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Auf diesen Seiten findest du, alphabetisch sortiert, Erläuterungen zu biblisch-historischen Fachbegriffen.
   
   
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Stichwort

Bibeltext
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Erklärung
Fasten
Feigenbaum
Feind
Fels
Fest
Feuer
Finger
Finsternis
Fisch
Fluch
Frau
Freiheit
Fremder
Freude
Friede
Fußwaschung

Am vierundzwanzigsten Tag dieses Monats kamen die Israeliten zum Fasten zusammen, in Bußgewänder gehüllt und das Haupt mit Staub bedeckt.

1Sam 7,6

Da versammelten sie sich in Mizpa, sie schöpften Wasser und gossen es vor dem Herrn aus. Dort fasteten sie an diesem Tag und sagten: Wir haben uns gegen den Herrn versündigt. Samuel sprach den Israeliten Recht in Mizpa.

Mt 4,1-2

Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden.
Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger.


Neh 9,1

Fasten

(hebr. som, gr. nesteía)

relig. begründete, teilweise oder totale Enthaltung von Speise und Trank ( Askese).

AT

Samuel versammelte Israel in Mizpa zu Gebet, Fasten und Sündenbekenntnis;
Joel ordnete wegen einer Heuschreckenplage ein F. an und berief eine hl. Festversammlung ein; Nehemia fastete, als er für die Befreiung Israels betete. Man fastete aus Trauer, wegen einer verlorenen Schlacht, als Bußübung, an nationalen Unglückstagen und am Versöhnungstag.

NT
Jesus fastete im Anschluß an seine Taufe vierzig Tage lang und bereitete seine Jünger auf die Zeit vor, in der sie fasten würden
[Handwörterbuch: Fasten. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1834
(vgl. BHH Bd. 1, S. 465)

pfeilFeigenbaum

Wer einen Feigenbaum pflegt, wird seine Frucht essen,
wer auf seinen Herrn Acht gibt, wird geehrt.

Mt 21,19
Da sah er (Jesus) am Weg einen Feigenbaum und ging auf ihn zu, fand aber nur Blätter daran. Da sagte er zu ihm: In Ewigkeit soll keine Frucht mehr an dir wachsen. Und der Feigenbaum verdorrte auf der Stelle.


Spr 27,18

Feigenbaum

(hebr. t·'ena, gr. syke), Ficus carica, oft neben Ölbaum und Weinstock genannt.

»Unter seinem Weinstock und Feigenbaum sitzen« bedeutet glücklich und zufrieden leben. –

In Bild und Vergleich ist häufig vom Feigenbaum und seinen Früchten die Rede
[Handwörterbuch: Feigenbaum. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1843
(vgl. BHH Bd. 1, S. 467)


pfeilFeind

9 Er sagte zu seinem Volk: Seht nur, das Volk der Israeliten ist größer und stärker als wir.
10 Gebt Acht! Wir müssen überlegen, was wir gegen sie tun können, damit sie sich nicht weiter vermehren. Wenn ein Krieg ausbricht, können sie sich unseren Feinden anschließen, gegen uns kämpfen und sich des Landes bemächtigen.

Ex2,23
Nach vielen Jahren starb der König von Ägypten. Die Israeliten stöhnten noch unter der Sklavenarbeit; sie klagten und ihr Hilferuf stieg aus ihrem Sklavendasein zu Gott empor.
24 Gott hörte ihr Stöhnen und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob.
25 Gott blickte auf die Söhne Israels und gab sich ihnen zu erkennen.

Ps 13,4-6
4 Blick doch her, erhöre mich, Herr, mein Gott, erleuchte meine Augen, damit ich nicht entschlafe und sterbe,5 damit mein Feind nicht sagen kann:
«Ich habe ihn überwältigt», damit meine Gegner nicht jubeln,
weil ich ihnen erlegen bin.
6 Ich aber baue auf deine Huld,
mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken. Singen will ich dem Herrn, weil er mir Gutes getan hat.

1Sam 24,5
5 Da sagten die Männer zu David: Das ist der Tag, von dem der Herr zu dir gesagt hat: Sieh her, ich gebe deinen Feind in deine Gewalt und du kannst mit ihm machen, was dir richtig erscheint. Da stand David auf und schnitt heimlich einen Zipfel von Sauls Mantel ab.

 

Lk17,1-2
Er sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet.

2 Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.

3a Seht euch vor!

Gal 4,15-16
15 Wo ist eure Begeisterung geblieben? Ich kann euch bezeugen: Wäre es möglich gewesen, ihr hättet euch die Augen ausgerissen, um sie mir zu geben.
16 Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?

1.Kor15,24-28
24 Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.
25 Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat.

26 Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod.

27 Sonst hätte er ihm nicht alles zu Füßen gelegt. Wenn es aber heißt, alles sei unterworfen, ist offenbar der ausgenommen, der ihm alles unterwirft.

28 Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem.

Ex 1,9-10

Feind

(hebr. 'ojeb, sone, sar; gr. echthrós), Gegner in Haltung und Handlung; Haß.

Das AT

versteht darunter

a)

den National-Feind

(Ex 110 Neh 411 Jr 205.6). Gott als Feind der Feinde seines Volkes (Ex 2232) gibt seinem Volke dessen F.e in die Hände (Gn 2217 Ez 362). Doch kann er auch selber seinem ungehorsamen Volke zum Feind werden

(Kl 25). Die Worte bezeichnen auch

b)

den persönl. Feind (Nm 3523 1 Sm 1917 245 1 Kg 2129 Ps 135 219 Kl 19.21 352). Gott ist selbst der persönl. F. der Frevler (1 Sm 2816 Hi 1324 1911 Ps 3620). Andererseits verficht er die Sache seiner Auserwählten gegen deren F.e (1 Sm 245 Ps 1101). Nationale und persönl., kosm. und hist. F.e lösen dabei einander ab (Ps 22 33 8911).

Im Judentum nennt die Qumrangemeinde jede Gott und den Gerechten feindl. Macht Belial

(DSD II, 9; III, 17; Hab. Komm. II, 8; Milh XIII; QH III, 21–25; VI, 28; VIII, 10; XI, 3).

Die rabbin. Lit. bezeichnet laue Proselyten oder Israeliten und Götzenverehrer als rel. und polit. Feinde Gottes und seines Volkes (StB I, 368f).

Das NT spricht auch vom nation. Feind

(L 171.74 1943), aber das Wort bezieht sich meist auf die Feinde Gottes und seines Christus. Vor ihrer Bekehrung waren die Heiden F.e Gottes (R 510 Kol 121), die unbußfertigen Juden sind ebenso F.e des Ev und des Kreuzes wie die falschen Apostel (R 1126 G 416 Ph 318). Mit den Worten von Ps 1101 wird jede Gott widerstrebende Macht »F.« genannt; sie wird von Christus überwunden werden (Mt 2244 p Apg 235 1 K 1525 H 113 1013). Der letzte zu überwindende Feind ist der Tod (1 K 1526). Aber der eigentl. F. Gottes und seiner Gläubigen ist der Satan (Mt 1339; vgl. L 1019 1927 Apg 1310). – Dem christl. Zeugen wird auch seine Familie zum F.e werden (Mt 1036; vgl. 1325 Off 115.12). Ein bes. Zug der ntl. Lehre ist das Gebot der Liebe gegenüber dem persönl. F. (Mt 544 p).

[Handwörterbuch: Feind. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1846
(vgl. BHH Bd. 1, S. 467-468)

pfeilFels

12 Rennen denn Pferde über die Felsen,
oder pflügt man mit Ochsen das Meer? Ihr aber habt das Recht in Gift verwandelt
und die Frucht der Gerechtigkeit in bitteren Wermut.

Ex17,6-7
6 Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen und das Volk kann trinken. Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels.
7 Den Ort nannte er Massa und Meriba (Probe und Streit), weil die Israeliten Streit begonnen und den Herrn auf die Probe gestellt hatten, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?

Dt 32,3-4
3 Ich will den Namen des Herrn verkünden.
Preist die Größe unseres Gottes!

4 Er heißt: der Fels. Vollkommen ist, was er tut;
denn alle seine Wege sind recht.
Er ist ein unbeirrbar treuer Gott,
er ist gerecht und gerade.

Ri 6,20-21
20 Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, und leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg! Gideon tat es.
21 Der Engel des Herrn streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des Herrn aber war Gideons Augen entschwunden.

Mt 27,57-60
Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu.

58 Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen.

59 Josef nahm ihn und hüllte ihn in ein reines Leinentuch.
60 Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg.

Mt7,24-26
Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.

25 Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
26 Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.

Röm 9,33
33 wie es in der Schrift heißt: Siehe, ich richte in Zion einen Stein auf, an dem man anstößt, einen Fels, an dem man zu Fall kommt. Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.

1.Kor 10,4
4 und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem Leben spendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus.

Am6,12

Fels

(hebr. sela', sur; aram. kepha; gr. pétra), Teil eines Berges.

Es kann sich auch um steinigen Boden (L 86), um ein Bergland (Js 4211 Petra), um eine F.wand (Am 612) oder um eine schwer zugängl. F.klippe mit Zacken und Spitzen (2 Ch 2512) handeln. Über einem F. wurde auch Salomos Tempel errichtet (Tafel 37b).

Gott

selbst wird im Sinne der Zuverlässigkeit ein F. genannt (Dt 324.18 1 Sm 22).

AT

Als berühmte Felsen werden im AT bes. erwähnt:

der Fels am Horeb

(Ex 176: Massa und Meriba) und bei Kades (Nm 208–13: Meriba); der F. Oreb im Ostjordanland (Ri 725 Js 1026); die F.enkluft von Etam (Ri 158.11.13); der F. Rimmon (Ri 2045.47); die F.zacken Bozez und Sene bei Michmas (1 Sm 144f); der »F. des Entschlüpfens« in der Wüste Maon (1 Sm. 2325.28) und die Steinbockf.en bei Engedi (1 Sm 243); ferner die F.klippe bei dem Salztal (2 Ch 2512). F.en wurden in der alten Zeit als Altäre verwendet (Ri 620f 1319).

Nach dem NT

sind Grüfte, auch das Grab Jesu, in F. gehauen (Mt 2751.60; Taf. 20b c; Grab). F.en dienen als Versteck vor Feinden (Off 6 15f) beim Weltuntergang. Auch das Gleichnis vom Hausbau (Mt 7 24–27 p) redet vom F. im eigentl. Sinn. Auf Christus übertragen erscheinen der atl. Horebf. (1 K 10 4) und der F. des Ärgernisses (R 9 33 1 P 2 8). Im bekannten Wortspiel über KephasPetrus als F. der Kirche (Mt 16 18) wird vermutl. auf den Tempelf. angespielt, das Fundament des Tempelhauses, den Mittelpunkt der Welt, die Pforte der Unterwelt. Ähnlich werden die Apostel als »Grund« (E 2 20) und »Grundsteine« (Off 21 14) der Kirche dargestellt.

Handwörterbuch: Fels. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1858
(vgl. BHH Bd. 1, S. 470)



pfeilFest

Festordnungen und Feiervorschriften:
Der Herr sprach zu Mose:
2 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen: Die Feste des Herrn, die ihr als Tage heiliger Versammlung ausrufen sollt, sind folgende:

3 Der Sabbat
Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebten Tag ist vollständiger Ruhetag, ein Tag heiliger Versammlung, an dem ihr keinerlei Arbeit verrichten dürft. Es ist ein Feiertag zur Ehre des Herrn überall, wo ihr wohnt.

4 Das Pascha und das Fest der ungesäuerten Brote: 23,4-8
Das sind die Feste des Herrn, Tage heiliger Versammlungen, die ihr zur festgesetzten Zeit ausrufen sollt:

5 Im ersten Monat, am vierzehnten Tag des Monats, zur Abenddämmerung, ist Pascha zur Ehre des Herrn.

6 Am fünfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote zur Ehre des Herrn. Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.

7 Am ersten Tag habt ihr heilige Versammlung; ihr dürft keine schwere Arbeit verrichten.

8 Sieben Tage hindurch sollt ihr ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Am siebten Tag ist heilige Versammlung; da dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.

Tob 2,6
6 Ich erinnerte mich an das Wort des Propheten Amos: Eure Feste sollen sich in Trauer verwandeln und alle eure Freudenlieder in Totenklage. Und ich begann zu weinen.

Hos 2,10-17
10 Aber sie hat nicht erkannt, dass ich es war, der ihr das Korn und den Wein und das Öl gab, der sie mit Silber überhäufte
und mit Gold, aus dem man dann Baalsbilder machte.
11 Darum hole ich mir mein Korn zurück, wenn es Zeit dafür ist, und auch meinen Wein, wenn es Zeit ist; ich nehme ihr meine Wolle und mein Leinen,
die ihre Blöße verhüllen sollten.
12 Dann entblöße ich ihre Scham
vor den Augen ihrer Liebhaber.
Niemand kann sie meiner Gewalt entreißen.

13 Ich mache all ihren Freuden ein Ende,
ihren Feiern und Neumondfesten,
ihren Sabbaten und den anderen festlichen Tagen.

14 Ich verwüste ihre Reben und Feigenbäume, von denen sie sagte: Das ist mein Lohn,
den mir meine Liebhaber gaben. Ich mache ihre Weingärten zur Wildnis;
die wilden Tiere fressen sie kahl.

15 Ich bestrafe sie für all die Feste, an denen sie den Baalen Rauchopfer dargebracht hat; sie hat ihre Ringe und ihren Schmuck angelegt
und ist ihren Liebhabern gefolgt,
mich aber hat sie vergessen - Spruch des Herrn.

16 Darum will ich selbst sie verlocken. Ich will sie in die Wüste hinausführen und sie umwerben.
17 Dann gebe ich ihr dort ihre Weinberge wieder und das Achor-Tal mache ich für sie zum Tor der Hoffnung. Sie wird mir dorthin bereitwillig folgen
wie in den Tagen ihrer Jugend,
wie damals, als sie aus Ägypten heraufzog.

Mt12,1-11
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.

2 Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
3 Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -

4 wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?

5 Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen?
6 Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
7 Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;

8 denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
9 Die Heilung eines Mannes am Sabbat: 12,9-14
Darauf verließ er sie und ging in ihre Synagoge.

10 Dort saß ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Sie fragten ihn: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen? Sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.

11 Er antwortete: Wer von euch wird, wenn ihm am Sabbat sein Schaf in eine Grube fällt, es nicht sofort wieder herausziehen?

Mt26,26-29
26 Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib.

27 Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;

28 das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

29 Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters.

Gal4,8-10
Einst, als ihr Gott noch nicht kanntet, wart ihr Sklaven der Götter, die in Wirklichkeit keine sind.

9 Wie aber könnt ihr jetzt, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr von Gott erkannt worden seid, wieder zu den schwachen und armseligen Elementarmächten zurückkehren? Warum wollt ihr von neuem ihre Sklaven werden?

10 Warum achtet ihr so ängstlich auf Tage, Monate, bestimmte Zeiten und Jahre?

Hebr 8,10
10 Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Inneres hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.

Kol2,8-11
Gebt Acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen.

9 Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes.
10 Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten.
11 In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Körper.

1.Kor5,6-8

6 Zu Unrecht rühmt ihr euch. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?

7 Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden.

8 Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

1.Kor11,23-26
23 Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,

24 sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

25 Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Offb 1,11-19
11 Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch und schick es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus, nach Smyrna, nach Pergamon, nach Thyatira, nach Sardes, nach Philadelphia und nach Laodizea.

12 Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter
13 und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.

14 Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen;

15 seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme war wie das Rauschen von Wassermassen.

16 In seiner Rechten hielt er sieben Sterne und aus seinem Mund kam ein scharfes, zweischneidiges Schwert und sein Gesicht leuchtete wie die machtvoll strahlende Sonne.

17 Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte

18 und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.

19 Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

 

Lev23,2-7

Fest, Feier

(hebr. hag, mo'ed, gr. heorte) volkstüml. Veranstaltung in einer bes. Lage oder Zeit.

1. Grundsätzlich waren die F.e mit sich wiederholenden Ereignissen der Wirtschaft und der Natur verbunden (Scheren, Schlachten, Ernte, Wechsel der Jahreszeiten), die als heilige Angelegenheiten aufgefaßt wurden, oder sie erinnerten an große Einzelereignisse (Auszug, Tempelweihe). Für das Volk bedeuteten sie Erhaltung der Ordnung und Teilnahme am Segen. Oft waren sie von bes. F.freude erfüllt ( Jubel). Propheten rügten solche F.e, die nur von Sinnlichkeit und nicht von Gerechtigkeit getragen wurden (Js 113 Hos 211). Jesus und Paulus verwarfen jüd. Observanzen, die Lebensbedürfnisse (Mt 121–8 p) oder die Christusherrschaft nicht berücksichtigten (G 410). Indem die Kirche den Herrn über Tod und Leben als Inhalt der F.e erkannte, nahm sie diese in das Heilsdrama des Kirchenjahres auf, mußte aber oft gegen Entartungen der F.freude einschreiten.

Lit.: B. Reicke: Diakonie, F.freude u. Zelos ('51).
B. Reicke

Die im AT
vorkommenden F.e sind hauptsächl. folgende: Der Sabbat, alter Herkunft und an Bedeutung in Israel und Judentum ständig zunehmend, zeigt sehr deutlich das Wesen isr. F.e. Ohne Rücksicht auf
den Gestirnumlauf läuft er durch das ganze Jahr als letzter Tag der siebentägigen Woche. Jahwe allein bestimmt ihn als Herr der Zeit und setzt ihn als Tag völliger Arbeitsruhe

(Am 84f Ex 2312 3421 [!] Ez 2015ff Js 562ff Neh 1315ff Ex 3112ff p); er ist so der Wohltäter Israels, ja, der Herr und Schöpfer der Welt (Ex 208ff Gn 22f p). Am Sabbat soll sich Jahwes Volk gemeinsam seines Gottes freuen. So greift der Sabbat tief ins tägl. Leben ein. – Der Siebener-Rhythmus regelt auch Sabbat-, Erlaß-, Jobeljahr (Ex 2310 Dt 151ff Lv 251ff. 8ff). – Neben dem Sabbat erscheint als Feiertag der Neumond ( Mond) (Ez 461ff Nm 2811ff Hos 211) beim ersten Erscheinen der Mondsichel auch als Ruhetag. – Das Passah, vorkanaan. Herkunft, ursprgl. wohl Hirtenf. (Rost), erinnert und vergegenwärtigt die große Heils- und Erlösungstat Jahwes bei der Herausführung aus Ägypten. Die dabei geübten Gebräuche (Ex 123ff. 7ff. 11ff. 24ff) weisen hin auf Israels Bewahrung vor dem Verderber und auf die Situation des Aufbruchs. Israel feiert als erlöstes Volk das Passah vorwiegend in Familie und Sippe mit Essen des Passahtieres (Dt 165ff 2 Ch 301ff). – Drei »Wallfahrtsf.e« nennen die älteren F.kalender (Ex 2314ff 3418.22f Dt 16): Mazzot-, Wochen-, Lesef. Als Ackerbauf.e gehören sie nach Kanaan (Ri 927) (vielleicht außer Mazzotf.), werden aber in Israel streng auf Jahwes gütiges, erhaltendes Handeln bezogen. Ihre Zeit wird durch die Fruchtreife bestimmt. Mazzot (F. der ungesäuerten Brote) liegt am Ende der Gerstenernte als der frühesten Getreideart. Die Erstlingsgarbe gehörte Jahwe, der aufs neue die Existenz gewährte; deshalb war jede Vermengung mit gesäuertem Teig aus der alten Ernte verboten. Später wurden Passah und Mazzotf. verbunden. Das Wochenf. schloß mit der Weizen- (Ex 3422) die sieben Wochen dauernde Getreideernte. Die Weinlese lag als letztes F. an der Jahreswende. Es heißt auch »Laubhüttenf.« (Dt 1613 Neh 814ff u.ö.), »Jahwef.« (Ri 2119), »Das F.« (1 Kg 82). Das Dt betont die Freude und Fröhlichkeit an den F.en, die im Lesef. den Höhepunkt erreicht. Der spätere F.kalender im »Heiligkeitsgesetz« (Lv 23) und der »Opferkalender« (Nm 28f [P]) versieht die bisher genannten F.e mit genauem Datum und fügt zwei neue hinzu. Am 1. 7. ein durch Lärmblasen hervorgehobener Tag, wohl Neujahrstag (Lv 2324f Nm 291–6). Es war ein besonderer, kein normaler Sabbat (Lv 233). Am 10. 7. war der Versöhnungstag (Lv 2326ff Nm 297ff), dessen Ritual Lv 16 steht. Jahwe selbst schafft Sühne für alle Vergehungen des ganzen Volkes, indem diese auf einen Sündenbock übertragen werden, der in die Wüste getrieben wird. Versöhnt werden Priester, Volk und Heiligtum; das Alter des Festes ist noch nicht genügend geklärt.
Die atl. Forschung sucht durch traditions- und kultgesch. Fragestellung weitere F.e zu erschließen

(S. Mowinckel; A. Alt; G. v. Rad).

Ein altes »Bundeserneuerungsf.« der 12-Stämme-Amphiktyonie, in dessen Mittelpunkt die Verkündigung des Jahwerechtes stand. Alte, kurze, in apodiktischem Stil erscheinende, leicht einprägsame Rechtssprüche in Reihenform (Ex 20 Dt 5 Lv 187–17 Dt 2715–26 u.a.) lassen auf wiederholten Vortrag in Gemeindeversammlungen schließen (Alt). In ihren Gottesdiensten bekennt die Gemeinde ihren Glauben und seine Fundamente; so ist jeweils ein bestimmter Erzählungsstoff einer solchen kult. Versammlung vorgeordnet (v. Rad). Der Aufbau dieses F.es, das erstmalig in Sichem gehalten wurde, schimmert durch in Jos 24: Paränese V 14f, Verkündigung des Rechtes V. 25, Zustimmung des Volkes und Bundesschluß V 24 und 27. Auch die Sinaiperikope (Ex 19–24) sowie das Dt zeigt diesen Aufbau. Es fiel dieses F. auf den Neujahrstag oder das Laubhüttenf. (Dt 3110ff). A. Weiser nimmt ein jährl. gefeiertes »Jahwebundesf.« an mit einer Theophanie Gottes analog der Epiphanie Jahwes am Sinai und erklärt von hier aus die meisten Psalmen. C. Westermann bestreitet diese These. Ein »Thronbesteigungsf. Jahwes« nimmt S. Mowinckel an auf Grund der Pss 47. 93. 96–99 u.a., am Neujahrstag, analog dem F. der Thronbesteigung Marduks in Babylon.

Im AT sind keine Spuren dieses F.es zu entdecken, und da Jahwe von Ewigkeit König ist, kann der Ruf: »Jahwe ist König geworden« nicht als perf. proph. verstanden werden.

Als jüd. Fest in nachexil. Zeit erscheint das Purimf., von dem das Buch Esther als F.rolle berichtet. Es ist wohl in der Diaspora entstanden; das Wort Pur (Est 37 926) ist ausländischer Herkunft. F.e, die sich aus den makk. Glaubenskriegen herleiten, sind: F. der Tempelweihe (vom Dezember 165 an), das an die Wiedereinweihung des durch Antiochus IV. entweihten Tempels erinnert (1 Mkk 436ff 2 Mkk 118 105); der Nikanortag (seit März 161, 1 Mkk 726ff) und das F. der Eroberung der Burg zu Jerusalem (im Jahre 142, 1 Mkk 1349ff). »Die Gemeinschaft von Qumran hat wohl im wesentlichen dieselben F.e gefeiert wie das orthodoxe Judentum« (Kutsch).

Im NT erscheinen von den genannten F.en der Sabbat: als Tag (u.a. Mt 121–11 p Mk 121ff pL 1310ff 2356 J 51ff) und als Woche (u.a. Mt 281 pL 1812 Apg 207 1 K 162), das Passah (Mt 262 pL 241 J 213.23 1 K 57ff H 1128 u.a.), das Wochenf. (Apg 21 2016), das Laubhüttenf. (J 72). Dazu kommt das regelmäßige Fasten (Mt 616ff 914 L 1812; vgl. Sach 73 819). Jesus beachtet einerseits die F.e, vor allem den Sabbat (L 416ff); andererseits nennt er sich den Menschensohn, welcher der Herr des Sabbats ist (Mt 123). Er hält mit den Jüngern Passah, singt den Lobgesang, bezieht aber Brot und Wein auf seinen Leib und sein Blut und spricht vom neuen Trinken in seines Vaters Reich (Mt 2626–30 p). Er mit seiner Person und seinem Werk füllt die alten F.e, gibt ihnen so die Erfüllung, ihren eigentl. Sinn und ihr eigentl. Ziel. Der Hebräerbrief sieht Jesus als Hohenpriester und Opfer auf dem Hintergrund des Versöhnungstages (H 810). Paulus schafft die gesetzl. Feiertage nicht etwa ab, warnt aber davor, sie als einen Weg zum Heil anzusehen (Kol 28–23 R 145–9). Nach 1 K 57f ist der erhöhte Herr für die Gemeinde das Passahlamm. Die völlige Trennung von der Synagoge bewirkte, daß die christl. Gemeinde den ersten Tag der Woche als Versammlungstag bestimmte. Er wurde »Tag des Herrn« (Off 110), weil der Herr an diesem Tage auferstanden war. Um sein Mahl versammelt sich dabei die Gemeinde, seinen Tod verkündigend, bis daß er kommt (1 K 1123–26).
[Handwörterbuch: Fest. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1868
(vgl. BHH Bd. 1, S. 474)


pfeilFeuer

2 Trag Aaron und seinen Söhnen auf: Für das Brandopfer gilt folgendes Gesetz: Das Brandopfer soll die ganze Nacht bis zum Morgen auf der Feuerstelle des Altars bleiben und das Altarfeuer soll darauf brennen.
3 Der Priester soll sein Leinengewand anlegen und seinen Körper mit einem leinenen Beinkleid bedecken. Dann soll er die Fett-Asche nehmen, zu der das Brandopfer auf dem Altar vom Feuer verzehrt wurde, und sie neben den Altar schütten.

4 Dann soll er seine Kleider ablegen, andere anziehen und die Fett-Asche aus dem Lager hinaus an einen reinen Platz schaffen.
5 Das Feuer soll auf dem Altar brennen bleiben, es darf nicht erlöschen und der Priester soll jeden Morgen Holz nachlegen. Er lege darauf das Brandopfer und lasse auf ihm die Fetteile des Heilsopfers in Rauch aufgehen.
6 Ein ständiges Feuer soll auf dem Altar brennen; es darf nicht verlöschen.

Gen15,17

17 Die Sonne war untergegangen und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch.
18 An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat,

Dtn 4,23-25
23 Nehmt euch in Acht! Vergesst nicht den Bund, den der Herr, euer Gott, mit euch geschlossen hat. Ihr sollt euch kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt, was der Herr, dein Gott, dir verboten hat.

24 Denn der Herr, dein Gott, ist verzehrendes Feuer. Er ist ein eifersüchtiger Gott.

25 Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr im Land heimisch seid, wenn ihr dann ins Verderben lauft und ein Gottesbildnis macht, das irgendetwas darstellt, wenn ihr also tut, was in den Augen des Herrn, deines Gottes, böse ist, und wenn ihr ihn erzürnt -

26 den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an: dann werdet ihr unverzüglich aus dem Land ausgetilgt sein, in das ihr jetzt über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Nicht lange werdet ihr darin leben. Ihr werdet vernichtet werden.

27 Der Herr wird euch unter die Völker verstreuen. Nur einige von euch werden übrig bleiben in den Nationen, zu denen der Herr euch führt.
28 Dort müsst ihr Göttern dienen, Machwerken von Menschenhand, aus Holz und Stein. Sie können nicht sehen und nicht hören, nicht essen und nicht riechen.

29 Dort werdet ihr den Herrn, deinen Gott, wieder suchen. Du wirst ihn auch finden, wenn du dich mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele um ihn bemühst.

Ps29,7
7 Die Stimme des Herrn sprüht flammendes Feuer,
8 die Stimme des Herrn lässt die Wüste beben, beben lässt der Herr die Wüste von Kadesch.
9 Die Stimme des Herrn wirbelt Eichen empor, sie reißt ganze Wälder kahl. In seinem Palast rufen alle:

O herrlicher Gott!

Mt 13,26-30
26 Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
27 Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?
28 Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
29 Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus.
30 Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.

Lk 12,49
Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!

Jak3,5
5 So ist auch die Zunge nur ein kleines Körperglied und rühmt sich doch großer Dinge. Und wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt.
6 Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt.

Mk9,49
Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
50 Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!


Lev6,2-6

Feuer

(hebr. 'esch, gr. pyr),

Hilfsmittel des tägl. Lebens in Haus und Handwerk ( Herd, Metalle, Schmied u.ä.), auch als wirksame Möglichkeit der Vernichtung im Kriege bekannt ( Festung, Abb. 3) und zT göttl. empfohlen (Dt 1316). Es wurde früher durch Aneinanderreiben von Holz, später durch Schlagen von Stahl auf Stein (2 Mkk 103) entfacht.

Wie in der Antike überhaupt, hat das F. im Bereiche bibl. Frömmigkeit rel. und kult. Bedeutung; es wird als wirksame Manifestation einer präsenten Macht zur Zerstörung oder Förderung des Lebens empfunden und gebraucht. Im Kultus bedient man sich, wie in einigen

anderen Religionen, so auch

im AT, des Feuers zum Vollzuge des Opfers (Lv 17ff). Das Altarfeuer durfte nie verlöschen, Gott selbst hatte es nach atl. Anschauung einst entzündet (Lv 62.9 924). Zugleich ist F. kult. Reinigungsmittel: Kleider Aussätziger sind zu verbrennen (Lv 1352.57; vgl. Nm 3123 Js 66); die Reste kult. verwendeter Tiere sind durch Verbrennung vor Profanierung zu schützen (Ex 1210 2934 Lv 412 u.ö.). Der Vernichtung durch F. wird überliefert, wer durch todeswürdige Sünde das Leben in der Gemeinschaft seines Volkes verwirkt hat (Lv 2014 219 Jos 715.25). F. ist ein Element, das als von Gott kommend und von ihm, seinem Wesen und seiner Nähe zeugend erfahren wird. Blitz ist F. Gottes (Hi 116; vgl. Ex 928 2 Kg 112 Ps 297). Der Lichtglanz des F.s tut Gottes herrl. Wesen kund (Gn 1517 Ex 32ff 1321 1918 2417 Ri 1320) und gibt Zeugnis vom Schrecken, der von seiner Majestät ausgeht (Dt 424 3222 Js 1017 Ez 2131 H 1229). Im brennenden Dornbusch, in der F.säule, auf dem Sinai offenbart sich Gott im F. (Ex 32 1321 1916ff usw.), ohne daß doch Naturelemente mit ihm selbst, dem Schöpfer aller Elemente, identifiziert würden (Ps 1044). Schließlich offenbart vernichtendes F. die richtende, strafende Nähe des Gottes, der sich nicht spotten läßt (s. zB Gn 1924 Ex 924 und vor allem die Drohworte der Propheten, zB Am 14.7 usw.). F. wird zum Zeichen eschat. Situationen und Bild für die prophet. Verkündigung des AT und NT von ihnen. Gott wird seine Feinde faktisch durch F. vernichten (Js 6615f Ez 3822 396 Ml 319); wie F. wird sein Zorn entbrennen (Jr 44 u.ö.).

Im Judentum

entwikkelte sich von hier aus die Vorstellung des Höllenf.s (1 Hen 1021f Bar (syr) 371 Jub 915) und des Weltenbrandes (Sib). Ähnliche Gedanken finden sich in den Qumrantexten (Hab.- Komm. 105) und in der rabbin. Lit.

Im NT kehren diese Gedanken wieder (Mt 1342 188f 2541 Mk 943.45.47 1 K 313.15 2 Th 18 H 1027 2 P 37 [Weltenbrand] Off 87 917f 115 usw.).

Der kommende Menschensohn wird mit dem hl. Geist und mit F. taufen (Mt 311 L 316). In diese Zshge. gehören auch Stellen, wie die vom Schicksal der unfruchtbaren Bäume (Mt 310 p 719 L 39 usw.); auch Jesu Erklärung, er sei gekommen, ein Feuer auf Erden anzuzünden, ist vermutl. in derartigem Sinne zu verstehen (L 1249). Metaphorisch bezeichnet F. bisw. menschl. Affekte wie Zorn, Sünde, Wollust usw. (Jk 35), ist aber auch Bild für Leiden im Sinne einer Läuterung, indem auf die Ambivalenz der zerstörenden und zugleich heilsamen Kräfte des F.s hingewiesen wird (Mk 949 1 P 17).
[Handwörterbuch: Feuer. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1882
(vgl. BHH Bd. 1, S. 480)

pfeilFinger

15 Da sagten die Wahrsager zum Pharao: Das ist der Finger Gottes. Doch das Herz des Pharao blieb hart und er hörte nicht auf sie. So hatte es der Herr vorausgesagt.

Dtn 9,10
10 Der Herr übergab mir die beiden Steintafeln, die mit dem Gottesfinger beschrieben waren. Auf den Tafeln standen alle die Worte, die der Herr am Tag der Versammlung auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch gesprochen hatte.

Jes 58,9-10
9 Wenn du dann rufst,
wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen:
Hier bin ich. Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest,

10 dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.

Lk11,19-20
19 Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.

20 Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.

 

 


Ex8,15

Finger

(hebr. 'esba', gr. dáktylos)

u.a. ein Mittel zum Ausdruck menschl. Verhaltens (Schmähgestus Js 589; geheime Verabredung Spr 613). Im Kultus wurde mit ihm Blut an die Hörner des Altars gestrichen (Ex 2912 u.ö.) oder vor Jahwe gesprengt (Lv 46.17 u.ö.; aus der Entfernung nur Nm 194).

Der FingerGottes ist wie Arm und Hand ein Symbol seiner Machterweise (Ex 815 3118 Dt 910 Ps 84 Dn 55); Jesus treibt durch ihn Dämonen aus (L 1120; nach Mt 1228 durch den Geist Gottes).
[Handwörterbuch: Finger. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1891
(vgl. BHH Bd. 1, S. 481-482)

pfeilFinsternis

2 die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.

Am 5,18-20
18 Weh denen, die den Tag des Herrn herbeisehnen.
Was nützt euch denn der Tag des Herrn?
Finsternis ist er, nicht Licht.

19 Es ist, wie wenn jemand einem Löwen entflieht
und ihn dann ein Bär überfällt; kommt er nach Hause
und stützt sich mit der Hand auf die Mauer,
dann beißt ihn eine Schlange.
20 Ja, Finsternis ist der Tag des Herrn, nicht Licht,
ohne Helligkeit ist er und dunkel.

Ps 18,29
29 Du, Herr, lässt meine Leuchte erstrahlen,
mein Gott macht meine Finsternis hell.

Lk1,76-79
76 Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.

77 Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken
in der Vergebung der Sünden.
78 Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

79 um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes,
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Mt 6,23
23 Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!

Gen1,2

Finsternis

(hebr. hoschek u.a., gr. skótos)

mit Nacht und Unterwelt verbundener Begriff, oft Kennzeichen des Chaos.

Das AT setzt die F. als von Gott ihrer Eigenmächtigkeit benommen und ins Werk der Schöpfung eingeordnet (Nacht) voraus (Gn 12 Js 457). Sie bleibt aber Bild des Schreckens (Am 518), des Unglücks (Ps 234), des Verderbens (Ps 887) und des Todes. Von da aus führen zwei Linien ins Judentum: F. als ethische Qualität (»finstere Wege«) und F. als Bereich des Bösen (Satan, Sünde). In den Qumrantexten finden sich beide Linien (»Wege d.F.«, »Söhne d.F.«, »Geister d.F.«) als Teil eines ethisch- kosm. Dualismus. In diese Richtung – aber erfüllt von der Gewißheit des Sieges über die Macht der Finsternis – gehen verschiedene Aussagen des NT (J 15 319 812 R 219 1312 E 58). Ganz anderer, nämlich physisch-materieller Art ist die Vorstellung, die sich iran. Dualismus, Gnosis und Manichäismus von der F. machten.
[Handwörterbuch: Finsternis. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1893
(vgl. BHH Bd. 1, S. 482)

pfeilFisch 2 Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben.
3 Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen.

Jona 2,1
Der Herr aber schickte einen großen Fisch, der Jona verschlang. Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches.

Mt7,8-11
8 Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.
9 Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet,
10 oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet?
11 Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.


Mt 17,27
27 Damit wir aber bei niemand Anstoß erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich.

Mt4,18-19
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.

19 Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
20 Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

 

Gen9,2-3

Fisch

(hebr. dag, gr. ichthýs), Fischfang

Das AT

zählt nicht nur die F.arten zu den .en, sondern auch andere Tierarten, die im Wasser leben (Gn 92), aber nur die mit Flossen und Schuppen durften verzehrt werden (Lv 119f). In Ägypten aßen die Israeliten als billige Nahrung F. (Nm 115). Das F.tor in Jerusalem trug seinen Namen wahrscheinl. deswegen, weil die Tyrier dort einen F.markt hatten (Neh 1316). Im NT erscheint der F. als wichtiges Nahrungsmittel (Mt 710 1417 L 2442 J 219). Der See Genezareth ist für seinen Reichtum an F.en bekannt, und F.fang ist dort sicherlich von jeher die hauptsächl. Erwerbsquelle gewesen. Am w. Ufer lag zZ Jesu die Stadt Taricheai (Faltkt. II, H 8), die wegen ihrer F.pökelanstalten bekannt war.

NT

Der Fisch war im Urchristentum und in der alten Kirche ein gern verwandtes Bild ( Symbol). Schon in den Evv ist der F. ein Symbol für den Gläubigen (Mt 419 p 1347 L 510 J 216), wobei man vielleicht an das Völkermeer und die Rettung daraus in ein höheres Leben gedacht hat. Später fand man es bedeutsam, daß das gr. Wort für F. (ichthýs) aus fünf Buchstaben besteht, die zugleich die Anfangsbuchstaben der gr. Worte »Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland« bilden.
[Handwörterbuch: Fisch. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1895
(vgl. BHH Bd. 1, S. 482-483)

pfeilFluch

2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.
3 Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.

Dtn28,15-20

Der Fluch für Ungehorsam:
Wenn du nicht auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst, indem du nicht auf alle seine Gebote und Gesetze, auf die ich dich heute verpflichte, achtest und sie nicht hältst, werden alle diese Verfluchungen über dich kommen und dich erreichen:

16 Verflucht bist du in der Stadt, verflucht bist du auf dem Land.
17 Verflucht ist dein Korb und dein Backtrog.
18 Verflucht ist die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackers, die Kälber, Lämmer und Zicklein.
19 Verflucht bist du, wenn du heimkehrst, verflucht bist du, wenn du ausziehst.
20 Verfluchtsein, Verwirrtsein, Verwünschtsein lässt der Herr auf dich los, auf alles, was deine Hände schaffen und was du tust, bis du bald vernichtet und bis du ausgetilgt bist wegen deines Tuns, durch das du mich böswillig verlassen hast.

Sach5,3-4
3 Da sagte er zu mir: Das ist der Fluch, der über die ganze Erde dahinfliegt. An jedem, der stiehlt, wird Rache genommen, dem Fluch entsprechend; und an jedem, der schwört, wird Rache genommen, dem Fluch entsprechend.

4 Ich habe den Fluch dahinfliegen lassen - Spruch des Herrn der Heere - und er wird eindringen in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen einen Meineid schwört. Und der Fluch wird im Innern seines Hauses bleiben und wird es vernichten samt Holz und Steinen.

Num22,4
5 Er schickte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor am Strom, ins Land seiner Stammesgenossen, um ihn rufen zu lassen. Er ließ ihm sagen: Aus Ägypten ist ein Volk herangezogen, das das ganze Land bedeckt und nun mir gegenüber sich niedergelassen hat.

6 Darum komm her und verfluch mir dieses Volk; denn es ist zu mächtig für mich. Vielleicht kann ich es dann schlagen und aus dem Land vertreiben. Ich weiß: Wen du segnest, der ist gesegnet; wen du verfluchst, der ist verflucht.

Jer 20,14-15
14 Verflucht der Tag, an dem ich geboren wurde;
der Tag, an dem meine Mutter mich gebar, sei nicht gesegnet.

15 Verflucht der Mann,
der meinem Vater die frohe Kunde brachte: Ein Kind, ein Knabe ist dir geboren!,
und ihn damit hoch erfreute.

Lk6,27-30
Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.

28 Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.
29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.
30 Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.


Jak3,7-10
7 Denn jede Art von Tieren, auf dem Land und in der Luft, was am Boden kriecht und was im Meer schwimmt, lässt sich zähmen und ist vom Menschen auch gezähmt worden;
8 doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, dieses ruhelose Übel, voll von tödlichem Gift.
9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind.

10 Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.


Mt21,19-22
19 Da sah er am Weg einen Feigenbaum und ging auf ihn zu, fand aber nur Blätter daran. Da sagte er zu ihm: In Ewigkeit soll keine Frucht mehr an dir wachsen. Und der Feigenbaum verdorrte auf der Stelle.

20 Als die Jünger das sahen, fragten sie erstaunt: Wie konnte der Feigenbaum so plötzlich verdorren?

21 Jesus antwortete ihnen: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, dann werdet ihr nicht nur das vollbringen, was ich mit dem Feigenbaum getan habe; selbst wenn ihr zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer!, wird es geschehen.

22 Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt.

Gen12,2-3

Fluch

(hebr. 'ala u.a., gr. katára)

ein oft von einer Analogiehandlung (Taf. 2a) begleitetes, unheilbringendes Wort. Der F.spruch ist ursprgl. wie eine zersetzende Substanz, die in den davon Getroffenen eindringt und von innen her zerstörend wirkt. Erst in einem späteren Stadium wird er den Göttern unterstellt und damit dem Kult zugeordnet. Die für die Gemeinschaft gefährliche Macht des F.es wird so eingedämmt. Damit tritt an die Stelle des direkten F.es der F.wunsch. Ursprgl. kann jeder fluchen, daneben besonders Machtbegabte (wie in der Bileam-Erzählung), schließlich im Kult nur noch der Priester. In den Hochreligionen tritt der F. mehr und mehr zurück. F.wirkungen sind alles nur denkbare Unheil (vgl. zB die Aufzählung Dt 2815–68); vor allem werden Krankheit, Tod und Mißlingen auf einen F. zurückgeführt. Der F. wirkt unbedingt, unwiderruflich und zeitlich unbegrenzt. Die Wirkung des F.es wird im Rechtsleben ins Positive gewandt; in Schwur und Eid sichert der F. die Aussage; Verträge werden durch F.androhung gesichert. Andererseits hat der Rechtlose und Vergewaltigte im F. eine gefährliche Waffe. Verfluchtsein bedeutet Isolierung, Ehrlosigkeit, Ausstoßung. In einem Einzelnen trifft ein F. dessen ganze Familie, er kann sich auf die Kinder vererben. Ein einziger Verfluchter ist eine Gefahr für die Gemeinschaft (Jos 7) oder das Land (gr. und röm.), wie Jona für das Schiff.

Im AT zeigt sich die Herkunft des F.es aus der Magie noch in vielen Spuren. Auch hier ist der F. ursprgl. selbstwirkendes Wort. Er wird auf ein Land gelegt (Dt 1129), frißt ein Haus (Sach 54), haftet an einer Stadt (Jos 628). Auch außerhalb Israels gibt es wirkende F.kraft (Nm 22–24). Der F. bestimmt das Schicksal ganzer Städte und Völker (Gn 926). Anders ist im AT, daß Gott sehr selten Subjekt des F.es ist, niemals Aufforderungen zum F. an Jahwe ergehen, der F. sich nie auf das Schicksal der Toten erstreckt, der F. nicht zu einem Dämon wird. – Der aus dem magischen Bereich kommende F. wurde in Israel dem Geschichtshandeln Jahwes untergeordnet. In Nm 22–24 bricht Jahwe die F.kraft und wandelt sie in Segen; in Gn 123 wendet Jahwe den F., der sich gegen Abraham richten könnte, auf den F.enden zurück. Gottes Handeln gegen Israels Feinde nach außen wird nur sehr selten als Verfluchung beschrieben. Vielleicht gab es einmal in der Frühzeit eine kult. Verfluchung der Feinde. An die Stelle des Verfluchens der Frevler tritt die Bitte an Jahwe um sein Eingreifen gegen sie. Eine für die Gemeinschaft wichtige Bedeutung bekommt der F. im Rechtsleben. Die F.reihe Dt 2715–22, dem apodiktischen Recht zugehörend, stellt eine Reihe schwerer Vergehen unter den bedingten F. Dieser gehört ebenfalls zum Ordal ( Gottesurteil) und zum Reinigungseid (bedingte Selbstverfluchung Eid). Der bedingte F. kann nun sogar gegen Israel selbst aufgerichtet werden, dem F. entsprechend, der einen Vertrag schützt (Dt 2815–68). – Daneben lebt der F. im Alltagsleben weiter (Ri 172 2 Sm 165 217). Der gegen Gott gerichtete F. kann zum Ausdruck äußerster Verzweiflung werden (Hi 29 31ff Jr 2014f). In der Spätzeit wird auch der bedingte F. nur noch angedeutet; schließlich wird jeder F. vermieden.

Das NT enthält nur noch Nachklänge an den F. Vor allem wird das F.en schlechthin verneint (L 628 R 1214 Jk 38–11). Die Vollmacht zum ›Binden‹, die den Jüngern gegeben isc (Mt 1619 1818 J 2023), bedeutet keine Vollmacht zur Verfluchung. An dem Gegensatz F.-Segen wird das Werk des Christus illustriert (G 36–14). Auch sind 1 K 1622 G 18 nicht prägnant als magische Verfluchung gemeint. Einmal ist das Verfluchtsein sogar Ausdruck höchster Opferwilligkeit (R 98). Jedoch der Untergang des Ananias (Apg 51–6) erinnert an Verfluchung im Sinn der tödlichen Ausstoßung, ebenso ist Jesu Verfluchung des Feigenbaumes eine F.handlung im alten Sinn (Mt 2119 p).
[Handwörterbuch: Fluch. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1915
(vgl. BHH Bd. 1, S. 488)

pfeilFrau
27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

 

Gen2,21
21 Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
22 Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
23 Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein /und Fleisch von meinem Fleisch. /Frau soll sie heißen, /
denn vom Mann ist sie genommen.
24 Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch.

Gen3,16
16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. /
Unter Schmerzen gebierst du Kinder. /
Du hast Verlangen nach deinem Mann; /
er aber wird über dich herrschen.

Gen16,5
5 Da sagte Sarai zu Abram: Das Unrecht, das ich erfahre, komme auf dich. Ich habe dir meine Magd überlassen. Kaum merkt sie, dass sie schwanger ist, so verliere ich schon an Achtung bei ihr. Der Herr entscheide zwischen mir und dir.

Ex15,20-21
20 Die Prophetin Mirjam, die Schwester Aarons, nahm die Pauke in die Hand und alle Frauen zogen mit Paukenschlag und Tanz hinter ihr her.
21 Mirjam sang ihnen vor: Singt dem Herrn ein Lied, /
denn er ist hoch und erhaben! /
Rosse und Wagen warf er ins Meer.

2.Kön 22,14-17
14 Da gingen der Priester Hilkija, Ahikam, Achbor, Schafan und Asaja zur Prophetin Hulda. Sie war die Frau Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Verwalters der Kleiderkammer, und wohnte in Jerusalem in der Neustadt. Die Abgesandten trugen ihr alles vor
15 und sie gab ihnen diese Antwort: So spricht der Herr, der Gott Israels: Sagt zu dem Mann, der euch zu mir geschickt hat:
16 So spricht der Herr: Ich bringe Unheil über diesen Ort und seine Bewohner, alle Drohungen des Buches, das der König von Juda gelesen hat.
17 Denn sie haben mich verlassen, anderen Göttern geopfert und mich durch alle Werke ihrer Hände erzürnt. Darum ist mein Zorn gegen diesen Ort entbrannt und er wird nicht erlöschen.

Apg16,13-15
13 Am Sabbat gingen wir durch das Stadttor hinaus an den Fluss, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten. Wir setzten uns und sprachen zu den Frauen, die sich eingefunden hatten.
14 Eine Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; sie war eine Gottesfürchtige und der Herr öffnete ihr das Herz, sodass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte.
15 Als sie und alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren, bat sie: Wenn ihr überzeugt seid, dass ich fest an den Herrn glaube, kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie drängte uns.

Eph5,25-30
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat,

26 um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen.

27 So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos.
28 Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
29 Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.
30 Denn wir sind Glieder seines Leibes.

 

Gen1,27

Frau

(hebr. 'ischscha, gr. gyne).


AT

Nach dem AT als ergänzendes Gegenstück zum Manne geschaffen (Gn 127 218ff), ist die Frau in Israel in die Organismen Ehe und Familie eingeordnet, deren Mittelpunkt der Mann ist: der Vater, dessen Autorität die unverheiratete F. in der elterl. Familie untersteht ( Jungfrau, Tochter), der Ehemann, der der »Herr« (ba'al) der verlobten und verheirateten F. ist ( Verlobung; Ex 2122 Dt 244 u.a.; vgl. Gn 316), dem sie folgt, auch wenn er als Sklave verkauft (Ex 213; vgl. Mt 1825) oder freigelassen wird (Ex 213), der die Gelübde seiner F. lösen kann (Nm 307ff; das Gelübde einer verstoßenen F. oder einer Witwe besitzt indessen bindende Kraft, V. 10) usw.

( Ehe, Ehebruch, Ehescheidung, Polygamie). Innerhalb der Familie hat die F. eine einflußreiche Stellung (Gn 165f 275ff Ex 2012 1 Kg 111ff 215ff 2 Kg 48ff 818 Am 41ff), bes. als Mutter (Ex 2012 Dt 516 2118ff). Isr. F.en, die in der Geschichte eine Rolle spielen (Debora Ri 44ff, Hulda 2 Kg 2214–20, Esther) oder sogar königl. Gewalt besitzen (2 Kg 111ff), sind im AT bemerkenswerte Einzelerscheinungen. Auch im rel. Leben des Volkes hat die F. durchaus ihren festen Platz (Ex 1520f 2 Kg 2214ff u.a.), tritt jedoch bei den offiziellen Kulthandlungen in den Hintergrund.

NT

Nach dem NT spielt die Frau im Missionswerk und im Gemeindeleben der Urkirche eine beachtenswerte Rolle (zB Apg 1612ff 1826 R 161f 1 T 59f).

Sie steht an der Seite ihres Mannes als Miterbin der Gnade (1 P 37; vgl. L 750 81–3 2349.55 J 427 u.a.), denn in Christus ist weder Mann noch Weib (G 328). Gleichwohl macht das NT auch Unterschiede. Jesus erwählt nur Männer zu seinen Aposteln. In den Briefen werden die F.en aufgefordert, sich ihren Männern unterzuordnen (E 522ff Kol 318 1 T 211ff Tt 25 1 P 31ff). Im Ggs. zum Manne soll die F. während des Gebets oder der Weissagung auf ihrem Haupt eine »Macht« haben (1 K 114ff); in der Gemeinde hat sie zu schweigen (1434ff); sie darf nicht als Lehrende auftreten (1 T 212). Wenn im NT die Verschiedenheit von Mann und F. in dieser Weise betont wird, geschieht das im Blick auf ihr gegenseitiges Zus.wirken in Ehe oder Gemeinde. In beiden Fällen handelt es sich um Gemeinschaftsformen, die nach ntl. Auffassung organischen Charakter haben, was in dem Vergleich mit einem Körper und seinen verschiedenen Gliedern zum Ausdruck kommt (1 K 1212ff G 328 b; Ehe). Von der Schöpfungsgeschichte aus wird hierbei der Mann, der der erste Mensch war, als das »Haupt« der F. bezeichnet (1 K 113ff 1 T 212fE 522ff). Mit diesen differenzierenden Bestimmungen fällt das NT aber kein Werturteil. 1 K 1528 weist dem Christus im Rahmen letztzeitl. Gottesherrschaft über alles einen Gottvater untergeordneten Platz mit der gleichen Vokabel zu, die von der Stellung der F. zu ihrem Manne benutzt wird. Es handelt sich um eine schöpfungsmäßige Ordnung, nach welcher für Mann und F. nicht verschiedene Rechte, sondern unterschiedl. Verantwortungen gelten (vgl. E 521ff). In Christus ist diese Ordnung vollendet: Ihrer Prägung durch die Gemeinschaft mit Christus entsprechend kann von der F. die ehel. Unterordnung unter den Mann erwartet werden (E 522), und der Mann wird seiner F. gegenüber zu einer Liebe in Entsprechung zu der, mit der Christus die Gemeinde geliebt hat, aufgefordert (25). Jungf., Magd, Mutter, Nebenf., Schwester, Tochter, Witwe.

[Handwörterbuch: Frau. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1943
(vgl. BHH Bd. 1, S. 495-496)

pfeilFreiheit

7 Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid.
8 Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
9 Jetzt ist die laute Klage der Israeliten zu mir gedrungen und ich habe auch gesehen, wie die Ägypter sie unterdrücken.
10 Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!

 

1.Makk 14,26
26 Denn er, seine Brüder und seine ganze Familie waren uns Halt und Stütze. Er hat den Kampf gegen Israels Feinde geführt und sie vertrieben und mit seinen Brüdern dem Volk die Freiheit errungen. Man fertigte Bronzetafeln an, die man auf dem Berg Zion an Säulen befestigte

Jes25,6-9
Der Herr der Heere wird auf diesem Berg /
für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, /
ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, /
mit besten, erlesenen Weinen.
6f.10: Der «Berg» ist der Zion. Hülle und Decke sind Zeichen der Trauer.
7 Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, /
und die Decke, die alle Völker bedeckt.
8 Er beseitigt den Tod für immer. /Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. /
Ja, der Herr hat gesprochen.

1.Kor12,13
13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

Gal 4,1-7
1 Ich will damit sagen: Solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in keiner Hinsicht von einem Sklaven, obwohl er Herr ist über alles;
2 er steht unter Vormundschaft, und sein Erbe wird verwaltet bis zu der Zeit, die sein Vater festgesetzt hat.
3 So waren auch wir, solange wir unmündig waren, Sklaven der Elementarmächte dieser Welt.

4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt,

5 damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.

6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater.

7 Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.

 

Ex3,7-10

Freiheit

(hebr. pada u.a., auch ga'al »lösen«, gr. eleutheria, entweder »Bewegungsfähigkeit« [eleúsomai »werde gehen«] oder »Volksangehörigkeit« [*leudh »Leute«], Ggs. von Gefangenschaft).

Im AT ist der Erlösungsgedanke von zentraler Bedeutung. Die Befreiung aus Ägypten (Ex 38) war eine durch Jh.e lebendige Erinnerung (Hos 111 usw.). Am jährl. Fest wurde der Befreiung von allerlei bösen Mächten gedacht (Ps 23 3310), und solche Feiern bestärkten die Hoffnung auf endzeitl. Erlösung (Js 256–9 u.a.).

In der griech. Welt wurde der Begriff ursprgl. soz. gefaßt (Homer) und in der klass. Zeit ein polit.- demokrat. Ideal: der Staat als Gemeinschaft der Freien (Aristoteles), der Vollbürger, die Stimme haben und Ämter bekleiden können. Nach den Perserkriegen entwickelten Philosophen (Zyniker, Stoiker) das Ideal der inneren Freiheit.

Im Judentum der Diaspora, dem sich das F.sproblem oft konkret stellte, geschah zT eine merkwürdige Verschmelzung jüd. und gr. Elemente. ZB wurde an den Makkabäern aufgezeigt, daß die fromme Vernunft Herr der Begierden sei und jene »freier als Freie« waren (4 Mkk 142). Philo schrieb eine Abhandlung über die F. des Weisen. Neben dem richtigen Denken sah er auch in der ekstat. Schau einen Weg zur F. Das atl. Gesetz sei ihr Grund und die Patriarchen seien ihre Vertreter.

Im NT erscheinen Worte für Freiheit an 40 Stellen, davon 27 bei Paulus. F. beruht nicht auf der Abrahamssohnschaft, sondern auf der Tat des Gottessohnes (J 831–36). Der soz. Ggs. zw. Freien und Sklaven (Off 1918) ist in der Kirche aufgehoben (1 K 1213 G 328 E 68 Kol 311 Phm). Gott hat die Seinigen befreit und von den bösen Mächten der Sünde, des Todes, des Gesetzes, der Weltelemente erlöst (G 43). Häufiger als Philo verwendet Paulus das Verb befreien, an das AT anknüpfend.

1.

Die Gottestat der Befreiung ist ein für allemal in Jesu Tod und Auferstehung vollendet, was als Freudenbotschaft verkündigt wird (R 82–4). Sie wird auch in der Taufe erlebt (617–22). Ferner begründet sie die eschat. Hoffnung auf eine F. für die ganze Welt (819–22).

2.

Die Manifestation der F. ist die Kirche. Sie hat im Geist das Bewußtsein, Gottes Volk (G 24 2 K 317–18) und die rechte Erbin der atl. Verheißungen zu sein (G 421–31). Ja, die Christen sind schon Bürger der himml. Welt (G 426 Ph 320).

3.

Als frei ist der Christ eine Neuschöpfung, hat aber keine absolute F., sondern ist »Sklave der Gerechtigkeit« geworden (R 618), soll am Glauben festhalten und in der Liebe dienen (G 51.13). 4. Der Apostel selbst ist Typus eines wirklich Freien, so in seiner Selbständigkeit gegenüber Menschen (1 K 91) wie in seinem Dienst an den Brüdern (1 K 919).
[Handwörterbuch: Freiheit. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1950
(vgl. BHH Bd. 1, S. 498)

pfeilFremder
4 In die Versammlung des Herrn darf kein Ammoniter oder Moabiter aufgenommen werden, auch nicht in der zehnten Generation. Niemals dürfen ihre Nachkommen in die Versammlung des Herrn aufgenommen werden;
5 denn sie sind euch nicht mit Brot und Wasser auf dem Weg entgegengegangen, als ihr aus Ägypten zogt, und Moab hat Bileam, den Sohn Beors, aus Petor in Mesopotamien gedungen und gegen dich ausgesandt, damit er dich verfluchte -

6 doch der Herr, dein Gott, hat sich geweigert, Bileam zu erhören, und der Herr, dein Gott, hat für dich den Fluch in Segen verwandelt; denn der Herr, dein Gott, liebt dich.

Gen19,1-3
1Die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom. Lot saß im Stadttor von Sodom. Als er sie sah, erhob er sich, trat auf sie zu, warf sich mit dem Gesicht zur Erde nieder
2 und sagte: Meine Herren, kehrt doch im Haus eures Knechtes ein, bleibt über Nacht und wascht euch die Füße! Am Morgen könnt ihr euren Weg fortsetzen. Nein, sagten sie, wir wollen im Freien übernachten.
3 Er redete ihnen aber so lange zu, bis sie mitgingen und bei ihm einkehrten. Er bereitete ihnen ein Mahl, ließ ungesäuerte Brote backen und sie aßen.

Ex22,20-23
Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen.
21 Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen.
22 Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören.
23 Mein Zorn wird entbrennen und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden.

Esra10,14
11 So legt nun vor dem Herrn, dem Gott eurer Väter, ein Bekenntnis ab und tut, was er wünscht: Trennt euch von der Bevölkerung des Landes, insbesondere von den fremden Frauen!
12 Darauf antwortete die ganze Gemeinde laut: Alles, was du uns gesagt hast, müssen wir tun.
13 Aber es sind viele Menschen und es ist Regenzeit; da kann man nicht im Freien bleiben und die Angelegenheit ist nicht an einem oder zwei Tagen abzumachen. Denn viele von uns haben sich in dieser Sache verfehlt.
14 Unsere Vorsteher sollen darum die ganze Gemeinde vertreten. Alle, die in unseren Städten fremde Frauen geheiratet haben, sollen dann zu festgesetzten Zeiten herkommen, dazu die Ältesten und Richter jeder einzelnen Stadt, bis wir den Zorn unseres Gottes, der wegen dieser Sache entbrannt ist, von uns abgewendet haben.

Mt2,7-11
7 Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
8 Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
9 Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
10 Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
11 Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

2.Kor5,8-10

8 Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein.

9 Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind.
10 Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

2.Kor 6,12-14
12 In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen.
13 Lasst doch als Antwort darauf - ich rede wie zu meinen Kindern - auch euer Herz weit aufgehen!
14 Beugt euch nicht mit Ungläubigen unter das gleiche Joch! Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam?

Dtn23,4-6

Fremder

(hebr. zar »abweichend«, nokri »auffällig«, ger »Beisasse«; gr. allótrios »andersartig«, pároikos »Beisasse«, xénos »Gast«) eine außenstehende oder in die Gemeinschaft evtl. nur mit Vorbehalt aufgenommene Person. In mehreren Sprachen weisen die entspr. Wörter eine Spannung auf (hebr. zar ein Außenstehender und auch Feind; gr. xénos F. und auch Gast; lat. hostis F. oder Feind).

Fremdartiges wurde seit alters als feindlich empfunden. Wie man dazu kam, sich gegen den Fremden nicht nur durch Vernichtung oder Abwehrzauber zu wehren, sondern dessen Gefährlichkeit auch durch Gastfreundschaft zu bannen, läßt sich kaum mehr erraten.

Im Orient haben sich die alten Vorstellungen bis in unsere Zeit erhalten. Noch vor dem zweiten Weltkrieg kannte die Gastlichkeit keine Grenzen, aber Kinder und Frauen wurden vor dem F. versteckt oder gegen seinen bösen Blick durch Amulette geschützt. Wie es bereits zur isr. Königszeit in Samaria ein bes. Viertel für aram. Kaufleute gab und entsprechend für isr. in Damaskus (1 Kg 2034), so gibt es noch in unserer Zeit in Jerusalem verschiedene Viertel für Araber, Armenier, Juden und Christen. Man duldet also einander, bleibt aber einander fremd. Man tut es, weil es ein fremdes Seelenleben gibt, das man in sich nicht aufnehmen kann, ohne daß der Frieden, die Harmonie der Seele des einzelnen, der Sippe oder sogar des Volkes, verlorengeht.

Im AT

rechnet man mit einer genauen Abstufung des Fremden. Bei der isr. Landnahme sollten Amalekiter und Kanaanäer ausgerottet werden. Ammoniter und Moabiter durften ihr Leben weiter fristen, nie aber Israel einverleibt werden, dagegen Edomiter und Ägypter »im dritten Gliede der Gemeinde Jahwes angehören« (Dt 234–9 2517–19). Hier spielt das Motiv des Heiligen hinein, das dem F. eine Grenze setzt. Nur das kult. Reine ist für die volle Gemeinschaft tauglich. Der Zureisende wartete am Tor, bis jemand ihn zu Gast lud; nur dadurch wurde ihm Obdach und Schutz gesichert (Gn 191f). Von einem Einwanderer (hebr. nokri) durfte man Zins nehmen (Dt 2321). Ein »in den Toren« wohnender Beisasse (hebr. ger) hatte mehr Rechte und Pflichten (Lv 1629), konnte Häuser besitzen (Gn 199), bekam aber kein volles Bürgerrecht (Lv 2535). Wenn er unbescholten ist, soll ihm aber in der Not geholfen werden wie Witwen und Waisen (Ex 2221f). Später, als die Religion der konstitutive Faktor wurde, hatte auch der F. Aussicht, als Proselyt in das Volk eingegliedert zu werden (Js 563).

Dem mit levit. Eifer restaurierten Judentum (Esr 101–44 Neh 131–31), das doch immer wieder mit F.völkern in Berührung kam, wurde das Verhältnis zu F.n im Ausland und in Palästina ein heikles Problem (Dn 18 1 Mkk 140). Abstandnahme wurde befürwortet (Sir 821 1136 Est 311), war aber nicht immer durchführbar. Man bemühte sich auch um die Gewinnung der F.n apologetisch (Arist; Jos) und missionarisch (Traktat Gerim; StB s.v. Proselyten). –

Das NT weiß von der jüd. Abstandnahme (Mt 277 E 212), wählt aber gerade die F.n zum Gegenstand der Barmherzigkeit und Mission (Mt 2535 L 1718 E 219). Außerdem wird der Begriff F. auf das Gottesvolk selbst übertragen: wie einst die Patriarchen in Kanaan (Gn 234 H 1113) und Israel in der Zerstreuung (Apg 76.29), sind die Christen in der Welt F. und Beisassen mit Heimatrecht im Jenseits (2 K 58 Ph 320 1 P 11 Jk 11). Das kann wiederum Abstandnahme erheischen (2 K 614 1 P 211).


[Handwörterbuch: Fremder. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1955
(vgl. BHH Bd. 1, S. 499)

pfeilFreude 8 Ich habe den Herrn beständig vor Augen. /
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.
9 Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; /
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
10 Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; /
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

11 Du zeigst mir den Pfad zum Leben. /
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, /
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Jes12,2-6
2 Ja, Gott ist meine Rettung; /
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. /
Er ist für mich zum Retter geworden.

3 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude /
aus den Quellen des Heils.
4 An jenem Tag werdet ihr sagen: /
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht seine Taten unter den Völkern bekannt, /
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!
5 Preist den Herrn; /
denn herrliche Taten hat er vollbracht; /
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
6 Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion; /
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.

Lk2,11-13
11 Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.

12 Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
13 Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:

14 Verherrlicht ist Gott in der Höhe /
und auf Erden ist Friede /
bei den Menschen seiner Gnade.

Off 19,7-8

7 Wir wollen uns freuen und jubeln /
und ihm die Ehre erweisen. Denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes /
und seine Frau hat sich bereit gemacht.

8 Sie durfte sich kleiden in strahlend reines Leinen. /
Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen.

Ps16,8-11

Freude

(hebr. simha u.a., gr. chará) nur zT emotionaler Begriff.

Im AT

wird oft und mit Nachdruck hervorgehoben, daß der Fromme seine F. in Gott finde (Ps 1611 u.ö.). Dabei ist die F. oft kult. (zB Neh 1243 1 Mkk 456), zT eschatol. (Js 123); Jubel.

NT

Die Haltung des NT ist in noch höherem Maße von der Freude bestimmt: F. über und in Christus. Die Verkündigung Jesu und über Jesus ist ein Ev, eine Botschaft der F. (L 210). In den Bildreden Jesu wird das Gottesreich oder die Seligkeit oft als Gastmahl oder Hochzeitsfeier geschildert (Mt 811 usw.), für den Orientalen ein Anlaß zu bes. F. Paulus nennt die F. eine Frucht des hl. Geistes (G 522); den Ph kann man mit Recht als einen Brief der F. bezeichnen (Ph 44). Die christl. Hoffnung richtet sich auf die vollkommene F. in der Ewigkeit (Off 197).
[Handwörterbuch: Freude. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1957
(vgl. BHH Bd. 1, S. 499)

pfeilFriede

23 Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
24 Der Herr segne dich und behüte dich.
25 Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
26 Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.

Ri 6,24

24 Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der Herr ist Friede. Der Altar steht bis zum heutigen Tag in Ofra, (der Stadt) der Abiësriter.

Jer 9,7
7 Ein tödlicher Pfeil ist ihre Zunge, trügerisch redet ihr Mund; «Friede», sagt man zum Nächsten, doch im Herzen plant man den Überfall.

Jes53,3-4
3 Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden,
ein Mann voller Schmerzen,
mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.
4 Aber er hat unsere Krankheit getragen  und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen,
von ihm getroffen und gebeugt.

Mt10,34-38
34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;

36 und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.

38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

Joh14,26-27
26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

Off21,1-4
Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.

2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.

4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.

 

Friedefürst

Jes9,3-5
3 Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.

4 Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers.
5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter;
man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott,
Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.

Num6,23-27

Friede

(hebr. schalom, gr. eirene).

Im AT

hat das hebr. Wort einen viel weiteren Begriffsumfang als »F.« und bedeutet Heil, Wohlbefinden. So kann vom Heil eines Krieges, seinem guten Fortgang gesprochen werden (2 Sm 117), aber auch vom F.n als seinem Abschluß (1019). Der »Mann meines F.ns« ist Freund und Tischgenosse (Ps 4110 Jr 3822, Luther »Tröster«). Der F.nswunsch im Gruß (Ri 623 Gn 2629) und im Gottessegen (Nm 626) bedeutet Zuwendung des Gottesheils. Jahwe selbst ist F. (Ri 624), stiftet den Bund des F.ns (Js 5410 u.ö.) und nimmt ihn dem sündigen Volk (Jr 165). Falsche Propheten täuschen F.n vor, wo kein F. ist (Jr 614 u.ö.). Die Züchtigung, die den Knecht Gottes traf, bringt uns F.n (Js 533). Der Fromme hat ihn (Ps 119165). Das Gottesreich besteht in Gerechtigkeit und F. (8511), der in der Endzeit zur Vollendung kommt (Js 5410.13), wenn der F.nsfürst herrschen wird (Js 95).

NT

Der Begriff des F.ns im NT ist bestimmt durch den Ggs. von Gott und Welt. In ihm bedeutet das Zeugnis von der Herrschaft Gottes Kampf, nicht F.n (Mt 1034 L 1251). Die Geburt des Heilandes aber bringt – in lukanischer Sicht – den F.n auf Erden (214), der Kreuzestod Jesu Christi – in paulin. Sicht – den F.n für den ganzen Kosmos (Kol 120). An diesem F.n hat der einzelne teil durch die Rechtfertigung (R 51), durch den hl. Geist (86 G 522), in der gläubigen Aufnahme des Kreuzes Christi als Nachfolge (vgl. Mt 1129fR 51–5), im F.nstiften (59),in der Liebe als der Verwirklichung der Gemeinschaft (E 43). Am Ende der Welt ist der F. in dem leidlosen Zustand des neuen Himmels und der neuen Erde gleichsam überholt (Off 211–4). Die Nähe des Herrn (Ph 45 Off 13) aber gibt dem ›F.n Gottes‹ den eschat. Charakter. Er ist höher ›als alle Vernunft‹ (Ph 4 0); er ist den zu Jesus Christus Gehörenden mitten in der Bedrängnis der Welt und in ihre Furcht hinein als Gottesf.n gegeben (J 1427 1633). Denn Gott ist der Gott des Friedens (R 1533 u.ö.). Gnade und F.n gehören zusammen und sind in gleicher Weise Gottes Gabe. Sie werden in den Briefeingängen zum Segenswunsch und Gruß.
[Handwörterbuch: Friede. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1964


 

Friedefürst

(hebr. sar schalom)

einer der vier Würdenamen, die der Messias zusammen mit der Herrschaft empfängt (Js 95). Nach dem Sinn des Wortes im Hebr. geht der Titel nicht nur auf die Schaffung eines politischen Friedens, der den Krieg ausschließt, sondern auch auf die Stiftung von Wohlstand und Glück.
[Handwörterbuch: Friedefürst. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1965
(vgl. BHH Bd. 1, S. 500-501)


pfeilFußwaschung

2 Er blickte auf und sah vor sich drei Männer stehen. Als er sie sah, lief er ihnen vom Zelteingang aus entgegen, warf sich zur Erde nieder
3 und sagte: Mein Herr, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, geh doch an deinem Knecht nicht vorbei!
4 Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen.

Joh 12,3
3 Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.

Joh13,12-17
12 Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
13 Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.

15 Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
16 Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.

17 Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.

 

Gen18,2-4

Fußwaschung,

ein vor der Mahlzeit üblicher Brauch. Es ist Pflicht der Höflichkeit, dem Gast Wasser reichen zu lassen; die F. zu vollziehen, ist Sache der Dienenden (Gn 184 L 744); sie ist »gutes Werk« als Dienstleistung (1 T 510). Die von Jesus ausgeführte F. (J 131–16) ist im Sinne der Dienstleistung (Mk 1045) zu verstehen; zugleich aber ist sie »Zeichen« für das ganze »Da-sein Jesu für viele«, Vollzug der Gottesgemeinschaft. Sie wurde in der alten Kirche als Mandatum verstanden und sakramental gedeutet.
[Handwörterbuch: Fußwaschung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1993
(vgl. BHH Bd. 1, S. 506)

 
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