufgefaßt (Dtjs, Hg, Sach 1–8, Js 12, Ps 1039). Der Z. Gottes richtet sich von nun an vornehmlich gegen die Heiden ( Völkersprüche der Prophetenbücher) und die Sünder innerhalb des Gottesvolkes (Js 59; 651–6 Sach 51–4. 5–11); dennoch wußte sich das Judentum vom Z. Gottes bedroht (Esr 91–1017 Neh 9 Dn 9). Paulus und Johannes verkündigen Christus als den Retter vom Z. Gottes, dessen Ablehnung jedoch endgültige Z.-Verfallenheit zur Folge hat (R 415 ff 58 f 922 ff E 56 ff 1Th 110 59 J 336 Off 1118 149–12). Eine klare Grenzziehung zwischen dem gegenwärtigen Z.es-Wirken Gottes und dem künftigen Z.es-Gericht ist nicht immer möglich (Am 518–20 Js 212 ff Zph 12–23 Jr 45–10. 23–31 Mt 37 ff 1834 f J 528 f Kol 36 Off 616 f Hos 512.14 1311 Js 525–30 97–20 Ps 907–12 J 336 524–27).

Der Zorn des Menschen wird verschieden beurteilt.

Im AT bewertet nur die Weisheitsliteratur (doch vgl. Gn 495–7) den Z. des Menschen negativ (Spr 1417.29 u.ö., ähnlich schon die äg. Weisheit).

Das NT hingegen warnt eindringlich vor dem Z. (Mt 522 E 431 Kol 36 R 1219 1K 134 f 2K 1220 G520 1T 28 Tt 17 Jk 119 f). Ein gewisses Zugeständnis macht nur E 426. Doch kann Gott auch in heilvoller Absicht zum Z. reizen (R 1019). Wo es um die Verletzung des Rechtes Gottes oder des Nächsten geht, da kennt die Bibel auch einen berechtigten heiligen Z. (zB Ex 1620 3219.22 1Sm 116 Jr 611 Neh 56 2Sm 125 Mk 35 J 1133.38 Apg 1716 2K 711).
[Handwörterbuch: Zorn. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 7949-51
(vgl. BHH Bd. 3, S. 2246-8)

pfeilZucht Verklagt eure Mutter, verklagt sie!
Denn sie ist nicht meine Frau
und ich bin nicht ihr Mann. Sie soll von ihrem Gesicht das Dirnenzeichen entfernen
und von ihren Brüsten die Male des Ehebruchs.
5 Sonst ziehe ich sie nackt aus /
und stelle sie hin wie am Tag ihrer Geburt; ich mache sie der Wüste gleich,
wie verdorrtes Land mache ich sie und lasse sie verdursten.

Ps50,16-20
16 Zum Frevler aber spricht Gott: /
«Was zählst du meine Gebote auf /und nimmst meinen Bund in deinen Mund?

17 Dabei ist Zucht dir verhasst, /
meine Worte wirfst du hinter dich.
18 Siehst du einen Dieb, so läufst du mit, /
du machst dich mit Ehebrechern gemein.
19 Dein Mund redet böse Worte
und deine Zunge stiftet Betrug an.
20 Von deinem Bruder redest du schändlich, /
auf den Sohn deiner Mutter häufst du Verleumdung.

Hebr12,4-8
Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet
5 und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, /
verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.

6 Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; /
er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
7 Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?

8 Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne.

Eph 6,4
4 Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Weisung des Herrn!

Hos2,4

Zucht

(hebr. musar, gr. paideía), Erziehung oder Züchtigung.

Neben der Bedeutung Züchtigung durch die Eltern (Spr 1324) steht im AT das heilsgeschichtliche Verständnis im Vordergrund (zB Js 2616 Hos 52). Eine Verbindung von Z. und moralischer Bildung findet sich nur in den Spr (12 2323).

Der Gedanke, daß Gottes Erziehung (nicht nur völkisch, sondern auch individuell) durch Züchtigung – dem Leiden des Menschen entsprechend – geschieht, ist im Judentum erweitert worden. In den Qumran-Schriften kommt Z. (hebr. musar) im Sinne von Unterweisung, Belehrung vor (1QS 614 1QH 214).

Im gr. Denken wurde der Begriff zunächst von den Sophisten etwa im Sinne von Bildung verstanden. Neben die Gemeinsamkeit von körperlicher und geistiger Erziehung stellt Plato die in den Einzelfächern. Eine Ausweitung erfährt das Erziehungsideal in der Stoa: das rechte Wissen von gut und schlecht, das Freiheit von den Affekten bewirkt, kommt in der unerschütterlichen und festen sittlichen Haltung (ataraxia) zum Ausdruck.

NT

Im Sprachgebrauch des NT haben die atl. und jüd. Einflüsse bestimmend gewirkt (zB G 324: Gesetz als Z.meister, im Sinn des Leidens H 125–11). Daneben findet sich in einer Haustafel und in den Past der hellenist. gefärbte Begriff der Erziehung (E 64 1T 120 2T 225 316 Tt 212), so auch bei den Apostolischen Vätern (1Cl 165 216 usw.).
[Handwörterbuch: Zucht. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 7953-4
(vgl. BHH Bd. 3, S. 2248)

pfeilZweifel


21 Jesus antwortete ihnen: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, dann werdet ihr nicht nur das vollbringen, was ich mit dem Feigenbaum getan habe; selbst wenn ihr zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer!, wird es geschehen.

Jak1,5-7
5 Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.
6 Wer bittet, soll aber voll Glauben bitten und nicht zweifeln; denn wer zweifelt, ist wie eine Welle, die vom Wind im Meer hin und her getrieben wird.

7 Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, dass er vom Herrn etwas erhalten wird:

Joh20,25-29
25 Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
26 Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
27 Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
29 Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Mk21,20

Zweifel

(hebr. als Adj. se'eph »geteilt«, gr. dialogismós),

zumeist mahnend antithetisch zu gefordertem Glauben (Ps 119113 Mt 2121 Jk 16 ff Ph 214 1T 28), auch konstatierend (R 420; ferner Apg 1020, wo jedoch, wie R 1423, Abwehr gesetzlichen Observantentums dominiert). Der sprachliche Ausdruck wechselt (besonders eindrucksvoll Jk 18 »zweiseelisch«); vgl. Thomas »Zwilling« (J 2024 u.ö.). Ein Begriff für Z. (gr. distázo) ist auch synonym mit »Kleinglaube« gebraucht (Mt 1431) und bezeichnet das Verhalten einiger Jünger der Erscheinung des Auferstandenen gegenüber (2817; vgl, J 2024 ff). Hier, wie auch sonst gelegentlich, bedeutet Z. die andere Möglichkeit; nirgends jedoch ist er, wie im Griechischen, methodisches Erkenntnisprinzip.
[Handwörterbuch: Zweifel. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 7964
(vgl. BHH Bd. 3, S. 2250-2251)

 
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