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Auf diesen Seiten findest du, alphabetisch sortiert, Erläuterungen zu biblisch-historischen Fachbegriffen.
   
   
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Stichwort

Bibeltext
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Erklärung
Ebenbild
Ehe
Eid
Eifer
Eigentum
Elia
Elisabeth
Eltern
Endzeit
Engel
Erbe
Erde
Erfüllung
Erkenntnis
Erlösung
Erwählung
Ewigkeit

26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

Dt 4,16 -20
16 Lauft nicht in euer Verderben und macht euch kein Gottesbildnis, das irgendetwas darstellt, keine Statue, kein Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens,

17 kein Abbild irgendeines Tiers, das auf der Erde lebt, kein Abbild irgendeines gefiederten Vogels, der am Himmel fliegt,
18 kein Abbild irgendeines Tiers, das am Boden kriecht, und kein Abbild irgendeines Meerestieres im Wasser unter der Erde.
19 Wenn du die Augen zum Himmel erhebst und das ganze Himmelsheer siehst, die Sonne, den Mond und die Sterne, dann lass dich nicht verführen! Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen. Der Herr, dein Gott, hat sie allen anderen Völkern überall unter dem Himmel zugewiesen. 20 Euch aber hat der Herr genommen und aus dem Schmelzofen, aus Ägypten, herausgeführt, damit ihr sein Volk, sein Erbbesitz werdet wie ihr es heute seid.

Hos 4,12
12 Es befragt sein Götzenbild aus Holz, /von seinem Stock erwartet es Auskunft. Ja, der Geist der Unzucht führt es irre. /
Es hat seinen Gott verlassen /
und ist zur Dirne geworden.

Ps8,5-6
5 Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, / des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

6 Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, /
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

Weish 2,23

23 Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen
und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht.

Weish 7,25-27
24 Denn die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung; /
in ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles. 25 Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes /
und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers; /
darum fällt kein Schatten auf sie.
26 Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, / der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, /
das Bild seiner Vollkommenheit.
27 Sie ist nur eine und vermag doch alles; / ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Von Geschlecht zu Geschlecht tritt sie in heilige Seelen ein / und schafft Freunde Gottes und Propheten;

2Kor 4-6
3 Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen;

4 denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz der Heilsbotschaft nicht auf, der Botschaft von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Ebenbild ist.

5 Wir verkündigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen.
6 Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi.

Kol 1,12-20
Loblied auf Christus, das Ebenbild Gottes:

Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.

13 Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
14 Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes,
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

16 Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.

17 Er ist vor aller Schöpfung,
in ihm hat alles Bestand.
18 Er ist das Haupt des Leibes,
der Leib aber ist die Kirche.
Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten;
so hat er in allem den Vorrang.

19 Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen,
20 um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, / der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Jak 3,7-9
7 Denn jede Art von Tieren, auf dem Land und in der Luft, was am Boden kriecht und was im Meer schwimmt, lässt sich zähmen und ist vom Menschen auch gezähmt worden;
8 doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, dieses ruhelose Übel, voll von tödlichem Gift.
9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind.


Gen1,26

Ebenbild, Abbild

(hebr. tabnit »Modell«

Ex 259; »A.« Dt 416–18; selem plastische Abbildung 1 Sm 65 Ez 1617; gemaltes Menschenbild Ez 2314; d·mut »Ähnlichkeit« 2 Kg 1610 Js 4018 Ez 23 15 2 Ch 43; gr. parádeigma, homoíoma, eikon).

Im AT besagen die hebr. Wörter, wo sie ein A. als E. seines Vorbilds erklären, die Wesensgleichheit von Vorbild und A., die sich in der körperl. Gleichheit ausweist (2 Kg 1610). So ist: der Mensch wesensgleiches E. der Elohimwesen (Gn 126f) und als solches Gottes Hoheitszeichen auf Erden (Ps 86); das Heiligtum E. seines geschauten Modells und hat als solches seine Würde (Ex 258–40); das Götzenbild E. seines vergänglichen Vorbilds und erweist als solches seine Nichtigkeit (Nm 2352 Ez 1617). Bild.

Lit.: K.-H. Bernhardt: Gott u. Bild ('56) – W. F. Albright: Die Rel. Israels im Lichte d. archäol. Ausgr. ('56).
S. Lehming
[Handwörterbuch: Abbild, Ebenbild. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 136
(vgl. BHH Bd. 1, S. 4)

 

Im Judentum

Die Gott-E.lichkeit bezeichnet im Judentum das formal verstandene Humanum: sittl. Erkenntnis und Wahlfreiheit (Sir 171ff 2 Hen 652), d.h. die Möglichkeit, nach dem Gesetz leben zu können. Die Lehre von Verdienst und Vergeltung baut auf dieser Vorstellung auf. Von einer verlorenen E.lichkeit redet man nur in dem Sinne, daß Verlust, Wiedergewinnung und Bewahren derselben vom Verhalten zum Gesetz abhängig ist. In der Geschichtsinterpretation ist die Imago die Adam gegebene Weltherrschaft, die Israel als Erbe weitergegeben wird (4 Esr 654ff Jub 214 2 Bar 1418 157). In der Weisheitsliteratur wird die Imago auch Bezeichnung der hypostas. göttl. Weisheit (Wsh 725f). Bestimmend ist das neue Verständnis bei Philo: der Logos als Mittler und Offenbarer ist das A. Gottes und das Vorbild des Intellekts (Leg. alleg. III, 96; Quis rer. div. 230ff); die abbildl. Vorstellungen der Seele betrachtend, kann der Mensch zur Gotteserkenntnis vordringen (Leg. alleg. I, 38; De op. mund. 69ff). In der Gnosis heißt dann Bild Inerscheinungtreten des Abgebildeten. Durch eine Selbstvermannigfaltigung der höchsten Gottheit wird der göttl. Urmensch (Sophia, Logos etc.) zu ihrem himml. Abbild geboren (Apokr J 271ff; Hermetica I, 12); dieser Ausfluß des Urseins hat soteriol.- anthropol. Sinn, indem der Mensch seinerseits als A. des himml. Menschen verstanden wird (Hermetica I, 12–15; Hipp Ref VI, 14–17). E.lich zu sein heißt, daß der himml. Mensch als Pneuma in den Menschen (Gnostikern) lebt und das wahre Ich ausmacht. Durch das innere E. hat der Mensch das sich selbst erlösende Wissen um seinen göttl. Wesenskern.

 

Im NT

Die christolog. Interpretation des Schöpfungsberichtes

im NT stellt den erhöhten Christus als Gottes E. dar (2K 44 Kol 115 H 13); dadurch wird die Göttlichkeit Christi bezeugt. Gott ist als Schöpfer und Regierer in Christus als E. anwesend (Kol 115). Durch die Predigt oder in der Taufe wird ferner der Mensch zum A. Christi geschaffen (2 K 318 Kol 39fE 422ff). Dieses Anziehen des »neuen Menschen« heißt, daß Christus in den Gläubigen wohnt, in der hellenist. Gemeinde als eine sakramentale Konformität verstanden. Sonst wird der Mensch erst in der leibl. Auferstehung zum A. Christi, wobei die Konformität den pneumatischen Vollkommenheitszustand schildert (R 829f 1K 1549). An diese soteriol. Interpretation knüpft die ethische an: Die E.lichkeit wird paränetisches Motiv, indem die Christusgleichheit als Grundlage des christl. Lebens verstanden wird (E 422ff Kol 39f). Eben der Verlust des ursprgl. Doxa- A.s begründet, warum der Mensch nicht imstande ist, der Gerechtigkeitsforderung Gottes nachzuleben, und dem Zorn Gottes ausgeliefert wird (R 123). Nach der Schöpfungsordnung ist zunächst der Mann A. Gottes, was für die gottesdienstl. Ordnung bestimmend wird (1 K 117). In einer Mahnung zur Nächstenliebe kann aber auch eine jedem Menschen anhaftende Gott- E.lichkeit vorausgesetzt werden (Jk 39).
[Handwörterbuch: Abbild, Ebenbild. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 138
(vgl. BHH Bd. 1, S. 5)




pfeilEhe

27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

Gen1,24
22 Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
23 Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein
und Fleisch von meinem Fleisch.
Frau soll sie heißen,
denn vom Mann ist sie genommen.
[denn . . .: Die Ausdrücke für Mann (isch) und Frau (ischáh) sind im Hebräischen ähnlich.

Gen24,2
2 Eines Tages sagte er zum Großknecht seines Hauses, der seinen ganzen Besitz verwaltete: Leg deine Hand unter meine Hüfte!
[Die Hand unter die Hüfte legen: eine Schwurgebärde].
3 Ich will dir einen Eid beim Herrn, dem Gott des Himmels und der Erde, abnehmen, dass du meinem Sohn keine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nimmst, unter denen ich wohne.
4 Du sollst vielmehr in meine Heimat zu meiner Verwandtschaft reisen und eine Frau für meinen Sohn Isaak holen.

Jes54,5

5 Denn dein Schöpfer ist dein Gemahl,
«Herr der Heere» ist sein Name. Der Heilige Israels ist dein Erlöser, «Gott der ganzen Erde» wird er genannt.

6 Ja, der Herr hat dich gerufen
als verlassene, bekümmerte Frau. Kann man denn die Frau verstoßen, / die man in der Jugend geliebt hat?, spricht dein Gott.

7 Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen,
doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.

Mt19,4-6
4 Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat

5 und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein?

6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Kol 3,18-19
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt.

19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht aufgebracht gegen sie!

1.Kor 7,14

Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt und die ungläubige Frau ist durch ihren gläubigen Mann geheiligt. Sonst wären eure Kinder unrein; sie sind aber heilig.

Mt 22,30
Denn nach der Auferstehung werden die Menschen nicht mehr heiraten, sondern sein wie die Engel im Himmel.

Mt 9,15
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

2.Kor11,2
Denn ich liebe euch mit der Eifersucht Gottes; ich habe euch einem einzigen Mann verlobt, um euch als reine Jungfrau zu Christus zu führen.

Offb 19,7
6 Da hörte ich etwas wie den Ruf einer großen Schar und wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und wie das Rollen mächtiger Donner: Halleluja! /
Denn König geworden ist der Herr, unser Gott, /
der Herrscher über die ganze Schöpfung.

7 Wir wollen uns freuen und jubeln /
und ihm die Ehre erweisen. Denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes /
und seine Frau hat sich bereit gemacht.

8 Sie durfte sich kleiden in strahlend reines Leinen. /
Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen.

9 Jemand sagte zu mir: Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist. Dann sagte er zu mir: Das sind zuverlässige Worte, es sind Worte Gottes.





Gen1,27

Ehe
(hierfür kein hebr. Wort; gr. gámos, eigentl. »Hochzeit«).

Im AT

wird die Ehe grundsätzlich auf die Schöpfung zurückgeführt. Nach Gn 127 ist der Mensch als »Mann und Weib«, nach Gn 218–23 die Frau aus dem Manne als Gegenstück und Ergänzung zu ihm erschaffen – hebr. konegdo, was sowohl den Begriff der Gleichgearteten als den der Ergänzung enthält – so daß die beiden ein Fleisch sein werden (224). Damit wird die E. als eine organische Lebensgemeinschaft aufgefaßt: Mann und Frau waren schon eins und sollen in der E. in anderer Form wiederum eins werden. Die Gemeinschaft, nicht das Individuum ist für isr. Auffassung der E. primär, und in dieser Gemeinschaft ist der Mann das Zentrum, wie sich dies in der konkreten Ausgestaltung der E. äußert ( Frau, Vater, Mutter usw.). Im allg. ist die Heirat eine Angelegenheit der Familie (Gn 242ff Dt 73 u.a.), was nicht ausschließt, daß auch die Ehepartner ihren Willen geltend machen können (Gn 2458). Am liebsten holt man sich eine Frau aus der eigenen Sippe oder aus dem eigenen Stamm (244ff Tob 412; Mischehe). Ob die Brautgabe, die der Vater des Bräutigams oder dieser selbst bei der Verlobung an den Schwiegervater und dessen Familie zahlt (Gn 3412 1 Sm 1825), als Entschädigung, Kaufpreis oder Geschenk aufzufassen ist, bleibt unklar; sie kann in Geld oder zB in einer Dienstleistung bestehen (Gn 2918ff). Mit der Verlobung bzw. der Eheschließung wird die Frau ganz und gar an den Mann gebunden (Dt 2222ff), der Mann jedoch nicht im gleichen Maße an seine Frau ( Polygamie, Ehebruch), obgleich er auch ihr gegenüber bestimmte Pflichten hat (Ex 2110). – Ein wesentlicher Zweck der E. ist für das AT die Zeugung von Kindern (Gn 127f 1 Sm 12ff Ps 1273ff; Nebenfrau, Polygamie, Schwagerehe). Gelöst wird die E. durch Tod oder Ehescheidung. – Besonders in der prophet. Lit. wird das Verhältnis Gottes zu Israel nicht selten als ein eheliches bezeichnet (Js 545ff Jr 22 38f 92 Ez 167–14 Hos 2–3 u.a.).

Im NT

stellt Jesus (unter Berufung auf Gn 127 224) die E. als göttl. Einrichtung dar (Mt 194f); die totale Einheit, die sie ist und sein soll – Mann und Frau sind in der E. »ein Fleisch« – wird nach Gn 224 als Gottes eigenes Werk bezeichnet (Mt 195f). Von dieser Auffassung sind auch die ntl. Aussagen außerhalb der Evv geprägt (E 522–33 u.a.). – Über die Frage Monogamie-Polygamie reflektiert das NT nicht. Aber es ist deutlich, daß die monogame E. vorausgesetzt wird, da nochmalige Heirat nach Scheidung als Ehebruch angesehen wird (Mt 532 199 p). – In 1 K 74 wird die ehel. Beziehung der Partner als ein vollständiges gegenseitiges Besitzverhältnis verstanden. E 522–33 erwartet, daß die Eheleute gemäß dem objektiven Sachverhalt leben, daß sie »ein Fleisch«, eine organische Einheit sind. In dieser Gemeinschaft haben sie verschiedene Stellungen und Aufgaben: Der Mann heißt das Haupt seiner Frau (22f; vgl. Kol 318 Tt 25 1 P 31f), die Frau Körper des Mannes (28). Im Einanderbesitzen, sich Einanderhingeben und Dienst des einen am anderen verwirklicht sich die Verschiedenheit der Partner in lebendiger Einheit, vergleichbar den verschiedenen Funktionen der Glieder am selben Körper. – Für christl. Eheauffassung wichtig ist die Zusammenschau der ehel. Einheit mit dem Leibe Christi (E 531f). Das Schöpfungswort über die E. (Gn 224) wird als Hinweis auf die Einheit interpretiert, die Christus und seine Kirche bilden. Die E. wird als Entsprechung dieser göttl. Realität und sozusagen als in ihr eingeschlossen verstanden (522–30), und kann sich erst in der Gemeinschaft mit Christus und durch seine Liebe vollenden (25). Hiermit eng verbunden ist der soteriologische Aspekt der E.; der nicht-glaubende wird durch den glaubenden Ehepartner »geheiligt« (1 K 714, vgl. 1 P 31f) ebenso wie die Kinder einer christl. E. »heilig« sind (1 K 714, vgl. E 64). – Die E. ist nach dem Urteil des NT eine Ordnung, die nur zum gegenwärtigen Äon gehört (Mt 2230). Sie besteht auf Lebenszeit; erst der Tod kann sie auflösen (1 K 739, vgl. 1 T 514). – Das Motiv der E. wird im NT auch metaphorisch auf Christus als den Bräutigam der Gemeinde angewandt (Mt 915 pJ 329 2 K 112fE 525–32 Off 197f 21. 2.9).
[Handwörterbuch: Ehe. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1465
(vgl. BHH Bd. 1, S. 370)



pfeilEid

Um jene Zeit sagten Abimelech und sein Feldherr Pichol zu Abraham: Gott ist mit dir bei allem, was du unternimmst.
23 Aber nun schwör mir hier bei Gott, dass du weder mich noch meinen Thronerben noch meine Nachfahren hintergehen wirst. Das gleiche Wohlwollen, das ich dir erwiesen habe, sollst du mir erweisen und dem Land, in dem du dich als Fremder aufhältst.
24 Abraham erwiderte: Gut, ich will den Eid leisten.

Gen 21,28-31
28 Abraham stellte aber sieben Lämmer der Herde beiseite.
29 Da fragte ihn Abimelech: Was sollen die sieben Lämmer da, die du beiseite gestellt hast?
30 Die sieben Lämmer, sagte er, sollst du von mir annehmen als Beweis dafür, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.
31 Darum nannte er den Ort Beerscheba (Siebenbrunn oder Eidbrunn); denn dort leisteten beide einen Eid.
[Das hebräische Wort scheba kann sowohl «sieben» als auch «Eid» bedeuten.

Gen 24,1-3

Abraham war alt und hochbetagt; der Herr hatte ihn mit allem gesegnet.
2 Eines Tages sagte er zum Großknecht seines Hauses, der seinen ganzen Besitz verwaltete: Leg deine Hand unter meine Hüfte!
[Die Hand unter die Hüfte legen: eine Schwurgebärde (vgl. 47,29).
3 Ich will dir einen Eid beim Herrn, dem Gott des Himmels und der Erde, abnehmen, dass du meinem Sohn keine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nimmst, unter denen ich wohne.

Gen 26,2-4

2 Da erschien ihm der Herr und sprach: Geh nicht nach Ägypten hinunter, bleib in dem Land wohnen, das ich dir verspreche.
3 Halte dich als Fremder in diesem Land auf! Ich will mit dir sein und dich segnen. Denn dir und deinen Nachkommen gebe ich alle diese Länder und erfülle den Eid, den ich deinem Vater Abraham geleistet habe.

4 Ich mache deine Nachkommen zahlreich wie die Sterne am Himmel und gebe ihnen alle diese Länder. Mit deinen Nachkommen werden alle Völker der Erde sich segnen,

Jos 5,6
6 Denn vierzig Jahre lang wanderten die Israeliten durch die Wüste. Schließlich war das ganze Volk, alle Krieger, die aus Ägypten ausgezogen waren, umgekommen, weil sie nicht auf die Stimme des Herrn gehört hatten. Der Herr hatte ihnen geschworen, er werde sie das Land nicht schauen lassen, das er ihren Vätern mit einem Eid zugesichert hatte, ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

Ri 2,1
21 Die Erscheinung des Engels des Herrn: 2,1-5
Der Engel des Herrn kam von Gilgal nach Bochim hinauf und sagte: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern mit einem Eid zugesichert hatte. Ich hatte gesagt: Ich werde meinen Bund mit euch niemals aufheben;

1.Sam 14,28
28 Einer aus dem Volk aber sagte: Dein Vater hat das Volk mit einem Eid beschworen und gesagt: Verflucht sei jeder, der heute etwas isst. Das Volk war aber erschöpft.

Jdt 8,11
11 Judits Gespräch mit den Ältesten der Stadt: 8,11-36
Als sie zu ihr kamen, sagte sie zu ihnen: Hört mich an, ihr Vorsteher der Einwohner von Betulia! Es war nicht recht, was ihr heute vor dem Volk gesagt habt. Durch diesen Eid, den ihr geschworen habt, habt ihr Gott und euch selbst festgelegt; denn ihr habt erklärt, dass ihr die Stadt unseren Feinden ausliefern wollt, wenn der Herr euch nicht inzwischen Hilfe schickt.

Sir 41,17-21
17 Schäme dich vor Vater und Mutter der Unzucht,
vor Fürst und Herrscher der Lüge,
18 vor dem Herrn und der Herrin des Betrugs,
vor Gemeinde und Volk der Sünde, vor dem Gefährten und Freund der Untreue,
19 vor dem Ort, an dem du wohnst, der Unterschlagung.
(Schäme dich,) Eid und Vertrag zu verletzen, den Ellbogen aufzustemmen beim Mahl,
eine erbetene Gabe zu verweigern,
[Die griechisch-römische Sitte, sich beim Mahl auf den linken Ellenbogen zu stützen, galt den Juden als unanständig]
21 deinen Bruder abzuweisen,
die Verteilung der Opferanteile zu unterlassen,

Jes 65,13
13 Darum - so spricht Gott, der Herr:
Meine Knechte sollen essen,
doch ihr leidet Hunger. Meine Knechte sollen trinken,
doch ihr leidet Durst. Meine Knechte sollen sich freuen,
doch ihr müsst euch schämen.
14 Meine Knechte sollen aus Herzenslust jubeln,
doch ihr werdet schreien vor Herzeleid und heulen vor Verzweiflung.
15 Ihr müsst euren Namen dazu hergeben, dass meine Auserwählten ihn beim Eid
als Fluchwort gebrauchen und sagen: Genauso töte dich Gott, der Herr.
Meinen Knechten aber wird man einen anderen Namen geben.

Ez 16,8
8 Da kam ich an dir vorüber und sah dich, und siehe, deine Zeit war gekommen, die Zeit der Liebe. Ich breitete meinen Mantel über dich und bedeckte deine Nacktheit. Ich leistete dir den Eid und ging mit dir einen Bund ein - Spruch Gottes, des Herrn - und du wurdest mein.

Ez 17,19
19 Darum - so spricht Gott, der Herr: So wahr ich lebe -
meinen Eid, den er missachtet, und meinen Bund, den er gebrochen hat,
ich lasse sie auf ihn selbst zurückfallen.

Ez 20,5
5 und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: An dem Tag, als ich Israel erwählt habe, erhob ich meine Hand, (um) den Nachkommen des Hauses Jakob (einen Eid zu leisten). Ich offenbarte mich ihnen in Ägypten. Ich erhob meine Hand (zum Schwur) und sprach: Ich bin der Herr, euer Gott

Mt 23,16-22

16 Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so ist das kein Eid; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist an seinen Eid gebunden.

17 Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht?
18 Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, so ist das kein Eid; wer aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, der ist an seinen Eid gebunden.
19 Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht?
20 Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt.
21 Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt.
22 Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.

Apg 2,29-31

29 Brüder, ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag.
30 Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm den Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen,

31 sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus: Er gibt ihn nicht der Unterwelt preis und sein Leib schaut die Verwesung nicht.

Hebr 6,15-16

15 So erlangte Abraham durch seine Ausdauer das Verheißene.
16 Menschen nämlich schwören bei dem Höheren; der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und schließt jeden weiteren Einwand aus;
17 deshalb hat Gott, weil er den Erben der Verheißung ausdrücklich zeigen wollte, wie unabänderlich sein Entschluss ist, sich mit einem Eid verbürgt.

Hebr7,18-21
18 Das frühere Gebot wird nämlich aufgehoben, weil es schwach und nutzlos war -
19 denn das Gesetz hat nicht zur Vollendung geführt -, und eine bessere Hoffnung wird eingeführt, durch die wir Gott nahe kommen.
20 Das geschieht nicht ohne Eid; jene anderen sind ohne Eid Priester geworden,
21 dieser aber durch einen Eid dessen, der zu ihm sprach: Der Herr hat geschworen und nie wird es ihn reuen: /
Du bist Priester auf ewig.

Jak 5,12
Vor allem, meine Brüder, schwört nicht, weder beim Himmel noch bei der Erde noch irgendeinen anderen Eid. Euer Ja soll ein Ja sein und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.

Gen

21,22-24

Eid

(hebr. sch·bu'a, gr. hórkos), Formel, die als Rechtsspruch ein gegebenes Wort bekräftigt.

Im AT

Nach dem AT kann ein E. geleistet werden: im persönl. Leben spontan (2 Sm 198) oder auf ausdrücklichen Wunsch (Gn 2533 4731), im polit. Leben (1 Kg 1810), sei es durch einen Fürsten dem eigenen Volk oder Vasallen gegenüber (1 Sm 1428 2 Ch 3613 Prd 82), sei es durch einen geistl. Führer (Esr 105). Oft fordert ihn das Gewohnheitsrecht, zB beim Bundesschluß, in einigen Fällen auch das Gesetz (Ex 2210 Nm 519–21). Der E. geschieht dadurch, daß man Gott als Zeugen anruft oder (und) einen Fluch über sich selbst herabruft für den Fall der Wortbrüchigkeit. Beide Handlungen gehörten, wie stets außerhalb Israels bei Bundesschlüssen, so auch in Israel in der Regel zusammen, wenngleich die Möglichkeit besteht, daß sie in vorhist. Zeit voneinander unabhängig gewesen sind. In Israel schwört man bei Jahwe (1 Kg 130 242), dem Namen Jahwes (1 Sm 2042), Jahwe Zebaoth (Js 1918), dem Gott der Wahrheit (Js 6516), dem, der ewiglich lebt (Dn 127) u.a. Gerne verwendet wird die Formel hai Jahwe »so wahr der Herr lebt« (1 Sm 196 Jr 1216). Bei dieser Formel kann auch der Name eines Menschen genannt werden, zB »beim Leben Pharaos«, »bei deinem Leben«. Der Schwur bei Gott ('elohim) wird gewöhnlich gebraucht, wenn
es sich um eine Verbindung zu Nichtisraeliten handelt (Gn 2123 1 Sm 3015 2 Ch 3613). Doch steht sie auch Neh 1325 in Beziehung auf Judäer. Gott schwört, sei es bei sich selbst (Gn 2216 Am 68 Js 4523 Jr 5114), sei es bei seiner Heiligkeit (Am 42 Ps 8936), bei Jakobs Herrlichkeit (Am 87), bei seinem großen Namen (Jr 4426). Bei Götzen zu schwören ist Sünde (Am 814 Zph 15 Jr 57 1216) und darum verboten (Jos 237; vgl. Ex 2313). Dagegen kann das Schwören beim Namen Jahwes als Beweis von Glaube oder Bekehrung gelten (Js 1918 Jr 42 1216 Dt 613 1020). Mit dem E. kann eine Verfluchung oder Selbstverfluchung verbunden sein (zB 1 Sm 1424 Jos 626, Fluch durch Schwur bekräftigt). Als Selbstverfluchungsformel tritt auf: »So tue mir Gott und füge noch hinzu...« (2 Sm 335 1 Kg 223). E. und Fluch hängen so eng zusammen, daß sie gelegentlich als Hendiadyoin für den mit einem Fluchwort beladenen E. verwendet werden (Nm 521 Neh 1030 Dn 911). Ja sogar das Wort Fluch kann für E. eintreten (Gn 2628 Dt 2911–13 Ez 1713 Js 6515). Wer den Bund bricht, verachtet den Fluch (Ez 1659 1718). Der Fluch gibt dem E. eine zwingende Macht. Der Schwur kann von Gesten begleitet sein: man erhebt die Hand zum Himmel (Dt 3240 Ps 10626) oder legt sie unter jemands Hüfte (Euphemismus für Schamteil als Sitz der Kraft, Gn 242.9). Dazu können symbolische Handlungen treten, wie die Übergabe eines Geschenkes (Gn 2130), das Zerteilen von Vieh beim Bundesschluß (Jr 3418), das Trinken von Fluchwasser (Nm 522). Der E. dient der Bekräftigung der Wahrheit, etwa beim persönlichen Gelübde (Gn 4731 505f. 25), so daß E. und Gelübde synonym gebraucht werden können (Ps 1322). Beim Bundesschluß ist er der Mittelpunkt der Zeremonie, so daß »schwören« und »Bund schließen« parallel stehen (Gn 2131f 2628–31 Jos 915 u.ö.). Bündnispartner können ba'ale sch·bu'a (Neh 618) oder ba'ale b·rit (Gn 1413) heißen. Als Ordal dient der E. bei Verdacht auf Ehebruch einer Frau (Nm 5) und bei Verlust oder Diebstahl von zur Verwahrung Gegebenem (Ex 2210f). Ein unter E. geleistetes Gelübde hatte Rechtskraft (Gn 2533), auch wenn es unbedacht (Lv 54) oder von einer Frau ausgesprochen wurde, die in Israel kaum zu besitzrechtlichen Handlungen imstande war (Nm 3011.14), es sei denn, ihr Vater oder ihr Mann widerspräche im Augenblick des Hörens. Jahwe wacht über E.en und Gelübden (Ps 244 154). Falsches Schwören ist verboten (Jr 79 Sach 817 Ml 35) und wird bestraft (Lv 524f). Ein E. konnte nur durch einen Rechtsspruch widerrufen werden. David verschont Mephiboseth wegen des E.es gegenüber Jonathan (2 Sm 217). Auch die Gibeoniten wurden um des gegebenen E.es willen verschont (2 Sm 212 Jos 915–20). Hier zeigt sich, daß auch der erschlichene E. Rechtskraft hatte. E.bruch würde den Zorn Gottes nach sich ziehen (Jos 920). So darf auch ein E., den man sich selbst zum Schaden geschworen hat, nicht gebrochen werden (Ps 154). Oft werden die den Erzvätern gegebenen Verheißungen als E.e bezeichnet (Gn 247 u.ö.), bes. in der deuteron. Literatur (Dt 18.35 u.ö.; vgl. auch Jr 115 3222). Jahwe ist der Bewahrer des E.es und des Bundes (Dt 78). Jahwe kann auch einzelnen gegenüber Versprechen (zB David gegenüber, 2 Sm 39 u.ö.) oder ein Urteil mit einem E. bekräftigen, zB gegenüber dem Haus Elis (1 Sm 314), Assur (Js 1424f), Israel (Nm 3210 Dt 134 Ps 9511), Mose (Dt 421). Jahwe bereut einen abgelegten E. nicht (Ps 1104). Die Unwiderruflichkeit, vor allem der bei dem E. ausgesprochene Fluch, machen den E. zu einer furchterweckenden Angelegenheit (1 Sm 1424–26 Prd 51–6). So scheut man den E. wegen der Unzuverlässigkeit des Menschen (Prd 92). Man kann auch einen andern »beschwören«, etwas nicht zu tun (2 Sm 2117 1 Kg 242 2216 u.ö.). Dabei kann der Name Gottes erwähnt werden (zB 1 Kg 242 Neh 1325) oder auch der Name eines vom Fluch Betroffenen, dessen Geschick man dem Angeredeten anwünscht (Ps 1029 Js 6515). Ob schwören (schaba') mit der Zahl 7 (scheba') zusammenhängt, ist unsicher. Die Volksetymologie bringt den Namen Beerseba mit schaba' zusammen (Gn 2131f).& Lit.: J. Pedersen: Der E. bei den Semiten ('14) – J. Hempel, ZDMG 79 ('25) 20–110 – V. Korasec: Hethitische Staatsverträge ('31) – F. Horst, EvTheol. 17 ('57) 366–84.
C. Vriezen

Im Judentum wird gelegentlich Vorsicht im Gebrauch vom E. empfohlen (Sir 239–16 Dam IX 9).

Im NT

Für das NT drückt Gottes Eid seine Treue aus (L 173 Apg 230 H 613–17 720), der Menschen E. aber Vermessenheit gegen die Schöpfung (Mt 533–37 2316–22 Jk 512). Sorglosigkeit bringt unangenehme Folgen (Mt 147 p 2672.74 p). Appellationen können aber vorkommen (R 19 1 Th 527).

Lit.: ThWV, 458–67.
B. Reicke
[Handwörterbuch: Eid. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1484
(vgl. BHH Bd. 1, S. 376)
pfeilEifer

5 Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation;

Num 25,10-11

10 Der Herr sprach zu Mose:
11 Der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, hat meinen Zorn von den Israeliten abgewendet dadurch, dass er sich bei ihnen für mich ereiferte. So musste ich die Israeliten nicht in meinem leidenschaftlichen Eifer umbringen.

Ez 5,13
13 So tobt sich mein Zorn aus und ich stille meinen Grimm an ihnen und verschaffe mir Genugtuung. Wenn ich meinen Zorn an ihnen auslasse, dann erkennen sie, dass ich, der Herr, mit leidenschaftlichem Eifer gesprochen habe.

1Makk 2,54-58
54 Pinhas, unser Ahnherr, ereiferte sich für Gottes Sache /
und empfing den Bund ewigen Priestertums.

55 Weil Josua seinen Auftrag erfüllte, /
wurde er Richter in Israel.

56 Kaleb sprach als Zeuge vor dem Volk die Wahrheit; /
darum bekam er ein Erbteil im Land.

57 David hielt die Treue; /
darum erhielt er den Königsthron als ewiges Erbe.

58 Elija kämpfte mit leidenschaftlichem Eifer für das Gesetz /
und wurde in den Himmel aufgenommen.

Joh2,14-17

14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen.
15 Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und ihre Tische stieß er um.
16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!
17 Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift:

Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.

Gal 1,14
13 Ihr habt doch gehört, wie ich früher als gesetzestreuer Jude gelebt habe, und wisst, wie maßlos ich die Kirche Gottes verfolgte und zu vernichten suchte.

14 In der Treue zum jüdischen Gesetz übertraf ich die meisten Altersgenossen in meinem Volk und mit dem größten Eifer setzte ich mich für die Überlieferungen meiner Väter ein.

Jak3,14-17

14 Wenn aber euer Herz voll ist von bitterer Eifersucht und von Ehrgeiz, dann prahlt nicht und verfälscht nicht die Wahrheit!
15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, eigennützige, teuflische Weisheit.

16 Wo nämlich Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art.
17 Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen und reich an guten Früchten, sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht.

Ex20,5

Eifer

(hebr. qin'a, gr. zelos) religiöse und ethische Leidenschaftlichkeit, Affekt.

ImAT
In der Frühzeit des AT steht E. für die leidenschaftl. Erregung Jahwes und seiner Verehrer im Streben nach kompromißloser Selbstbehauptung (Js 249 1 Kg 1422 Ps 6910, Zorn, Haß, Rache). Erotische (Nm 514 Hl 86) und kriegerische (2 Sm 212) Vorstellungsgehalte in sich schließend, umschreibt E. im Ggs. zur sterilen Toleranz der Umweltreligionen die dynamisch-monotheistische Ausschließlichkeit des isr. Gottesbegriffs, dazu die den Menschen total beanspruchende Heiligkeit Jahwes (Erstes Gebot: Ex 205 3414 Dt 614f). Gott wacht mit eifersüchtiger Liebe über den als Ehe aufgefaßten Bund. Zugleich bedeutet sein E. aber das notwendige Einschreiten des Rechtswahrers. E. wird daher umgekehrt zur verbindl. Haltung des Priesters (Nm 2511), Propheten (1 Kg 1910) und Frommen (2 Kg 1016 Ps 119139). In der Zeit des Kampfes mit heimischen Vegetations- und fremden Staatskulten (Ez 83) haftet dem Begriff bei den Propheten durchweg etwas Drohendes gegenüber Israel an (Ez 513 1638.42), nach dem Exil in erster Linie etwas Verheißendes (Js 5915ff Sach 114) bis hin zur Vorstellung, Gott werde sich kosm.-universal offenbaren (Nah 12 Zph 118).
2. Im Judentum bezeichnet E. den nationalen Fanatismus tora-radikaler Kreise (1 Mkk 254.58 4 Mkk 1812), dazu das rel. Programm verwandter Sekten (1 QZph 118 1 QMilh 14.13), hier mit dem Ziel, die Messiaszeit herbeizunötigen (Jos.Ant. XVIII, 11). Der atl. Gehalt entartet schließlich zum polit. Zelotismus der Aufstandsparteien (Jos.Bell. IV, 39). Mit dem Zusammenbruch des Staates wandelt er sich zum E. der Gesetzesinterpretation, um so geistige Triebkraft rabbin. und synagog. Gelehrsamkeit zu werden (Aboth 61ff).

Im NT

trägt die Frömmigkeit Jesu Züge des prophet. Eifers an sich (J 217 Tempelreinigung), anders wohl anfängl. die der Jünger (Mk 317 L 954 [Donnersöhne]) und die des Paulus vor seiner Bekehrung (G 114 Apg 223). In eine neue geistl. Welt versetzt, steigert sie sich bei diesem zum E. des Bekehrten, der sich im hingebenden Dienst an der Gemeinde verzehrt (G 417fR 1114) und mit eifersüchtiger Liebe über ihrem Glauben wacht (2 K 112). Mit dem Schwinden des charismat. Geistes, der wohl nur am Rande der Urkirche zum schwärmerischen E. des Sektierertums herabsank (s. 1 K 1022), zugleich mit verblassender eschat. Gegenwartsdeutung, wird E. nach dem Vorbild der gr. Ethik wieder weithin zur rein persönlich- ethischen Verhaltensweise. Man bewertet ihn moralistisch entweder negativ als schädliche Gefühlswallung (Jk 314ff 1 Cl 3–6) oder positiv als sittl. Einsatz nach verdienstvollem Werk (1 P 313 Tt 214). In letzterer Hinsicht, dazu in Anbetracht der spätjüd. Tradition, war auch zum Übereifer der Martyriumssucht nur ein kleiner Schritt (MarPol 4; IgnTr 42).
[Handwörterbuch: Eifer. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1488
(vgl. BHH Bd. 1, S. 377)



pfeilEigentum 2 Und so lautet eine Bestimmung für die Brache: Jeder Gläubiger soll den Teil seines Vermögens, den er einem andern unter Personalhaftung als Darlehen gegeben hat, brachliegen lassen. Er soll gegen den andern, falls dieser sein Bruder ist, nicht mit Zwang vorgehen; denn er hat die Brache für den Herrn verkündet.
3 Gegen einen Ausländer darfst du mit Zwang vorgehen. Wenn es sich aber um deinen Bruder handelt, dann lass deinen Vermögensteil brachliegen!4 Doch eigentlich sollte es bei dir gar keine Armen geben; denn der Herr wird dich reich segnen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt und das du in Besitz nimmst,

5 wenn du auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst, auf dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, achtest und es hältst.

Am2,4-8
So spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen, die Juda beging, /wegen der vier nehme ich es nicht zurück: Weil sie die Weisung des Herrn missachteten /und seine Gesetze nicht befolgten, weil sie sich irreführen ließen von ihren Lügengöttern, /
denen schon ihre Väter gefolgt sind, 5 darum schicke ich Feuer gegen Juda; /
es frisst Jerusalems Paläste.

6 So spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen, die Israel beging, / wegen der vier nehme ich es nicht zurück: Weil sie den Unschuldigen für Geld verkaufen /und den Armen für ein Paar Sandalen, 7 weil sie die Kleinen in den Staub treten /
und das Recht der Schwachen beugen. Sohn und Vater gehen zum selben Mädchen, /
um meinen heiligen Namen zu entweihen. 8 Sie strecken sich auf gepfändeten Kleidern aus /
neben jedem Altar, von Bußgeldern kaufen sie Wein /
und trinken ihn im Haus ihres Gottes.

Mk10,17-23
19 Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

20 Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.
21 Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
22 Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
23 Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!

1Kor 7,29-31
29 Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine,

30 wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer,
31 wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

Dt15,2-5

Eigentum

(hebr. nahala, qinjan, sogulla; gr. ktema, peripoíesis; katécho »besitzen«) und E.svolk.

Im AT
spiegeln sich die soz. Verhältnisse von Nomaden in der hohen Bewertung des E.s an Vieh (hebr. miqne), denn nach ihm wird das Vermögen angegeben (Gn 132 2614 Nm 319 Dt 319 1 Sm 252 1 Ch 59 2 Ch 3229). Im Bundesbuch ist der Viehbesitz durch bes. Ersatzauflagen geschützt (Ex 2133–223). – Der Grundbesitz nimmt unter kanaan. Einfluß die Form des Patrimoniums an ( Erbe, Teil); sein Grundbestand ist nicht aufteilbar (nach Dt 2117 zu 2/3), die Sippe hat ein An- und Vorkaufsrecht (Lv 2525 Jr 326ff; Kauf, Verkauf, Bodenrecht). – Zu Anhäufungen von Grundbesitz kommt es durch das Krongut, aber auch durch Aufkauf mit städtischem Kapital ( arm, reich). Hier greift das Recht schützend ein: Das Dt fügt in die aus der Zeit vor der Landnahme stammende Brache die Rückgabe von isr. Bürgschaften ein (Dt 151ff; Erlaß), und später wird im Halljahr auch die Erstattung des Grundbesitzes verfügt (Lv 258ff). Im Namen Jahwes tritt auch hier der Protest der Propheten vor die Ausgebeuteten (Am 26–8 84–7 Js 58 Mi 21f Ez 187f. 16f 459 4618). Israels Land ist als ganzes Jahwes E. (Gn 127 Dt 3249). Das wird unter Abwehrung anderer Gottheiten auch auf das Volk bezogen (Dt 76 Jr 23.7).
Die priesterl. Gesetzgebung zieht daraus, daß Israel nur die Verwaltung von Gottes E. übergeben ist, konkrete Folgerungen (Lv 2529).

Im NT

bestimmt die Nähe des Gottesreiches die Stellung zum Besitz. Deswegen fordert Jesus nach den Synoptikern den Verzicht (Mk 1017–23). Entspricht das auch den Essenern, so bedeutet es doch nicht das Gesetz einer exklusiven Gruppe, sondern die Entlarvung der sündigen Bindung durch Besitz (Mt 619ff. 24). Der Urgemeinde wird E.sgemeinschaft zugeschrieben (Apg 244f 434f), wahrscheinlich durch Generalisierung des Besitzverzichtes einzelner (436f). Auch trugen ihre Mitglieder den Titel »Arme« (R 1526 G 210). Paulus löste mit der Formel »haben als hätte man nicht« (1 K 729ff) die Spannung zw. bürgerl. Existenz und eschat. Erwartung. Als das neue Israel ist die Kirche nunmehr Gottes E.svolk (E 114 1 P 29).
[Handwörterbuch: Eigentum. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1492
(vgl. BHH Bd. 1, S. 378)


pfeilElia

Da stand ein Prophet auf wie Feuer, /
seine Worte waren wie ein brennender Ofen.

2 Er entzog ihnen ihren Vorrat an Brot, /
durch sein Eifern verringerte er ihre Zahl.

3 Auf Gottes Wort hin verschloss er den Himmel /
und dreimal ließ er Feuer herniederfallen.

4 Wie Ehrfurcht gebietend warst du, Elija, /
wer dir gleichkommt, kann sich rühmen.
5 Einen Verstorbenen hast du vom Tod erweckt, /
aus der Unterwelt, nach Gottes Willen.

6 Könige hast du ins Grab geschickt, /
Vornehme von ihren Lagern hinweg.

7 Am Sinai hast du Strafbefehle vernommen, /
am Horeb Urteile der Rache.

8 Könige hast du gesalbt für die Vergeltung /
und einen Propheten als deinen Nachfolger.
9 Du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, /
in Feuermassen himmelwärts.

10 Von dir sagt die Schrift, /
du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, /
um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden /
und Jakobs Stämme wieder aufzurichten.

11 Wohl dem, der dich sieht und stirbt; /
denn auch er wird leben.

Mt 11,14

12 Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.

13 Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt.

14 Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll.

15 Wer Ohren hat, der höre!

Lk9,29-31
29 Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß.
30 Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija;
31 sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.

Sir 48,1-11

Elia

(hebr. 'elijjahu »Jahwe ist Gott«, gr. Elías).

Im AT

Prophet aus Thisbe in Gilead, im AT ausführlich behandelt (1 Kg 171–2 Kg 218). Es scheint, daß die Bevölkerung dieses ostjordan. Siedlungsgebietes eindeutiger im Jahweglauben wurzelte als das Israel w. des Jordans. E.s Gegenspieler war der König Ahab. Dessen Vater Omri hatte die isr. Königsstadt Samaria gegründet, in welcher der Jahweglaube kaum Boden zu fassen vermochte, da sie von einer kanaan. Bevölkerungsschicht beherrscht war (1 Kg 1632 2 Kg 1019ff).

Im Judentum

wurde Elia als erster Prophet, großartiger Wundertäter und künftiger Wiederhersteller (Sir 481–11) der Lieblingsheilige der Rabbinen, der im Himmel und auf der Erde wirkt und die Erlösung vorbereiten wird (StB IV, 764–98; Elia-Apokalypse).

Im NT

Für das NT war der atl. E. Vorgänger der Heidenmission (L 425f), Verkündiger des Restgedankens (R 112–5) und Märtyrer von gewaltiger Gebetskraft (Jk 516ff). Mit dem Geist des E. sollte der Täufer dem Herrn vorausgehen (L 117). Angeblich hat sich Johannes selbst mit E. redivivus nicht gleichgestellt (J 121.25), wurde aber nachher von Jesus so interpretiert (Mt 1114 1712 p). Jüdischerseits setzte man E. auch zu Jesus in Beziehung (1614 p 2747 p). Moses und E., Vertreter von Gesetz und Prophetie, nahmen an Jesu Verklärung teil (Mt 173–5 p), wobei sie von seinem Tod sprachen (L 931).
[Handwörterbuch: Elia. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1560
(vgl. BHH Bd. 1, S. 398)




pfeilElisabeth

Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester namens Zacharias, der zur Priesterklasse Abija gehörte. Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons; sie hieß Elisabet.
6 Beide lebten so, wie es in den Augen Gottes recht ist, und hielten sich in allem streng an die Gebote und Vorschriften des Herrn.
7 Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar, und beide waren schon in vorgerücktem Alter.

Lk1,39-45
Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
40 Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.
41 Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt
42 und rief mit lauter Stimme:

Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.

43 Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
45 Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


Lk1,5-7

Elisabeth

(gr. Elisábet),

Mutter des Täufers Johannes (L 15–57). Der Name ist eine mit -t erg. Form von Eliseba (hebr. 'elischeba', »mein Gott ist Fülle«), wie die Frau Aarons und die Schwägerin Mirjams hieß (Ex 623). Tochter und Frau aaronit. Priester, war E. auch eine Verwandte der Maria (L 136). Wie Hanna (1 Sm 19–28) wurde sie im hohen Alter die Mutter eines Propheten (L 176).
[Handwörterbuch: Elisabeth. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1573
(vgl. BHH Bd. 1, S. 401)

pfeilEltern

3 Kinder sind eine Gabe des Herrn, /
die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.

4 Wie Pfeile in der Hand des Kriegers, /
so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.
5 Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat! /
Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.

Ex20,12
12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

Spr23,22
22 Hör auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, /
verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird.

Mt 15,3-8
3 Er entgegnete ihnen: Warum missachtet denn ihr Gottes Gebot um eurer Überlieferung willen?
4 Gott hat gesagt: Ehre Vater und Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.

5 Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Was ich dir schulde, erkläre ich zur Opfergabe!,

6 der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort um eurer Überlieferung willen außer Kraft gesetzt.

7 Ihr Heuchler! Der Prophet Jesaja hatte Recht, als er über euch sagte:
8 Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, /
sein Herz aber ist weit weg von mir.

Mt 8,19-21
19 Da kam ein Schriftgelehrter zu ihm und sagte: Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst.

20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
21 Ein anderer aber, einer seiner Jünger, sagte zu ihm: Herr, lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben!
22 Jesus erwiderte: Folge mir nach; lass die Toten ihre Toten begraben!

Mk 13,10-13
10 Vor dem Ende aber muss allen Völkern das Evangelium verkündet werden.
11 Und wenn man euch abführt und vor Gericht stellt, dann macht euch nicht im voraus Sorgen, was ihr sagen sollt; sondern was euch in jener Stunde eingegeben wird, das sagt! Denn nicht ihr werdet dann reden, sondern der Heilige Geist.

12 Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken.

13 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Ps127,3-5

Eltern

(so Luther in Spr 1914 für hebr. 'abot »Väter«; gr. goneîs) ein nicht terminol., aber sachl. wichtiger Begriff.

Nach dem AT und im Judentum besaßen die E. größte Autorität, zumal Kinderreichtum als ein Gottessegen empfunden wurde (Ps 1273). Ihr Segen oder Fluch begleiteten das Kind (Gn 2728f. 39 491–28). Ehrerbietung und Gehorsam gegenüber den E. sind göttl. Forderung (im Dekalog: Ex 2012 Dt 516 Spr 2322 Sir 31–18 729f 2318f). Wer seine E. nicht ehrt, ist verflucht (Dt 2716). Wer sie schmäht oder schlägt, wird hingerichtet (Ex 2115.17). Unverbesserliche Kinder sollten auf Klage gesteinigt werden (Dt 2118ff). Für ältere Zeiten wird die Möglichkeit von Kinderopfern vorausgesetzt (Gn 222 Ri 1131.34). Eine Tochter wurde gelegentl. Fremden angeboten (Gn 198 Ri 1924), und noch spät war Aussetzung einer Neugeborenen denkbar (Ez 165). In jüngerer Zeit schränken aber Verbote die elterl. Verfügungsgewalt ein (Lv 1929 Dt 1231). Eheschließung entzog der E.gewalt (Gn 224; vgl. Mt 195 p). Zu den Pflichten der E. gehörte die strenge moral. und rel. Erziehung. Selbst Rutenzucht war im Bedarfsfalle geboten (Spr 1324 2313 2917). Die Gebote der Tora, die kult. Gebräuche und die Geschichte des hl. Volkes mußten den Kindern sorgfältig überliefert und fleißig einge-
schärft werden (Dt 67.20ff Ps 785; vgl. Jub 82 1116).

Das NT

unterstreicht das Gebot der Liebe gegen die E., teils unter Ablehnung jüd. Kultinteressen (Mt 153–8 p), teils mit Betonung der hiermit verknüpften Verheißung (E 62). Jesu Ruf in die Reichsnachfolge durchbricht aber die Familienordnung im andringenden Entscheidungscharakter der neuen Heilssituation (Mt 821f 1035 Mk 1029 L 1426). Im allg. Sittenzerfall und in der Verfolgungsnot vor der Endkatastrophe (Mi 736 1 Hen 995) bricht auch die Familienordnung weitgehend auseinander (Mk 1312 R 130 2 T 32; auch Herm (v) II, 22). Kind, Mutter, Vater.
[Handwörterbuch: Eltern. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1585
(vgl. BHH Bd. 1, S. 403)


pfeilEndzeit

8 Sollte deshalb die Erde nicht beben, sollten nicht alle ihre Bewohner voll Trauer sein? Sollte nicht die ganze Erde sich heben wie der Nil:
9 An jenem Tag - Spruch Gottes, des Herrn -
lasse ich am Mittag die Sonne untergehen und breite am helllichten Tag über die Erde Finsternis aus.

Zef 3,11-12
11 An jenem Tag /
brauchst du dich nicht mehr zu schämen, wegen all deiner schändlichen Taten, /
die du gegen mich verübt hast. Ja, dann entferne ich aus deiner Mitte /
die überheblichen Prahler und du wirst nicht mehr hochmütig sein /
auf meinem heiligen Berg.
12 Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk, /
das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn.

Am 5,18-20
18 Weh denen, die den Tag des Herrn herbeisehnen. /
Was nützt euch denn der Tag des Herrn? /
Finsternis ist er, nicht Licht.

19 Es ist, wie wenn jemand einem Löwen entflieht /
und ihn dann ein Bär überfällt; kommt er nach Hause /
und stützt sich mit der Hand auf die Mauer, /
dann beißt ihn eine Schlange.
20 Ja, Finsternis ist der Tag des Herrn, nicht Licht, /
ohne Helligkeit ist er und dunkel.

Jes 41,4-5

4 Wer hat das bewirkt und vollbracht? /
Er, der von Anfang an die Generationen (ins Dasein) rief. Ich, der Herr, bin der Erste /
und noch bei den Letzten bin ich derselbe.

5 Die Inseln sehen es und geraten in Furcht, /
die Enden der Erde erzittern; /
sie nähern sich und kommen herbei.

Ps147,1-6

1 Bekenntnis zu Gott, dem Retter Israels
Halleluja! Gut ist es, unserm Gott zu singen; /
schön ist es, ihn zu loben.

2 Der Herr baut Jerusalem wieder auf, /
er sammelt die Versprengten Israels.

3 Er heilt die gebrochenen Herzen /
und verbindet ihre schmerzenden Wunden.

4 Er bestimmt die Zahl der Sterne /
und ruft sie alle mit Namen.

5 Groß ist unser Herr und gewaltig an Kraft, /
unermesslich ist seine Weisheit.

6 Der Herr hilft den Gebeugten auf /
und erniedrigt die Frevler.

Jes51,6
6 Blickt auf zum Himmel, /
betrachtet die Erde hier unten! Der Himmel zerflattert wie Rauch, /die Erde zerfällt wie ein Kleid; /ihre Bewohner sterben wie die Fliegen. Doch meine hilfreiche Gnade bleibt für immer bestehen, /meine Gerechtigkeit wird niemals erschüttert.

Jes34,4-5

4 alle Hügel zerfließen. Wie eine Buchrolle rollt sich der Himmel zusammen, /
sein ganzes Heer welkt dahin, wie Laub am Weinstock verwelkt, /
wie Früchte am Feigenbaum schrumpfen.

5 Am Himmel erscheint das Schwert des Herrn. /
Seht her, es fährt auf Edom herab, /
auf das Volk, das der Herr im Gericht dem Untergang weiht.

Jes65,17-18
Ja, vergessen sind die früheren Nöte, /
sie sind meinen Augen entschwunden. Denn schon erschaffe ich einen neuen Himmel /und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, /
es kommt niemand mehr in den Sinn.

18 Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln /
über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel /und aus seinen Einwohnern Freude.

Jes 13,6-9
6 Schreit auf, denn der Tag des Herrn ist nahe; /
er kommt wie eine zerstörende Macht vom Allmächtigen.

7 Da sinken alle Hände herab /
und das Herz aller Menschen verzagt.
8 Sie sind bestürzt; sie werden von Krämpfen und Wehen befallen, /
wie eine Gebärende winden sie sich. Einer starrt auf den andern, /wie Feuer glüht ihr Gesicht.
9 Seht, der Tag des Herrn kommt, / voll Grausamkeit, Grimm und glühendem Zorn; dann macht er die Erde zur Wüste /und die Sünder vertilgt er.

Sir39,18-20

18 Was er will, geschieht ohne Verzug, /
kein Hindernis gibt es für seine Hilfe.
19 Das Tun aller Menschen liegt vor ihm, /
nichts ist verborgen vor seinen Augen.

20 Von Ewigkeit zu Ewigkeit blickt er hernieder. /
Gibt es eine Grenze für seine Hilfe? Nichts ist klein und gering bei ihm, /
nichts ist für ihn zu unbegreiflich und zu schwer.

Mt 4,17

17 Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

[«Himmelreich» ist gleichbedeutend mit «Reich Gottes». «Himmel» ist eine im Judentum übliche Umschreibung für den Namen Gottes.]

Jes 35,1-10

Die Verheißung des messianischen Heils

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, /
die Steppe soll jubeln und blühen.
2 Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, /
jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, /
die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, /
die Pracht unseres Gottes.
3 Macht die erschlafften Hände wieder stark /
und die wankenden Knie wieder fest!

4 Sagt den Verzagten: /
Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! /
Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; /
er selbst wird kommen und euch erretten.
5 Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, /
auch die Ohren der Tauben sind wieder offen.
6 Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, /
die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor /
und Bäche fließen in der Steppe.
7 Der glühende Sand wird zum Teich /
und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, /
gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen.
8 Eine Straße wird es dort geben; /
man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. /
Er gehört dem, der auf ihm geht. /
Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre.
9 Es wird keinen Löwen dort geben, /
kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. /
Dort gehen nur die Erlösten.
10 Die vom Herrn Befreiten kehren zurück /
und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. /
Wonne und Freude stellen sich ein, /
Kummer und Seufzen entfliehen.

Mt 10,22-23

22 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

23 Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Mt 16,27-28
27 Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.

28 Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.

Mt 24,3-4
3 Als er auf dem Ölberg saß, wandten sich die Jünger, die mit ihm allein waren, an ihn und fragten: Sag uns, wann wird das geschehen, und was ist das Zeichen für deine Ankunft und das Ende der Welt?

4 Jesus antwortete: Gebt Acht, dass euch niemand irreführt!

1Kor15,20-21
20 Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.

21 Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.

22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
23 Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.

24 Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.

Off 19,11-21
11 Dann sah ich den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß, heißt «Der Treue und Wahrhaftige»; gerecht richtet er und führt er Krieg.

12 Seine Augen waren wie Feuerflammen und auf dem Haupt trug er viele Diademe; und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt.

13 Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt «Das Wort Gottes».

14 Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet.
15 Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert; mit ihm wird er die Völker schlagen. Und er herrscht über sie mit eisernem Zepter, und er tritt die Kelter des Weines, des rächenden Zornes Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung.

16 Auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte trägt er den Namen: «König der Könige und Herr der Herren».

17 Dann sah ich einen Engel, der in der Sonne stand. Er rief mit lauter Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel flogen: Kommt her! Versammelt euch zum großen Mahl Gottes.

18 Fresst Fleisch von Königen, von Heerführern und von Helden, Fleisch von Pferden und ihren Reitern, Fleisch von allen, von Freien und Sklaven, von Großen und Kleinen!
19 Dann sah ich das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um mit dem Reiter und seinem Heer Krieg zu führen.

20 Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet; er hatte vor seinen Augen Zeichen getan und dadurch alle verführt, die das Kennzeichen des Tieres angenommen und sein Standbild angebetet hatten. Bei lebendigem Leib wurden beide in den See von brennendem Schwefel geworfen.

21 Die Übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund des Reiters kam; und alle Vögel fraßen sich satt an ihrem Fleisch.

Off 20,11-15
Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der auf ihm saß; vor seinem Anblick flohen Erde und Himmel und es gab keinen Platz mehr für sie.

12 Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die Großen und die Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war.

13 Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren; und der Tod und die Unterwelt gaben ihre Toten heraus, die in ihnen waren. Sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken.

14 Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee.

15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.

Off21,1-8

Die neue Welt Gottes
Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.

2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.

4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.

5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

6 Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.

7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

8 Aber die Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendiener und alle Lügner - ihr Los wird der See von brennendem Schwefel sein. Dies ist der zweite Tod.

Am 8.9

Ende - Endzeit

(hebr. 'aharit, qes; gr. éschaton, télos), Endzeit, Endziel (R 621) oder Aufhören, letzteres auch räuml. (E. der Welt: zeitl. Mt 2820, räuml. Apg 18).

Im AT.

Die Wichtigkeit der Eschatol. im AT zeigt sich in der Mannigfaltigkeit der Bezeichnungen, durch die sie ausgedrückt wird: a) »an jenem Tage« (Js 220 Am 89 Zph 311 Hos 17 usw.), b) »in jenen Tagen« (Jr 318 3129 Sach 823 usw.), c) »in jener Zeit« (Js 187 Jr 81 Zph 320), d) »es kommt die Zeit« (Jr 732 1614 235 Am 913), e) »zur letzten Zeit« (Js 22 Hos 35 Mi 41 usw.). Die Mehrzahl dieser Bezeichnungen sind nur Varianten der klass. Bezeichnung: »der Tag Jahwes« (hebr. jom Jahwe), dessen ausführliche Beschreibung sich in den Büchern Jl (21ff 414ff) und Zph (114ff) findet. – Der Ursprung des Begriffes »Tag Jahwes« ist wahrscheinlich ein zweifacher: er hat Anhaltspunkte in gewissen großen hist. Ereignissen und speziell in den Siegen der Heere Israels (Anspielung auf Ri 7 »am Tage Midians« Js 93 1026), um so mehr als im Altertum angenommen wurde, daß die Kriege von Jahwe selbst geführt werden; andererseits hat der Tag Jahwes seinen Ursprung in den göttl. Epiphanien des Kultus. im besonderen zu Zeiten der großen Feste, an denen sich gewissermaßen das Schicksal der Welt und der Völker abspielte. Es ist schwer zu sagen, von welchem genauen Zeitpunkt an Israel diesen Begriff eines letzten und entscheidenden Tages kannte; er war jedenfalls den Hörern des Propheten Amos bekannt, die sich ihn als einen Tag des Lichtes vorstellten, d.h. des Triumphes für Israel und des Gerichts für die anderen Völker (Am 518). Wenn er auch durch den Nationalismus zu Zeiten des Amos geformt wurde, ist er nichtsdestoweniger ein alter Begriff, der ein rel. Erbteil Israels gewesen sein muß und nicht von Nachbarvölkern übernommen worden sein kann, von denen keins die Eschatol. kannte. Es ist nicht unmöglich, daß die Eschatol. auf die Mosezeit selbst zurückgeht und daß sie verknüpft ist mit der Offenbarung des Namens Jahwes, der seinen wahren Sinn nur dann haben kann, wenn seine Existenz und Anwesenheit unbestreitbar ist und keine Grenzen kennt. Die zwei Haupttätigkeiten dieses Gottes: die Schöpfung und die Erwählung, erfordern eine Vollendung: die Schöpfung, die seinerzeit nicht beendet worden ist, sondern weitergeht zu einem Ziel, welches nach durchschnittl. Berechnungen der Priester auf eine Periode von 4000 Jahren geschätzt wird, die aber, abgesehen vom Buche Dn, im AT wenig erwähnt wird. Indem Jahwe für seine Offenbarung ein Volk der Geschichte wählte, hat er der Geschichte den Stempel der Bewegung aufgedrückt und eine Richtung gegeben, die nur zum Triumph seiner Allgegenwart und Königsherrschaft führt: Er ist
der »Erste« und der »Letzte« (Js 414 4812). Obwohl Israel einen zielgerichteten und keinen zyklischen Zeitbegriff hatte, so werden in den Beschreibungen der E. meist Stellen aus den Mythen über den Uranfang entnommen. Diese Übereinstimmung zwischen Urzeit und E. ist im Hebr. durch die Bezeichnung schub schobut ausgedrückt, die große Rückkehr (Ps 147 Ez 1653 Jl 41.4 Zph 320 usw.). Die E. wird durch eine Wiederkehr des Chaos, das vor der Schöpfung bestand, gekennzeichnet werden (Am 74 Jr 423ff Zph 12.14 Js 516); die gegenwärtige Schöpfung wird vernichtet sein (Js 344 Ps 10226–28), um einem neuen Himmelreich und einer neuen Welt Platz zu machen (Js 6517 6622); das Paradies mit seiner unsagbaren Fruchtbarkeit und dem Zustand allgemeinen Friedens wird wiederkommen (Hos 223ff Js 116 Ez 4712); aber an vielen Stellen wird es einfach eine Rückkehr zu den hehren Zeiten des Exodus sein (Hos 216 Js 126), denn die eigentlich kosmischen Elemente, die eine große Rolle in den ältesten wie auch in den neuesten Formen der Eschatol. spielen, stehen bei den Propheten in bezug auf die gesch. Angaben deutlich an zweiter Stelle; für sie ist die Zeit, die kommen wird, diejenige des Gerichts, das entweder über die Völker mit Ausnahme Israels oder über die Gesamtheit der Völker einschließlich Israels hereinbricht; die mythischen und kosmischen Kräfte werden zu gesch. Realitäten, zB einem Angriff der Völker (Js 1712ff Ps 46), wenn auch die mythischen Elemente durch diese Historisierung hindurch erkennbar bleiben. Diese Transposition, durch die die beteiligten Kräfte nicht mehr Jahwe und die Mächte des Chaos, sondern Israel und die großen Weltreiche sind, ist bedingt durch die besondere Situation des Volkes Israel, das ständig in seiner Existenz bedroht war und dem dieses drohende Ende Israels wichtiger war als dasjenige der Welt, wenn es auch nach den meisten biblischen Autoren eine enge Verbindung zwischen beiden gab. Durch die besondere Auffassung der Zeit in Israel ist die E. in Israel stets als bevorstehend angesehen worden, der Tag Jahwes ist fast immer »nahe« (Js 136 Ez 303 Jl 115 21 414 Ob 15 Zph 17.14), aber gerade weil er immer nah ist, erscheint er nicht als Bruch mit der Geschichte. Die Eschatol. realisiert im Gegenteil völlig das Ideal der Geschichte, welches die Erkenntnis der Oberhoheit und der Königsherrschaft des Gottes Israels bei allen Völkern ist, ein Glaube, der sowohl bei den Propheten als auch in den Psalmen seinen Ausdruck findet und dessen vorherrschendes Thema die aktuelle und eschat. Königsherrschaft Jahwes ist. Der Messianismus ist gleichfalls ein Beweis der Verbindung zwischen der Geschichte und der Eschatol. mit dem Ton auf der Errichtung der david. Königsherrschaft. Die gesch. Dynamik gibt dem eschat. Drama ein kämpferisches Aussehen: Jahwe muß alle Widerstände brechen, die sich gegen seine Königswürde auflehnen: myth. oder hist. Feinde, aber auch die Macht der Sünde, die in jedem Menschen wirkt und die vernichtet wird, sei es durch die Gabe des Geistes, der neue Wesen erschaffen wird, oder auch durch die Tat eines Gerechten, der die Sünde der anderen auf sich nimmt ( Knecht Gottes).
Die Eschatol. kannte keinen Bruch, keinen Dualismus; er tritt erst später auf, wahrscheinlich unter dem Einfluß des Mazdaismus und des Hellenismus, und erst in der apokal. Literatur befindet sich die gegenwärtige schlechte Welt im Gegensatz zur kommenden Welt, die auf dem dreifachen Plan – räumlich, zeitlich und ethisch – steht. In dieser neuen Schau besteht das Endheil nicht in der Vollendung der hist. Mission Israels durch eine vollkommene Theokratie, sondern durch den Einbruch des Himmelreichs auf Erden: den vom Himmel herabsteigenden Menschensohn (Dn 713). Die Eschatol. wird parallel von der kollektiven auf die individuelle Ebene übergehen; sie wird sich für das Schicksal des Individuums interessieren und eine Doktrin über die Auferstehung der Toten ausarbeiten. Man kann dennoch von einer Einheit der eschat. Standpunkte sprechen, trotz der unterschiedl. Darstellungen: das bleibende Thema ist das Reich Gottes und der Triumph des Lebens, der sein eigentliches Wesen ist.
E. Jacob

Im nachexil. Judentum entwickelten sich (zT iranisch beeinflußte) Vorstellungen über die letzten Perioden der Geschichte (zB AssMos 6–1015; Apokalyptik), über die Weltzeitalter (Sir 3920; Äon), über die endliche Verwirrung (4 Esr 51–12) und das Jüngste Gericht (1 Hen 9114 1 Q HabKomm 133). Man ist geneigt, Urzeit und Endzeit zusammenzustellen (1 Hen 12–5) und mit einem nahen Einbruch letzterer zu rechnen (4 Esr 92 1410). Für die Sektenleute von Qumran scheint die Endzeit schon da zu sein (1 QH 319ff).

Für das NT strebt die Offenbarungsgeschichte auf einen Abschluß, einen letzten Zeitabschnitt hin: den Übergang des Menschen und der Schöpfung von der Vergänglichkeit zur ursprgl. Ewigkeit (R 821). Es ist das Eintreten des Gottesreiches, der Übergang vom alten in das neue Weltzeitalter (Äon) (Mt 417 J 35 G 14). Dieser ursprgl. jüd. Glaube ist vom Christentum so ausgestaltet worden, daß in Jesus Christus der Wendepunkt liegt. Wenn man das näher bestimmen will, tauchen aber Probleme auf. In der Tat legen die Evv Jesus Aussagen in den Mund, die sich zu widersprechen scheinen. a) Das Ende ist nahe, das Gottesreich kommt (Mk 115). Die Eschatologie Jesu ist also zweifellos auf eine Zukunft hin gerichtet. Die Schule der »konsequenten Eschatologie« (Schweitzer), heute noch vertreten, glaubt, daß dieses der Hauptinhalt des Ev.s ist. Jesus sendet seine Jünger aus, überzeugt, daß sie nicht die Zeit haben werden, in allen Städten des Landes zu predigen, bevor das Gottesreich hereinbricht (Mt 1023). Die Enttäuschung führt die Christen dazu, die Eschatologie des Meisters in eine unbestimmte Zukunft zu versetzen und seine Botschaft zu verändern, indem sie ihn seine Unwissenheit über Zeit und Stunde bekennen und zu einer Wachsamkeit ermahnen lassen, deren ständiger Wert völlig den Bedürfnissen einer verwirrten Christenheit entspricht. Die Botschaft Jesu wäre also mit der ganzen Begrifflichkeit der Menschen seiner Zeit verknüpft, die als eine vergängliche und für einen modernen Geist unvereinbare Schale einer ewigen Wahrheit anzusehen wäre. Diese letztere wäre von der myth. Sprache zu befreien. Die wahre ev. Botschaft wäre eine Eschatologie, losgelöst aus dem zeitl. Rahmen, ein ewig bestehender Ruf zur Entscheidung, die jeder Mensch aufgefordert ist zu fassen, wenn sein Gott ihn anruft (Bultmann). b) Andererseits aber ist es unzweifelhaft, daß Jesus die endgültige Ankunft des Gottesreiches als gegenwärtig verkündigt hat, so in der Antwort, die den Boten des Täufers gegeben wird (Mt 115). Die Weissagungen sind erfüllt, das Gottesreich ist also
gegenwärtig, in Jesus ist das Ende da und die Eschatologie verwirklicht (L 1023 1616). Läge hier nicht das einzige und wahre Verständnis der Botschaft Jesu (Dodd)? Wenn die Evv für uns Weissagungen der Zukunft zu enthalten scheinen, so verstehen wir sie falsch (Mk 114f muß übersetzt werden: das Reich Gottes ist gekommen), oder wir übertragen Aussagen, die in Wirklichkeit nur die beiden Äonen gegenüberstellen wollen, auf eine zeitl. Ebene. Alle Texte über das Gericht, die endgültige Wiederkunft des Menschensohnes, zeigen lediglich die Krise an, welche für jeden Menschen die Begegnung mit seinem Herrn bedeutet. Das Gottesreich an- und aufnehmen bedeutet, ins ewige Leben eingehen, es zurückweisen heißt, das Gericht auf sich selbst herabrufen (Robinson). c) Dennoch kann man auf diese Art und Weise nicht allen Texten gerecht werden, die ein zukünftiges Ende verkünden. So prophezeit Jesus, daß einige seiner Vertreter noch leben werden, wenn das Königreich kommen wird (Mt 1628 p vgl. 1023 2434 p). Die zeitl. Bestimmung bereitet Schwierigkeiten, aber sie zeigt, daß man die wahrhaft zukünftige Bedeutung der eschatol. Botschaft Jesu nicht vom Ev ausschließen kann. Jesus hat eine Übergangszeit verkündet, die seine Ankunft vom Erscheinen des Königreiches trennt. Man muß beiden Aussagen gerecht werden. In Jesus ist das Königreich da, andererseits muß es noch kommen. Mit Christus erreicht die Heilsgeschichte ihren Mittelpunkt, d.h. die Ablösung der Äonen. So erklärt sich die Haltung des frühen Christentums. Die verschiedenen Ansichten haben in Wirklichkeit nicht verwirrt; man betete weiterhin Maranatha (Komm Herr). Im zukünftigen E. sah man nur die endgültige Offenbarung eines Sieges, der schon davongetragen war. Weil in Christus das Gottesreich die anfängliche und entscheidende Phase seiner Einsetzung erfahren hat, haben die letzten Zeiten begonnen, sind die Christen schon gerettet und Bürger dieses Reiches, obwohl sie noch nicht darin leben, da sie noch dem Tode unterworfen sind. Sie erwarten deshalb von der Zukunft die herrliche, allgemeine Offenbarung, die ihnen der Hl. Geist verbürgt. Diese Spannung gehört zum Wesen des Ev selbst (Cullmann).
Die verschiedenen Beschreibungen des Endes (zB Mt 243–51 p 1 K 1520–28 Off 1911–2015) sind in ihren Einzelheiten nicht auf ein einheitl. Schema zurückzuführen, da sie von den jeweils aktuellen Vorstellungen und Intentionen abhängig sind. Sie stimmen indessen darin überein, Christus eine entscheidende Rolle in diesem E. einer Geschichte zuzuerkennen, in der er der Meister ist. Am Tag des Herrn ist er es, der nach einer kosm. Katastrophe und nach den gewaltigen Feindseligkeiten des Antichrist (Off 1919) zum Gericht kommt und die Seinen zum ewigen Ruhm eines unantastbaren Königreiches führt (2011–215).
[Handwörterbuch: Ende. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1607
(vgl. BHH Bd. 1, S. 409)


pfeilEngel

24 Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Gen48,16
15 Er segnete Josef und sprach: Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak /
ihren Weg gegangen sind, /
Gott, der mein Hirt war mein Lebtag bis heute,
16 der Engel, der mich erlöst hat /von jeglichem Unheil, /
er segne die Knaben. /
Weiterleben soll mein Name durch sie, /
auch der Name meiner Väter /
Abraham und Isaak. /
Im Land sollen sie sich tummeln, /zahlreich wie die Fische im Wasser.

2Sam24,16
16 Als der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es ins Verderben zu stürzen, reute den Herrn das Unheil und er sagte zu dem Engel, der das Volk ins Verderben stürzte: Es ist jetzt genug, lass deine Hand sinken! Der Engel war gerade bei der Tenne des Jebusiters Arauna.

Ri 6,20-21
20 Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, und leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg! Gideon tat es.
21 Der Engel des Herrn streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des Herrn aber war Gideons Augen entschwunden.

Gen 18,1-3

Der Herr erschien Abraham bei den Eichen von Mamre. Abraham saß zur Zeit der Mittagshitze am Zelteingang.
2 Er blickte auf und sah vor sich drei Männer stehen. Als er sie sah, lief er ihnen vom Zelteingang aus entgegen, warf sich zur Erde nieder
3 und sagte: Mein Herr, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, geh doch an deinem Knecht nicht vorbei!

Apg 23,7-8
7 Als er das sagte, brach ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern aus, und die Versammlung spaltete sich.
8 Die Sadduzäer behaupten nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel noch Geister, die Pharisäer dagegen bekennen sich zu all dem.

Lk1,11-14

11 Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars.
12 Als Zacharias ihn sah, erschrak er und es befiel ihn Furcht.
13 Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben.

14 Große Freude wird dich erfüllen und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen.

Mt1,19-25

19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20 Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

22 Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
23 Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, /
einen Sohn wird sie gebären, /
und man wird ihm den Namen Immanuel geben, /
das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.

24 Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
25 Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Mk1,12-13
12Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste.

13 Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.

Lk22,39-43
Das Gebet am Ölberg
39Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm.

40 Als er dort war, sagte er zu ihnen: Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!
41 Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete:
42 Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.

43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft.

Mk16,2-6
2 Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.
3 Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
4 Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
5 Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
6 Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.

1Thess 4,15-17

15 Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben.

16 Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen;
17 dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein.

1Kor13,1

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, /
hätte aber die Liebe nicht, /
wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Kol 2,17-18
17 Das alles ist nur ein Schatten von dem, was kommen wird, die Wirklichkeit aber ist Christus.

18 Niemand soll euch verachten, der sich in scheinbarer Demut auf die Verehrung beruft, die er den Engeln erweist, der mit Visionen prahlt und sich ohne Grund nach weltlicher Art wichtig macht.

1.Kor 13,1
131 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, /hätte aber die Liebe nicht, /
wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

2 Und wenn ich prophetisch reden könnte /
und alle Geheimnisse wüsste /
und alle Erkenntnis hätte; /
wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, /hätte aber die Liebe nicht, /wäre ich nichts.

Kol 2,18-19

18 Niemand soll euch verachten, der sich in scheinbarer Demut auf die Verehrung beruft, die er den Engeln erweist, der mit Visionen prahlt und sich ohne Grund nach weltlicher Art wichtig macht.
19 Er hält sich nicht an das Haupt, von dem aus der ganze Leib durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten wird und durch Gottes Wirken wächst.

Kol 2,14-15
14 Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.
15 Die Fürsten und Gewalten hat er entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt; durch Christus hat er über sie triumphiert.

2.Petr2,10

4 Das drohende Gericht über die Irrlehrer: 2,4-10a
Gott hat auch die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern sie in die finsteren Höhlen der Unterwelt verstoßen und hält sie dort eingeschlossen bis zum Gericht.

2.Petr2,10b-11
10 Diese frechen und anmaßenden Menschen schrecken nicht davor zurück, die überirdischen Mächte zu lästern,
11 während die Engel, die ihnen an Stärke und Macht überlegen sind, beim Herrn nicht über sie urteilen und lästern.

Off 7,11-12
11 Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an
12 und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, /
Weisheit und Dank, /
Ehre und Macht und Stärke /
unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.

Off 5,7-14

7 Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.

8 Als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.

9 Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, /
das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du wurdest geschlachtet /
und hast mit deinem Blut /
Menschen für Gott erworben /
aus allen Stämmen und Sprachen, /
aus allen Nationen und Völkern

10 und du hast sie für unsern Gott /
zu Königen und Priestern gemacht; /
und sie werden auf der Erde herrschen.

11 Ich sah und ich hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend.

12 Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, /
Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, /
Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.

13 Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm /
gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.

14 Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an.

 

Gen3,24

Engel

(hebr. mal'ak »Bote«, von einer westsem. Wurzel l'k »senden«, gr. ángelos »Bote«), Vertreter Gottes.

Im AT
Das Wort bezeichnet im AT häufig einen Menschen, der als Bote gesandt wird, sei es von Menschen (Gn 324 Ri 93 u.ö.) oder von Gott (Js 4426 u.ö.). Aber das gleiche Wort kann auch Wesen der übermenschl. Sphäre meinen, die in menschenähnl. Gestalt (ohne Flügel) Boten Jahwes sind. Solche F. können Boten des Heils (Gn 4816 2211.15 u.ö.) oder des Unheils (2 Sm 2416f u.ö.) sein. Da sie sehr oft Menschen gleichen, werden sie zuweilen erst erkannt, wenn sie menschl. Speise ablehnen (Ri 1316) – doch essen die drei Männer das von Abraham Vorgesetzte (Gn 188) – oder sich entfernen (Ri 621). Da Jahwe selbst die »Ähnlichkeit wie das Aussehen eines Menschen« (Ez 126) besitzt und in dieser Gestalt erscheint (Gn 181 Js 61), so kann der E. Jahwes Hülle für Jahwe selbst sein, so wie er auch von Jahwe dem Volk der Wüstenzeit als Führer und Beschützer mitgesandt wurde (Ex 332 u.ö.). Mit Ausnahme von 4 Stellen begegnet in den vorexil. hist. Schriften nur »der E. Jahwes« in der Einzahl. Jedoch hat Jahwe in Gn 18 zwei Begleiter, die von ihm mit selbständigem Auftrag an Lot weitergesandt werden. Jakob sieht im Traum eine unbestimmte Zahl von E.n auf einer Himmel und Erde verbindenden Leiter auf- und absteigen (Gn 2812), während Jahwe an ihrem oberen Ende aufgerichtet steht. Micha ben Jimla sieht den thronenden Jahwe, um den das »Heer des Himmels« und darunter der »Geist« steht, dem Botendienste übertragen werden, ohne daß er als E. bezeichnet wird (1 Kg 2219ff). Eine ähnliche Situation zeigt Js 61ff, wo lobpreisende sechsflügelige Seraphen genannt werden, von denen einer Botendienste leistet, ohne daß auch hier das Stichwort fällt. Ezechiels »Tiere« oder »Keruben« (Ez 110 u.ö.) sind Träger der saphirähnlichen Platte, auf der Jahwes Thron steht, werden aber erst in späterer Systematik unter die E. gezählt. Die vorexil. Zeit kennt demnach den E. oder die E. Jahwes als Boten und seit der mittleren Königszeit einen Hofstaat des thronenden Jahwe mit dem »Himmelsheer«, zu dem »der Geist« gehört, Seraphen, Keruben (= Lebewesen, Tiere), die jedoch nicht als E. bezeichnet werden, da E. bis zum Exil nur den Träger eines Botenauftrags während dessen Ausführung meint. Dagegen sind das Himmelsheer (= Seraphen und Keruben) Gestalten, deren dauernde Funktionen der Vorderorient. Mythologie und Dämonologie entnommen sind. Hierher gehören auch die Erwähnungen der E. in den Psalmen. In nachexil. Zeit begegnet bei Sacharja passim der »E., der mit mir sprach« als Mittler zw. dem transzendent gewordenen und ferner gerückten Jahwe
und dem Propheten in einer dem E. Jahwes entsprechenden Rolle, vielleicht in Anlehnung an den babyl. Schutzgott, der den Menschen den Zugang zu den großen Göttern vermittelt. Der Hiobdialog nimmt die Vorstellung von einer himml. Ratsversammlung, wie sie Micha ben Jimla geschaut hatte, wieder auf, spricht freilich nicht von E.n, sondern von Göttersöhnen (wie sie auch das mythische Fragment Gn 61 kennt), und sieht unter ihnen den Satan, der hier (wie in Sach 31ff) zu der Umgebung Jahwes gehört. Später zeugt der 2. Teil des Dn. von einer durch die pers. Religion beeinflußten Weiterentwicklung. Zwar begegnet auch hier der bei Sach auftretende Angelus interpres (Dn 716 u.ö.), aber daneben begegnen E. als Schutzgeister der Perser und Griechen (1020) und Israels (1021). Dieser trägt den Namen Michael; neben ihm begegnet der E.name Gabriel (816 u.ö.). Noch weiter öffnen sich in der Zeit zw. den Testamenten nach Ausweis der Pseudepigraphen, vor allem bei Henoch und dann in der Qumranliteratur (Buch der Kriege 1 QM) die Tore für das Einströmen pers. Vorstellungen, so daß es zur Ausbildung einer dualist. E.lehre kommt (unten 2).

Judentum

Engel und Dämonen sind im Judentum gute und böse Geister. Dieser ethischen Unterscheidung fügt das theol. Denken eine weitere hinzu: den E. als Mittler, etwa des Logos (Philo Leg. All. III, 177 u.a.) Die göttl. Transzendenz begünstigt unter Einwirkung des babyl.-pers. Dualismus die Angelologie (dies ist typischerweise auch im Islam der Fall). E.stypen und -gestalten verfestigen sich in Namen: Gabriel und Michael (Dn 816 u.a.); Raphael (Tob 325 u.a.); Uriel, Phanuel (Hen, Bar, 4 Esr); Sariel (Müh.) – bis hin zum merkwürdigen talmud. und ma.lichen Metathron. Eine Systematisierung geht damit Hand in Hand: die Angelologie erstreckt sich auf die ganze Schöpfung als Ausdruck des Schöpfers: Elemente, Gestirne, Tiergestalten (Cherubim, Seraphim) und vor allem menschl. Gestalten. Eine Hierarchie ist vorhanden (2 Hen). Es gibt Erz-E. und E. des Dienstes am himml. Hof, oder sie sind Boten, Aufseher, Ordnungsmächte, ein ganzes Heer (vgl. 1 QMilh. IX, 14–16 1 QS XVII, 6–8). Der alte animist. Grund sichert diesen Abstraktbildungen konkrete Substanz, die noch sublimiert, verklärt wird: »Herrlichkeit« wird die himml. Substanz des E.haften

ImNT

In der Zeit des NT stand diese Angelologie bei den Pharisäern in Ehren; die Essener sollen auch einen E.skult entwickelt haben (Jos. Bell. II, 142). Die Sadduzäer verhielten sich ablehnend (Apg 238). – Evv und Apg spiegeln ungefähr den Volksglauben wider. Als Himmelsboten sind die E. mit den Ereignissen des Lebens Jesu verbunden: zwei Verkündigungen durch Gabriel, Verkündigung an die Hirten, das Gloria (L 111.10.26–38 29–14); die Befehle an Joseph (Mt 120 213.19); die Versuchung Jesu, wo die E. ihm dienen (Mk 113 p); die Vision nach den ersten Berufungen (J 151); Gethsemane (L 2243); Auferstehung (Mt 281–7 p); Wiederkunft und Jüngstes Gericht (Mt 1339.41.49 1627 2431 2531 Mk 838 1327). – »E.« erscheint 23mal in L; 21mal in Apg; 17mal in Mt; 5mal in Mk; 4mal bei J. Lukas allein nennt Gabriel (119.26). Diese E. haben Menschengestalt (Mk 165 L 245); ihr Antlitz leuchtet (Apg 615; vgl. L 929). Gekleidet in glänzendes Weiß, sind sie rein und unsterblich; sie heiraten nicht (L 244; vgl. 929 Apg 110 J 2012 Mk 165 1225 p). Sie haben verschiedene Aufgaben: Sie sind Heilende (wahrscheinl. der E. von Bethesda, J 54; vgl. Raphael in Tob); »Totengeleiter« (L 1622); Schutz-E. (Mt 1810 Apg 1215). Paulus nimmt diese Themen auf: Boten-E., Helfer, Herolde Christi (1 Th 416 2 Th 17 1 K 1522 Apg 27); Schutz-E. (vielleicht in 1 K 1110; vgl. 1 T 5 21, sofern sich dort nicht eine Anspielung findet, die sonst merkwürdig wäre, auf die von den Rabbinen weiterentwickelte alte Mythe in Gn 62–4). Die Haltung des Paulus ist nicht mehr naive Bewunderung, sondern Reserve und Kritik. Das Gesetz ist nicht erhöht, sondern herabgesetzt durch die Tatsache, daß es nach der Tradition von E.n offenbart worden ist (G 319f; vgl. Apg 738.53 H 22). Mit E.szungen reden, wie es die Zungenredner glauben mochten, wiegt nicht ein gedankenklares Wort und erst recht nicht die Liebe auf (1 K 131 141ff). Der E.skult, der sich mit einem wirren Prägnostizismus verband und der später die Kirche gewann, wurde von Paulus mißbilligt (Kol 218).
Es gibt zweifelhafte E., die der Elemente, Gestirne usw., oder Gemeinschaften, die auch die falschen Götter verdecken können und im Grunde aus einem christusfeindl. Polydämonismus erstehen (1 K 1525). Nun aber müssen sich alle Christus, dem alleinigen Mittler, unterwerfen. Throne, Autoritäten, Fürstentümer, Gewalten sind durch ihn in ihren Ansprüchen abgewiesen (Kol 215) und sehen den Plan Gottes sich in der Kirche auswirken (E 310). Im H erscheint E. 13mal (14mal in den Briefen, die den Namen des Paulus tragen). Dienstbare Geister (leitourgikà pneúmata, 114) in menschl. Gestalt nehmen Gastfreundschaft an (132). Sie haben das Gesetz überliefert (22). Im Himmel vereinen sie sich mit dem Chor der Seligen (1222ff). Einstweilen über die Menschen und sogar über Jesus gestellt, sind sie einfache Instrumente des Erlöserwillens, der durch den Sohn vollbracht ist, den sie anbeten müssen (16 25.7.9.16). – Die E. durften bisher nicht den göttl. Plan kennen (1 P 112). Jedoch werden sie mit dem Namen ihrer himml. Substanz als Herrlichkeiten bezeichnet (2 P 210 Jd 8). Michael hat mit dem Teufel um den Leichnam des Mose gestritten (Ass. Mos., Jd 9). Durch den Fall einiger E. ist andererseits die Sünde gekommen (2 P 24 Jd 6; vgl. 1 Hen, Ass.Mos.). Die Off hat E. 72mal (von 191mal im ganzen NT). Hier sind die E. mit Gestirnen, Flüssen verbunden, aber vermutl. auch Wächter der Gemeinden (120 31 45 71 91.14). Sie können verschiedene, insbes. tierische Gestalt haben (die 4 Tiere in 46 56; vgl. Ez 15.13ff), hauptsächlich jedoch Menschengestalt, strahlend von Licht und dóxa (101 181 u.a.). Neben ihrem Auftrag, die göttl. Entscheidungen, Urteile, Züchtigungen (146f 161) – in Verbindung mit ihrem eigentl. Dienst als Boten (11) – durchzuführen, haben sie zahlreiche weitere Funktionen. Sie opfern Weihrauch, singen, beten an, bilden den Hof Gottes; so sind sie beim Empfang der Märtyrer zugegen (79–17). Um die Prüfungen und die dem Ende vorangehenden Umwälzungen anzukündigen, blasen die 7 E., die vor Gott stehen, die Posaune (82ff). In der Entscheidung folgt das Heer weißgekleideter, auf weißen Pferden reitender E. dem Logos Gottes in seinem blutroten Mantel zum Endsieg (1911ff). Den E.n, den »Mitknechten«, huldigt man in keinem Kult (sýndoulos, 1910 229), vielmehr Gott allein und dem Lamm (ebd. und 58ff).
[Handwörterbuch: Engel. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1619
(vgl. BHH Bd. 1, S. 413)






pfeilErbe

3 Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben.
4 Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.
5 Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.

6 Abram glaubte dem Herrn und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.

Num27,5-10

5 Mose trug ihren Fall dem Herrn vor
6 und der Herr sprach zu Mose:
7 Die Töchter Zelofhads haben Recht. Du musst ihnen eigenen Grund und Boden als Erbbesitz bei den Brüdern ihres Vaters geben, also den Erbbesitz ihres Vaters auf sie übertragen.
8 Sag zu den Israeliten: Wenn jemand ohne Söhne stirbt, dann übertragt seinen Erbbesitz auf seine Tochter!
9 Hat er keine Tochter, dann gebt seinen Erbbesitz seinen Brüdern!
10 Hat er keine Brüder, dann gebt seinen Erbbesitz den Brüdern seines Vaters!

Jos13,13-14
13 Aber die Israeliten vertrieben die Geschuriter und die Maachatiter nicht; so wohnen Geschuriter und Maachatiter bis zum heutigen Tag mitten in Israel.
14 Nur dem Stamm Levi gab Josua keinen Erbbesitz; der Herr, der Gott Israels, ist sein Erbteil, wie der Herr ihm gesagt hatte.

Tob 8,21

15 Da pries Raguël Gott und betete: Sei gepriesen, Gott, mit reinem und heiligem Lobpreis. Deine Heiligen und alle deine Geschöpfe sollen dich preisen. Alle deine Engel und alle deine Auserwählten sollen dich preisen in alle Ewigkeit.
16 Sei gepriesen, weil du mir diese Freude bereitet hast und weil nicht eingetroffen ist, was ich befürchtet habe. Du hast uns in deiner großen Barmherzigkeit geholfen.
17 Sei gepriesen, weil du mit diesen beiden Menschen Erbarmen hattest, die die einzigen Kinder ihrer Eltern sind. Herr, hab Erbarmen mit ihnen und lass sie ihr Leben in Gesundheit und Freude verbringen, geschützt von deinem Erbarmen!
18 Dann befahl er seinen Knechten, das Grab wieder zuzuschütten.
19 Er veranstaltete für das Paar ein Hochzeitsfest, das vierzehn Tage dauerte,
20 und noch vor Beendigung der Hochzeitsfeier beschwor er Tobias, nicht abzureisen, ehe die vierzehn Tage des Festes zu Ende seien.
21 Dann solle er die Hälfte seines Vermögens in Empfang nehmen und wohlbehalten zu seinem Vater zurückkehren. Das übrige, sagte er, wirst du erhalten, wenn ich und meine Frau tot sind.

2 Makk 2,17-18
17 Gott hat sein ganzes Volk gerettet und allen das Erbe und die Königsherrschaft und das Priestertum und die Heiligung verliehen,

18 wie er es durch das Gesetz verheißen hat. Darum hoffen wir nun, dass Gott bald mit uns Erbarmen hat und uns aus der ganzen Welt an seinen heiligen Ort zusammenführt. Denn er hat uns schon aus großen Gefahren gerettet und hat den heiligen Ort gereinigt.

Lk12,13
13 Das Beispiel von der falschen Selbstsicherheit des reichen Mannes: 12,13-21
Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
14 Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?

15 Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt.
16 Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
17 Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
18 Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
19 Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens!
20 Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?

21 So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Jes 49,8
8 So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, /
am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, /
der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land /
und das verödete Erbe neu zu verteilen,

9 den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, /
und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!

Apg 26,17-18
17 Ich will dich vor dem Volk und den Heiden retten, zu denen ich dich sende,
18 um ihnen die Augen zu öffnen. Denn sie sollen sich von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott bekehren und sollen durch den Glauben an mich die Vergebung der Sünden empfangen und mit den Geheiligten am Erbe teilhaben.

Hebr 9,15-18
15 Und darum ist er der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten.

16 Wo nämlich ein Testament vorliegt, muss der Tod des Erblassers nachgewiesen werden;

17 denn ein Testament wird erst im Todesfall rechtskräftig und gilt nicht, solange der Erblasser noch lebt.
18 Daher ist auch der erste Bund mit Blut in Kraft gesetzt worden.

 

Gen 15,4

Erbe

(hebr. nahala, gr. kleronomía).

Im AT meint Erbe (wo es nicht als »Los« übertragen für »Schicksal« steht) unveräußerliches Eigentum an Produktionsmitteln (Nm 277 3232 Ez 4616) und wird daher nie für Vieh, sondern nur für Fruchtland gebraucht. König (Ps 28) und Gott (bes. Dt 420 Jr 1016 Ps 742 Dt 929 1 Kg 851) können auch ein Volk als »E.« haben. Der Zehnte ist zugleich E. der Leviten, d.h. ihr festes Einkommen (Nm 1821), oder – kühner und präziser – Gott selbst ist ihr E. (Nm 1920 Dt 109 182 Jos 1333). Da die vollfreien Männer ( Am haares) das Fruchtland, über das sie wehrhaft Gewalt und Schutz üben, zu gleichen Teilen unter sich vererben, fehlt im bibl. Hebr. neben »Sohn« ein bes. Wort für »der E.« (anders in Ugarit [Alt KS III, 207] und Babylonien-Assyrien [RLA II, 458]), wohl weil es keinen Totenkult und keine Familiengötter mehr gibt (vgl. aber Gn 3134 und dazu R. de Vaux, RB, '49, 33ff). Die weibl. Familienmitglieder haben – gegen Mithilfe – lebenslängl. Anrecht auf Versorgung aus dem E. Töchter werden durch eine Mitgift abgefunden, in reichen Familien im Wert eines Erbteils (CH 178. 180; Gn 3115f), sonst nach den Verhältnissen (CH 181–184). Als Witwen (Gn 3811 Rt 18f) oder Geschiedene (Lv 2213) bringen sie sie, falls sie ins Vaterhaus heimkehren, zurück (CH 171f. 138; an ders Ass. Ges. 37, vgl. 35). Sehr reiche Väter konnten ihren Töchtern Grundbesitz als Geschenk (Jos 1516ff Ri 112ff 1 Kg 916; CH 179), u.U. sogar einmal ein volles Sohnes-Erbteil geben (Hi 4215). Regelmäßig erben Töchter nur, wenn Söhne fehlen (Nm 271ff; ebenso Gudea von Lagasch [um 2000 vChr] und neubabyl. Urkunden, RLA II, 459ff). Sie müssen dann im Stamm heiraten, damit dessen Gebiet erhalten bleibt (Nm 361ff), da Schwiegersöhne nur adoptiert werden können, wenn sie besitzlos (Tob 821), genauer Sklaven oder Halbfreie sind. Der Adoptierte gibt ja sein E. auf (RLA I, 38). E.rechtl. Töchtern gleichgestellt waren wahrscheinl. nicht adoptierte Söhne aus nicht vollgült. Verbindung (Ri 111ff Spr 172; CH 171, Taubenschlag 185). Noch vor den Töchtern erbten durch die Hauptfrau (Gn 303ff; vgl. Gn 162 2110f 255f) oder den Erblasser (Spr 172) adoptierte Söhne von Nebenfrauen und Sklavinnen, wofür genügte, daß der Erblasser sie einmal »Kinder« genannt hatte (CH 170f, anders Spr 172?). Sie erbten auch ohne das, wenn Söhne von Hauptfrauen fehlten (Ass.Ges. 41; Gn 152). Um das E. gegen das Pfändungsverlangen eventueller Gläubiger zu schützen – sichern konnte man es nicht (Ps 10910f; RLA I, 461 II) –, übertrug man es den Söhnen, solange die väterl. Autorität dadurch nicht litt (anders Sir 3320ff), gern früh (Rt 43.5.9), oft als Pfand für die Auszahlung des E.s und meist wohl spätestens, wenn sie einen eigenen Hausstand gründeten, so daß die erwachsenen Männer der Familie je einen Teil ihr eigen nannten. Starb der Vater, so fiel dessen Teil zunächst an die Witwe(n) (Rt 43.5.9 Jdt 86; vgl. 1 Kg 2 17 a ß 2 Kg 42; >Gebira) und nach ihrem Tod nicht an die Söhne gemeinsam, sondern an den Ältesten, der für die Versorgung der Mutter, sofern sie ledig blieb, ursprgl. (?) offenbar allein verantwortl. war (Ass.Ges. 46). Daraus wird sich erklären, daß er doppelten Anteil bekam (Dt 2115–17); so auch in Nuzi (RLA II, 461f) und Ägypten (Taubenschlag 184; von CH 165 abgeschafft). Die Söhne einer kinderlosen Witwe aus zweiter Ehe – nicht bloß der Älteste, der den Namen des Erblassers trägt (Dt 256) – erbten, wenn der zweite Gatte Löser (Rt 45.10 Gn 389), kaum wenn er familienfremd war (CH 171f; Gn 3811 Lv 2213 Rt 18f); die Sippe gestattete der Witwe die Nutzung des E.s meist wohl nur, wenn sie unverheiratet blieb (CH 177): Vielleicht entstammen die – von ihren Vätern adoptierten (?) – Witwensöhne Hiram (1 Kg 714) und Jerobeam (1 Kg 1126) einer »Onkelehe« (Dt 255a ß). Daß diese altisr. Erbrechtspraxis später nicht mehr eingehalten wurde, geht aus Jdt 1624 nicht hervor, da sie tatsächl. nur für Grundbesitz galt, nicht zB für Stadthäuser samt Baugrundstück (Lv 2529f; Viehzucht setzt Weide-, Weg- und Wasserrechte voraus; Alt, KS I, 142. 146). Über alles Eigentum außer Grundbesitz konnte man verfügen; dafür mußte man sein »Haus bestellen« (2 Sm 1723 Js 381 Sir 1413). In den Elephantinepapyri begegnen in der Tat nur Schenkungen an Frauen, meist von Häusern für Gattinnen und Töchter und deren Kinder (Aram.Pap. 8f. 13. 43f, Brooklyn Mus. Aram. Pap. 4. 6f. 9f. 15). Nur nichtselbstverständl. Eigentumsübertragungen wurden schriftl. dokumentiert (vgl. CH 178f und 7 und die stereotype Klausel in den Schenkungen von Aram.Pap. und Brooklyn Mus.Aram.Pap., die Ansprüche von Leibeserben ausschließt). Ob Gn 493f ein Enterbungsrecht (CH 168f) andeutet, ist fraglich (1 Kg 111ff). Wer seine Eltern nicht ordentl. versorgte (Dt 2120 b) – das war der Hauptgrund für Enterbung in Babylonien (Driver- Miles II, 349) –, hatte die Steinigung zu fürchten (Dt 2118ff; vgl. Ex 2115).

Im Judentum wurde das E.recht weiter ausgebildet, wobei man deutlicher als vorher bewegl. Vermögen berücksichtigte (Tob 821) und erstgeborene Söhne bevorzugte (Traktat Bab. Bat.). Rel. bezog man den Begriff gerne auf das gelobte Land oder die Erde (1 Hen 57 Jub 2214).

Im NT lehnt Jesus ab, sich gegen die erbrechtl. Vorzugsstellung eines Erstgeborenen zu äußern (L 1213). Sonst ist E. ein Bild für das auf Verheißung (G 318 H 915) beruhende Heil (in Mt 2123 p der Sohn, in R 817 G 47 die Kinder Gottes als Empfänger).
[Handwörterbuch: Erbe. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1670
(vgl. BHH Bd. 1, S. 425)

pfeilErde

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
2 die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
4 Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis
5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.


Ps 24,1
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, /
der Erdkreis und seine Bewohner.

2 Denn er hat ihn auf Meere gegründet, /
ihn über Strömen befestigt.


Mt11,25
In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

Gen 3,17
17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen.
Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen.
Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.


Ps 96, 9-13
9 In heiligem Schmuck werft euch nieder vor dem Herrn, /
erbebt vor ihm, alle Länder der Erde!
10 Verkündet bei den Völkern: /
Der Herr ist König. Den Erdkreis hat er gegründet, sodass er nicht wankt. /
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

11 Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke, /
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.

12 Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst. /
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes

13 vor dem Herrn, wenn er kommt, /
wenn er kommt, um die Erde zu richten. Er richtet den Erdkreis gerecht /
und die Nationen nach seiner Treue.

Apg 17,26-28
26 Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt.

27 Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern.

28 Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.

Mt5,34-35
34 Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,

35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.

Off 21,1-

Die neue Welt Gottes:
1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.

2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.

4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.

5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

6 Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.

7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten:Ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Gen1,1-5

Erde

(hebr. 'adama »Boden«, 'eres »Land«, »E.«, »Welt«, gr. gê »Boden«, »Land«, »E.«; außerdem hebr. 'aphar, gr. choûs »Staub«) von Bedeutung als 1. Fruchtbarkeitsort, 2. Wohnfläche, 3. Lebensbereich ( Welt).

Gott hat die Erde geschaffen (Gn 11 2 P 35), zunächst als Ort der Fruchtbarkeit (Gn 111 Mt 138 p). Sie ist sein Eigentum (Ps 241 Mt 1125) und daher von Herrlichkeit und Gnade erfüllt (Nm 1421 Ps 335). Jahwe allein spendet die Fruchtbarkeit. Daher werden Baal und andere vermeintl. Fruchtbarkeitsspender abgelehnt (Hos 28). Wegen der Sünde ist allerdings die Erde der Vergänglichkeit unterworfen (Gn 317 R 820), harrt aber einer Wiederherstellung der Gerechtigkeit (Ps 9612), wobei das NT an ein Fruchttragen für Christus als den Herrn denkt (J 1224 H 67).

- Die weite Wohnfläche der Erde wird im Anschluß an das orient. Weltbild als eine von Jahwe festgestampfte (Js 425 Ps 1366) Scheibe gedacht, die auf Säulen im Wasser ruht (1 Sm 28 Ps 242 1366). Er hat sie beim Antritt seiner Königsherrschaft festgestellt, so daß sie nicht mehr wankt (Ps 931 9610). Sie steht dem Menschen ganz zur Verfügung (Gn 128). Gott hat auf sie die Völker verteilt (Dt 328 Apg 1726). Das gelobte »Land« konzentriert und sublimiert diesen Vorstellungskreis (Gn 121 H 119).

Als allgemeiner Lebensbereich

befindet sich die Erde zw. Himmel und Hölle. Da Gott in seiner Allmacht Herr aller Bereiche ist, sind diese Sphären nur zT voneinander getrennt (Ps 11516f Mt 535), jedoch kann bisw. der Unterschied betont werden (Js 559 Wsh 115 Mt 619 L 1626). Bes. erinnert das NT an den künft. Untergang des phys. Himmels und der Erde (Mr 518 2435 2 P 37 Off 613f); das Irdische wird als sündbeladen, fleischlich dargestellt (Mt 96 pJ 331 1 K 1547), als etwas, was den Menschen nicht beherrschen darf (Ph 319 Kol 32). Jedoch ist die E. nur vorläufig einer bösen Macht unterworfen (1 J 519 Off 1212). Christus ist und bleibt der Herr von Himmel, E. und Hölle (1 K 1026 Ph 210), und eine völlige Neuschöpfung (Js 6517) wird am Ende der Tage stattfinden (Off 211).
[Handwörterbuch: Erde. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1676
(vgl. BHH Bd. 1, S. 426)


pfeilErfüllung

5 Er schenke dir, was dein Herz begehrt, und lasse all deine Pläne gelingen. 6 Dann wollen wir jubeln über deinen Sieg,
im Namen unsres Gottes das Banner erheben.
All deine Bitten erfülle der Herr.

Gal 4,4-6
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt,

5 damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.

6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater.

Mk 1,14-15
15 Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes 15 und sprach:

Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Mt 5,17-18
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
18 Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Mt 26, 24
24 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.

Mt26,64
63 Jesus aber schwieg. Darauf sagte der Hohepriester zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?

64 Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.

1.Kor 15,51-53
51 Seht, ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden -

52 plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall. Die Posaune wird erschallen, die Toten werden zur Unvergänglichkeit auferweckt, wir aber werden verwandelt werden.

53 Denn dieses Vergängliche muss sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit.

Off 20,17-20
17 Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens.

18 Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.

19 Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.

20 Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. - Amen. Komm, Herr Jesus!

Ps 20,5-6

Erfüllung

(hebr. mille, gr. pleróo) zum vollen Inhalt bringen (> Vollenden).

AT

Im übertr. Sinne sagt das AT zB ein Wort, eine Weissagung e. (1 K 114 227 ), ein Versprechen (815), eine Bitte (Ps 206), eine bestimmte Zeit (Js 6520).

Das NT

hat den Begriff auf die messian. Zeit bezogen: »Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn« (G 44). Es ist die Zeit der Verheißung, Vorbereitung und Erwartung, die Zeit des Alten Bundes, die nach Gottes Willen durch das Kommen seines Sohnes ihr Vollmaß erreicht hat (E 19f). Die Zeit des Wartens ist vorbei (L 225–38), das Reich Gottes ist da (Mk 115), die Freudenzeit ist angebrochen (Mk 218f), »heute ist die Schrift erfüllt« (L 421 = Js 611f vgl. Mt 115 = Js 355f). Diese Frohbotschaft in Wort und Tat ist die Erfüllung des im AT bezeugten Wortes Gottes (vgl. u.a. Mt 517 R 11f 104 2 K 120). Jesus hat Js 53 gelebt. Die Urgemeinde hat vor allem daraus den entscheidenden Anstoß zu dem christozentrischen Verständnis des AT bekommen, so daß sie bei der Erzählung von dem Wirken des Auferstandenen und seinem Weg zum Kreuz auf die Erfüllung der Schriften hinwies (ohne ausdrückl. Zitat vgl. Mt 2624.56 Mk 912 L 1831 Apg 318 1329 u.ö.); sie hat »täglich die Schriften durchforscht, ob dies sich so verhalte« (Apg 1711), so daß in Mt Jesus geradezu die Erfüllung der Weissagungen Gottes ist (vgl. etwa zu Mt 122 25.15.16f 413 816 1215f 211ff 2631 273ff die atl. Zitate).
Ist das AT durch die Menschwerdung des Gottessohnes erfüllte Verheißung, so ist die dadurch angebrochene Zeit »verheißende Erfüllung« (Stauffer, S. 62): das Reich Gottes ist da, aber noch nicht vollendet. Gottes Stunde kommt, trotz kümmerlicher Anfänge (vgl. die Gleichn. Mk 43–8 426–29 430–32 Mt 1333). Gottes Stunde der Weltvollendung steht unmittelbar bevor (Wachsamkeitsgleichnisse). Jesus selbst lebt in dieser unmittelbaren Naherwartung (Mk 91 1330 Mt 1023; vgl. Mt 2664 L 2215–18 J 2119–23), hat aber andererseits jede Frage nach dem Termin abgewiesen mit dem Hinweis auf die nicht vorauszuberechnende Plötzlichkeit des Endereignisses (L 1724.26f Mt 2444; vgl. 2426 Apg 17).


Die nachösterliche Gemeinde

steht ganz in der Erwartung der baldigen Wiederkunft des Herrn (vgl. Apg 242ff 1 Th 51ff). Auch Paulus ist noch völlig von der Nähe der Wiederkunft überzeugt und hofft, sie noch selbst zu erleben (R 1311f 1 K 1551 Ph 45 1 Th 415). Nach dem Ausbleiben der Wiederkunft tröstet man sich mit 2 P 31ff bes. 38: »ein Tag ist bei dem Herrn tausend Jahre«. Neben die Bitte um das kommende Reich (Mt 610) ist die Bitte um das Kommen des Herrn getreten: »Amen. Komm, Herr Jesu« (Off 2220 vgl. 1 K 1622).
[Handwörterbuch: Erfüllung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1680
(vgl. BHH Bd. 1, S. 427)

pfeilErkenntnis

8 Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.
9 Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gen4,1
Adam erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben.
[Die Worte Evas sind ein Wortspiel mit dem Namen Kain, der im Hebräischen an das Zeitwort für «erwerben» (kanáh) anklingt.

Gen18,18-19
18 Abraham soll doch zu einem großen, mächtigen Volk werden, durch ihn sollen alle Völker der Erde Segen erlangen.

19 Denn ich habe ihn dazu auserwählt, dass er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm aufträgt, den Weg des Herrn einzuhalten und zu tun, was gut und recht ist, damit der Herr seine Zusagen an Abraham erfüllen kann.

Ex33,12
12 Mose sagte zum Herrn: Du sagst zwar zu mir: Führ dieses Volk hinauf! Du hast mich aber nicht wissen lassen, wen du mitschickst. Du hast doch gesagt: Ich kenne deinen Namen und habe dir meine Gnade geschenkt.

Ps91,1-2
911 Unter dem Schutz des Höchsten
Wer im Schutz des Höchsten wohnt /
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
2 der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg, /
mein Gott, dem ich vertraue.»

Jes1,2-4
Hört, ihr Himmel! Erde, horch auf!
Denn der Herr spricht: Ich habe Söhne großgezogen und emporgebracht, doch sie sind von mir abgefallen.

3 Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht.

4 Weh dem sündigen Volk, der schuldbeladenen Nation,
der Brut von Verbrechern, den verkommenen Söhnen! Sie haben den Herrn verlassen,
den Heiligen Israels haben sie verschmäht
und ihm den Rücken gekehrt.

1.Kön 5,9-11
Gott gab Salomo Weisheit und Einsicht in hohem Maß und Weite des Herzens - wie Sand am Strand des Meeres.

10 Die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller Söhne des Ostens und alle Weisheit Ägyptens.

Jes11,9-10

9 Man tut nichts Böses mehr
und begeht kein Verbrechen
auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn,
so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.

10 An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein,
der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig.

Jdt 8,13
13 Ihr wollt den Herrn, den Allmächtigen, auf die Probe stellen und kommt doch ewig zu keiner Erkenntnis.

Spr 1,7
7 Gottesfurcht ist Anfang der Erkenntnis,
nur Toren verachten Weisheit und Zucht.

Weish 14,22
22 Als ob es nicht genug wäre, in der Erkenntnis Gottes zu irren, nennen sie in dem heftigen Zwiespalt, den die Unwissenheit in ihr Leben bringt, so große Übel auch noch Frieden.

Jes 11,2
2 Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm:
der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, /
der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.

Mt 11,25-27
In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

26 Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
27 Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Joh1,1-5
Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.

2 Im Anfang war es bei Gott.
3 Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

4 In ihm war das Leben
und das Leben war das Licht der Menschen.

5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.

Kol 2,8-11
Gebt Acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen.
9 Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes.
10 Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten.
11 In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Körper.
[Die Beschneidung, die Christus gegeben hat: Umschreibung für die Taufe. Der Satz richtet sich vermutlich gegen Irrlehrer, die verlangten, dass man sich auch körperlich beschneiden lasse.

Gen2,8-9

Erkenntnis

(hebr. de'a, da'at, verbal jada »fühlen, merken, spez. berücksichtigen, verstehen«; gr. gnôsis, evtl. verstärkt zu epígnosis »genaue E.«, verbal ginosko »kennen«, oîda »wissen«, beide aber bibl. wie jada' gebraucht)

im bibl. Schrifttum selten als Kennen und Wissen, dagegen oft als Empfinden und Interesse zu deuten. Sitz der Erkenntnis ist nicht das Gehirn, sondern das Herz; das Subjekt sucht nicht einen vernünftigen Begriff des Objekts zu gewinnen, sondern richtet fühlend und handelnd seine Aufmerksamkeit auf dasselbe.


AT

Das AT erwähnt zunächst das Gefühl des Menschen für Gut und Böse (Gn 29) und den intimen Kontakt des Mannes mit seiner Frau (41); ein ganz elementares Empfinden und Fühlen ist damit angedeutet. Auch drückt sich die Intimität des Begriffs darin aus, daß ein »Bekannter« bes. ein Verwandter oder Vertrauter ist (Rt 21 Ps 3112). So ist zu verstehen, daß Gott jemanden »kennt«: gemeint ist sein gnädiges Interesse, seine Erwählung, Fürsorge (Gn 1819 Abraham, Ex 3312 Mose, Jr 15 Jeremia, Nah 17 die Schutzsuchenden). Analog ist beim Menschen die Erkenntnis Gottes schlechthin Bekenntnis und Gehorsam (Ps 911 die Bekenner des Namens Gottes, Js 13 Israel achtet weniger als ein Ochse auf den Herrn, Hos 41 Liebe und E. im Sinne von Gehorsam). Ausdrücklich wird E. als Furcht des Herrn zusammengefaßt (Spr 17 u.a.). Bes. hängt ihr Inhalt von Gottes Offenbarung, Bund, Gesetz ab (Gn 1819 Ps 9410.12 11966 Js 23 Hos 46). Vermittler dieser göttl. E. waren immer bedeutsam (Ex 1820 Mose, Dt 3310 Leviten, 1 Sm 286 Priester und Propheten, Js 112 der Sproß Davids, 5311 der Knecht Gottes). Zukünftig aber soll die Bundes-E. das Land überfluten (Js 119 Hab 214) und die Herzen füllen (Jr 3133f). Daneben findet sich bei Salomo das Ideal menschl. Klugheit (1 Kg 59–14), das in der Weisheitslehre gepflegt wurde.

Das fromme Judentum bezog weiterhin Erkenntnis und Weisheit auf das Gesetz (Dn 124 Sir 179 [11] Sekt 89). Philosophisch beeinflußte Weisheitslehrer erhoben E. und Weisheit zum idealen Prinzip, doch ohne die bibl. Grundlage zu verlassen. Sie entfalteten dieses Ideal verschieden:

1) salomon.-skept. als Resignation (Prd 728);

2) salomon.-idealist. als Sanftmut (Wsh 213);

3) makkab.-zelot. und gleichzeitig stoisch als Widerstandskraft in Verfolgung (4 Mkk 116, stoisches Zitat); 4) platon. und mit Analogien zur Gnosis als erlösendes Seins- und Selbstverständnis (Philo, zB Migr.Abr. 7ff).

Das NT ersetzt das Gesetz durch Christus als Quelle und Norm göttl. Erkenntnis. Die Schriftgelehrten haben den E.-Schlüssel entfernt (L 1152). Nur der Sohn vermittelt göttl. E. (Mt 1127 p), nur seine Jünger kennen die Geheimnisse des Reichs (1311 p), aber nicht im Sinne des Allwissens, sondern des Fruchttragens (1323 p). E. des Logos-Sohnes heißt Bekenntnis (J 110 669) und Nachfolge (717). Paulus fand die allg. Gottes-E. wegen Ungehorsams vereitelt (R 121). Bes. wies er eine von jüd. und gr. Spekulation getragene E.theorie zurück (1 K 118–25). Der existentiale Analytiker (120) und die existentiellen Prinzipien (26) bringen die Weisheit über das Diesseitige nicht hinaus. Theologisch wird E. umgekehrt dadurch möglich, daß Gottes ganzes präexistentes Mysterium wider jedes vernünftige Berechnen am Kreuz offenbar geworden ist; nur von dort aus kann die E., deren Organ der Geist ist, ins Jenseitige empordringen (121 27–16). Anthropol. beruht christl. E. auf einem Anerkanntwordensein durch Gott, so daß sie der Liebe untergeordnet bleiben und in brüderl. Rücksichtnahme bestehen muß (81–3 132.12); eben als Gnadengabe ermöglicht sie eine soz. Haltung (R 1514 1 K 128 2 K 66). Die durch Kerygma und Katechese gewonnene E. soll auch entwickelt werden (Ph 19 u.a.; vgl. 2 P 12 usw.). Später wurde jene anthroposoph. Spekulation eine falsche Philosophie und Gnosis genannt (Kol 28 1 T 626).
[Handwörterbuch: Erkenntnis. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1690
(vgl. BHH Bd. 1, S. 429)

pfeilErlösung

13 Jeden Erstling vom Esel aber löse durch ein Schaf aus! Willst du ihn nicht auslösen, dann brich ihm das Genick! Jeden Erstgeborenen deiner Söhne musst du auslösen.
14 Wenn dich morgen dein Sohn fragt: Was bedeutet das?, dann sag ihm: Mit starker Hand hat uns der Herr aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt.
15 Als der Pharao hart blieb und uns nicht ziehen ließ, erschlug der Herr alle Erstgeborenen in Ägypten, bei Mensch und Vieh. Darum opfere ich dem Herrn alle männlichen Tiere, die den Mutterschoß durchbrechen; alle Erstgeborenen meiner Söhne aber löse ich aus.

Ex21,7-8
7 Wenn einer seine Tochter als Sklavin verkauft hat, soll sie nicht wie andere Sklaven entlassen werden.
8 Hat ihr Herr sie für sich selbst bestimmt, mag er sie aber nicht mehr, dann soll er sie zurückkaufen lassen. Er hat nicht das Recht, sie an Fremde zu verkaufen, da er seine Zusage nicht eingehalten hat.

Rt3,11-13
11 Fürchte dich nicht, meine Tochter! Alles, was du sagst, will ich dir tun; denn jeder in diesen Mauern weiß, dass du eine tüchtige Frau bist.
12 Gewiss, ich bin Löser, aber es gibt noch einen Löser, der näher verwandt ist als ich.
13 Bleib über Nacht, und wenn er dich dann am Morgen lösen will, gut, so mag er lösen. Wenn er dich aber nicht lösen will, so werde ich dich lösen, so wahr der Herr lebt. Bleib liegen bis zum Morgen!


Lv 25,23-25
23 Das Land darf nicht endgültig verkauft werden; denn das Land gehört mir und ihr seid nur Fremde und Halbbürger bei mir.
24 Für jeden Grundbesitz sollt ihr ein Rückkaufrecht auf das Land gewähren.
25 Wenn dein Bruder verarmt und etwas von seinem Grundbesitz verkauft, soll sein Verwandter als Löser für ihn eintreten und den verkauften Boden seines Bruders auslösen.
[«Löser» ist der nächste haftpflichtige Blutsverwandte, der für die Vollstreckung der Blutrache, für die Leviratsehe (vgl. die Anmerkung zu Gen 38,12-26) und den Loskauf verschuldeter und darum in Schuldknechtschaft geratener Personen bzw. des verpfändeten Familienbesitzes zu sorgen hatte (vgl. Dtn 25,5f und Rut 2,20; 3,8 4,10).

Tob13,1-18
Tobits Lobgesang:
Und Tobit schrieb zum Lobpreis Gottes ein Gebet nieder:
2 Gepriesen sei Gott, der in Ewigkeit lebt, /
sein Königtum sei gepriesen. /
Er züchtigt und hat auch wieder Erbarmen; /
er führt hinab in die Unterwelt /
und führt auch wieder zum Leben. /
Niemand kann seiner Macht entfliehen.

3 Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, /
ihr Kinder Israels; /
denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut.
4 Verkündet dort seine erhabene Größe, /
preist ihn laut vor allem, was lebt.
Denn er ist unser Herr und Gott,
er ist unser Vater in alle Ewigkeit.
5 Er züchtigt uns wegen unserer Sünden, /
doch hat er auch wieder Erbarmen. /
Er führt uns aus allen Völkern zusammen, /
von überall her, wohin ihr verschleppt worden seid.
6 Wenn ihr zu ihm umkehrt, /
von ganzem Herzen und aus ganzer Seele, /
und euch an seine Wahrheit haltet,
dann kehrt er sich euch zu /
und verbirgt sein Angesicht nicht mehr vor euch.

7 Wenn ihr dann seht, was er für euch tut, bekennt euch laut und offen zu ihm!
Preist den Herrn der Gerechtigkeit,
rühmt den ewigen König!
8 Ich bekenne mich zum Herrn /
im Land der Verbannung, /
ich bezeuge den Sündern seine Macht /und erhabene Größe. /
Kehrt um, ihr Sünder, /
tut, was recht ist in seinen Augen.
Vielleicht ist er gnädig und hat mit euch Erbarmen.

9 Ich will meinen Gott rühmen, /
den König des Himmels, /
meine Seele freut sich /
über die erhabene Größe meines Gottes.
10 Alle, die in Jerusalem wohnen, /
sollen sich zu ihm bekennen und sagen: /
Jerusalem, du heilige Stadt! /
Der Herr bestraft die Taten deiner Kinder, /
doch er hat wieder Erbarmen /
mit den Söhnen der Gerechten.
11 Bekenne dich zum Herrn in rechter Weise, /
preise den ewigen König, /
damit sein Zelt von neuem errichtet wird, /
dir zur großen Freude.
12 Er mache in dir die Gefangenen wieder froh /
und schenke denen, die im Elend leben, seine Liebe, /
für alle Zeiten bis in Ewigkeit.
13 Von weither werden die Völker kommen, /
um den Namen des Herrn, unseres Gottes, zu preisen. /
Sie tragen Geschenke herbei, /
Geschenke für den himmlischen König. /
Alle Menschen jubeln dir zu.

14 Verflucht sind alle, die dich hassen, /
auf ewig gesegnet alle, die dich lieben.

15 Freu dich und juble /
über alle Gerechten! /
Sie werden vereint sein /
und den Herrn der Gerechten preisen. /
Wohl denen, die dich lieben; /
sie werden sich freuen /
über den Frieden, den du schenkst.
16 Wohl denen, die betrübt waren  über deine harten Strafen;
denn sie werden sich über dich freuen, wenn sie all deine Herrlichkeit sehen. /
Sie werden sich freuen in Ewigkeit. /
Meine Seele preise Gott, den großen König.
17 Denn Jerusalem wird wieder aufgebaut /
aus Saphir und Smaragd; /
seine Mauern macht man aus Edelstein, /
seine Türme und Wälle aus reinem Gold; /
Jerusalems Plätze werden ausgelegt /
mit Beryll und Rubinen und mit Steinen aus Ofir.

18 Halleluja ruft man in all seinen Gassen /
und stimmt in den Lobpreis ein: /
Gepriesen sei Gott; /
er hat uns groß gemacht für alle Zeiten.

 

Lk21,25-28
Vom Kommen des Menschensohnes:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.

26 Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

27 Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.

28 Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.

1.Kor 7,22-23
22 Denn wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist Freigelassener des Herrn. Ebenso ist einer, der als Freier berufen wurde, Sklave Christi.
23 Um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Macht euch nicht zu Sklaven von Menschen!

Mt 1,19-21

19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20 Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

Lk1,67-79
67 Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden:
68 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! /
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

69 er hat uns einen starken Retter erweckt /
im Hause seines Knechtes David.

70 So hat er verheißen von alters her /
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

71 Er hat uns errettet vor unseren Feinden /
und aus der Hand aller, die uns hassen;

72 er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht,

73 an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

74 er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen
75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
76 Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.

77 Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken /
in der Vergebung der Sünden.
78 Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes /
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

79 um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, /
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

1.Kor15,2-4
2 Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe. Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen?
3 Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, /
gemäß der Schrift,

4 und ist begraben worden. /
Er ist am dritten Tag auferweckt worden, /
gemäß der Schrift,

 

1.Th 5,8-11
8 Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein und uns rüsten mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.

9 Denn Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zorns bestimmt, sondern dafür, dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, das Heil erlangen.

10 Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen.

11 Darum tröstet und ermahnt einander und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut.

 

2.Petr3,14-15
Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden.
15 Seid überzeugt, dass die Geduld unseres Herrn eure Rettung ist. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben;

Ex 13,13

Erlösung

(hebr. ga'al »einlösen«, pada »auslösen«, hoschia' »unbeengt machen« Jesus; gr. apolýtrosis »Entlassung, E.«, sozo »heil, unversehrt behalten«, davon soter »Heiland«, sotería »Heil«) soz. oder rel. Befreiung, Errettung.

Im AT sind die entspr. hebr. Worte zunächst Rechtsbegriffe mit verschiedener Bedeutung. Sakralrechtlich handelt es sich um
a)
Opferersatz bei erstgeborenen Eseln (Ex 1313) und Knaben (1315; nach Nm 1815f 5 Lot Silber) sowie bei Votivgaben (Lv 2713–20) und Zehnten (2731), familienrechtlich um
b)

Freilassung von Sklavinnen (Ex 218 Lv 1920), vor allem um

c)

Freikauf von Verwandten aus Sklaverei (2548f),

d)

Verehelichung einer Erbwitwe zur Bewahrung des Familienvermögens (Rt 313), e)

Rückkauf oder Vorrechtskauf von erbl. Immobilien zum selben Zwecke (Lv 2524–32 Rt 220 Jr 328),
f)

Blutrache (Nm 3519–27).
Zu c) – f)

verpflichtet ist ein Verwandter des bloßgestellten oder toten Familiengliedes, der Löser (hebr. go'el).
Der rel. Sprachgebrauch beruht vornehmlich auf der Idee der Befreiung von Landsleuten aus Unterdrükkung und Sklaverei (oben c), was bei Fremdherrschaft oder Kriegsgefangenenschaft eine allg. Angelegenheit wurde. So wird Jahwe als der E.er seines Volkes aus Ägypten (Dt 78 Mi 64) und Babylonien (Js 4114 u.ö.) gepriesen. Gott sandte auch E.er gegen Unterdrücker in Kanaan (Ri 39.31 usw.). Im erweiterten Sinne wird der Herr begrüßt als E. Israels (Ps 147), des Königs (2 Sm 49), des Gerechten (Hi 520), aus einer Reihe von Widerwärtigkeiten in kosm., polit., myth. oder persönl. Gestalt (Ps 33 usw.), auch von Tod und Sünde (65 5114). E. wird so ein allg. Ausdruck für Gottes freudenspendende Barmherzigkeit (Js 123) und sündentilgende Gerechtigkeit (5917). Jedoch bleibt die E. mit dem Zion verbunden (5920 6018). Gelegentlich wird der König als E.er der Armen dargestellt (Ps 724.14), so auch der Knecht David als kommender Hirt der erlösten Schafe (Ez 3423). Aber erst durch konsequent messian. Deutung der fragmentarischen Aussagen ergibt sich das Bild eines gottgesandten persönl. E.ers.

Das Judentum behielt die nationale Perspektive (2 Mkk 111 Bar 421f). Man pries aber Gott auch für seine Erlösung gerechter Individuen aus Not (Tob 322) und Tod (Gs 3 M 64). Hoffnungen auf einen die E. bringenden Messias wurden entwickelt (StB I, 67–74).

Im Hellenismus wurde E.er ein königl. Titel, bes. seitdem gr. Städte Ptolemäus I. als Soter begrüßt hatten. Mit dem zunehmenden Herrscherkult wurden Vorstellungen über einen Welt-E.er entwickelt und seit Augustus im O. direkt auf den Kaiser (Inschr.), im W. zunächst auf die Friedenserwartung bezogen (Virg. Buc. ecl. IV, 13f; Hor.Carm. III, 52). Beliebt waren die Gottheiten der Mysterienkulte als E.er zum Licht und Heil (Firm. Mat. De err. 221: da Attis jetzt erlöst ist, empfangen die Mysten E.). Philosophen forderten zur Unberührtheit von der Sinnenwelt und den Leidenschaften auf (auch Philo, zB Omn. prob.). Sehnsucht nach E. aus Vergänglichkeit und Finsternis prägte überhaupt die Umwelt des Ev.s.

Das NT

gebraucht das entspr. Verb (gr. apolýo) lediglich profan: »entlassen«, das Hauptwort E. dagegen rel., allerdings nur 10mal (L 2128 R 324 bis H 1135; nicht mehr für Freikauf, 1 K 723), um so häufiger aber Ausdrücke für Heil (Mt 121-Off 2124), u. zw. für eine Befreiung, die überhaupt die jüd. und heidn. Hoffnungen (oben 1–3) erfüllt (Mt 121 R 324). Doch weit über die Termini hinaus gehen die hier zu berücksichtigenden Tatsachen. Erlösung oder Heil ist sachlich ein ntl. Zentralbegriff, der stets mit Heilsgeschichte, Versöhnung, Auferstehung usw. organisch verbunden ist. Dafür mögen nur einige hist. charakteristische Beispiele angeführt werden: Mit der Geburt des Täufers sei das Heil Israels nahe (L 168–77), mit der Geburt Jesu der Heiland des Friedens da (211). Die von beiden verlangte Sinnesänderung sollte ins Gottesreich hinüberretten (Mt 37 p 417 p). Jesus löste auch viele Dämonbesessenen (Mk 139); er wollte die Zerstreuten sammeln (Mt 936 p), die Gefangenen befreien (L 418). Auch auf dem Missionsfeld habe man ihn als Heiland der Welt begrüßt (J 442). Bei der Wiederkehr des Menschensohnes kommt die endgültige E. (L 2128), die Wiederherstellung (Apg 321). Aber schon das verkündigte Ev bringt im Glauben das Heil für Juden und Griechen (R 116), die Freiheit von Zorn, Sünde, Gesetz, Fleisch und Tod (51–839). Causa efficiens ist die hist. bezeugte Auferstehung Christi (1 K 152ff), causa finalis Gemeinschaft mit ihm (1 Th 510). Obgleich die Vollendung zu allerletzt eintreten wird (H 928), so ist auch die Wartezeit schon ein Heil (2 P 315), bes. die Märtyrerzeit (Off 1210).
[Handwörterbuch: Erlösung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1699
(vgl. BHH Bd. 1, S. 431)

pfeilErwählung

4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe.
5 Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde,
6 ihr aber sollt mir als ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören. Das sind die Worte, die du den Israeliten mitteilen sollst.

 

Dt26,5-8
5 Du aber sollst vor dem Herrn, deinem Gott, folgendes Bekenntnis ablegen: Mein Vater war ein heimatloser Aramäer. Er zog nach Ägypten, lebte dort als Fremder mit wenigen Leuten und wurde dort zu einem großen, mächtigen und zahlreichen Volk.

6 Die Ägypter behandelten uns schlecht, machten uns rechtlos und legten uns harte Fronarbeit auf.

7 Wir schrien zum Herrn, dem Gott unserer Väter, und der Herr hörte unser Schreien und sah unsere Rechtlosigkeit, unsere Arbeitslast und unsere Bedrängnis.

8 Der Herr führte uns mit starker Hand und hoch erhobenem Arm, unter großem Schrecken, unter Zeichen und Wundern aus Ägypten,

 

Dt7,6-11
6 Denn du bist ein Volk, das dem Herrn, deinem Gott, heilig ist. Dich hat der Herr, dein Gott, ausgewählt, damit du unter allen Völkern, die auf der Erde leben, das Volk wirst, das ihm persönlich gehört.

7 Nicht weil ihr zahlreicher als die anderen Völker wäret, hat euch der Herr ins Herz geschlossen und ausgewählt; ihr seid das kleinste unter allen Völkern.
8 Weil der Herr euch liebt und weil er auf den Schwur achtet, den er euren Vätern geleistet hat, deshalb hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und euch aus dem Sklavenhaus freigekauft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.

9 Daran sollst du erkennen: Jahwe, dein Gott, ist der Gott; er ist der treue Gott; noch nach tausend Generationen achtet er auf den Bund und erweist denen seine Huld, die ihn lieben und auf seine Gebote achten.

10 Denen aber, die ihm Feind sind, vergilt er sofort und tilgt einen jeden aus; er zögert nicht, wenn einer ihm Feind ist, sondern vergilt ihm sofort.
11 Deshalb sollst du auf das Gebot achten, auf die Gesetze und Rechtsvorschriften, auf die ich dich heute verpflichte, und du sollst sie halten.

Röm 8,28-30

28 Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind;

29 denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.

30 Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

Off13,8
8 Alle Bewohner der Erde fallen nieder vor ihm: alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der Welt eingetragen ist ins Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet wurde.

2.Petr 1,10
10 Deshalb, meine Brüder, bemüht euch noch mehr darum, dass eure Berufung und Erwählung Bestand hat. Wenn ihr das tut, werdet ihr niemals scheitern


Ex 19,4-6

Erwählung

(hebr. bahir »Auserwählter«; gr. ekloge »E.«),

Aussonderung zu einem bes. Zweck.

Im AT setzt die Amphiktyonie der zwölf Stämme mit dem Bundesgedanken die Erwählung. voraus (Ex 195). Jahwe ist nicht eine mit dem Volkstum gegebene Nationalgottheit, er schafft vielmehr mit dem Bundesschluß erst das Gottesvolk und gibt ihm sein Land (Dt 76.13). Dieser Bindung Jahwes entsprechen auf Seiten des Volkes die Bundessatzungen. Das grundlegende Ereignis ist nach einem alten Bekenntnis (Dt 265–9 u.ö.) die Herausführung aus Ägypten (so auch bei den vorexil. Schriftpropheten). Für die jahwist.- elohist. Geschichtsschreibung liegt es in der Aussonderung Abrahams (Gn 125 1819). Die vorläufige Krise dieses Bundesgedankens durch das Königtum löste sich durch die Transformation in den Bund Davids (2 Sm 78–16) und in das damit eng verwandte Theologumenon von der E. Zions und Jerusalems (1 Kg 816). Entscheidend wurde das im Psalter und bei Jesaja (Ps 235f Js 23 usw.). Hier lassen sich auch Einflüsse von altorient. Königsprädikaten erkennen: das gleiche Tun Gottes, das in der Schöpfung das Chaos bezwang, schlägt auch die Feinde des erwählten Königs nieder (Ps 894.11 Js 85–10). Im Dt, im Psalter und bei Dtjs steht bahar für einen theol. fest umrissenen Begriff der E. Im Dt ist er auf das Volk im Sinne des Bundesgedankens bezogen (Dt 76–11 usw.), im Psalter auf das Volk (10 65), auf David (894) und auf Mose (10623). Dtjs faßt einmal ganz Israel unter dem Titel des erwählten Knechtes zusammen (418f 4310; vgl. 20 441f 454), redet aber auch bes. von der E. des spezifischen Gottesknechtes (421.6; vgl. 591.7). In beiden Fällen ist das Ziel der E. ein Dienst an den Völkern (4310 und 491–6).

Im Judentum wird die E. des Volkes (und der Stadt) zu einer Zentrallehre (vgl. zB Dn 919). Das verengt sich in der Apokalyptik und in der Gemeinschaft von Qumran auf den Rest der auserwählten Gerechten (Dn 121 1 Hen 932 1 QS 422 1 QH 1523f.).

NT

Der Anspruch der Urchristenheit, das wahre Israel zu sein, mußte sie in eine Auseinandersetzung mit der E.slehre des Judentums bringen (Mt 39pR 9–11 J 830ff). Aus der Schar der Berufenen scheidet Mt 2214 dabei die kleine Gruppe der Erwählten. Diese Aufnahme des jüd.-apokal. Restgedankens (auch Mk 1320.22.27 L 187) bewirkte die Bezeichnung der Gemeinde als der Erwählten (R 833 Kol 312 2 T 210 Tt 11 1 P 11 2 J 1.13). Eine ausgeprägte E.slehre finden wir bei Paulus (R 828–30 96–29 112.5.28f), im E und 1 P. Gottes Heilsplan ist vor aller Welt beschlossen (vgl. auch Apg 223 1 P 120), so auch die E. (E 14) – auf eine ähnliche Vorstellung geht das vor der Erschaffung geschriebene »Buch des Lebens« zurück (Off 138). So wird die E. als eine Prädestination verstanden (E 311). Diese E. erreicht die Erwählten in der Berufung durch die Verkündigung (1 Th 14). Paulus betont dabei die von aller menschl. Mitwirkung freie Gnade Gottes (R 911; vgl. auch 2 T 19). Im J zeigt sich, daß die E. auch ein innerchristl. Problem ist. Sie gilt dem Jüngerkreis (J 670; vgl. L 613 Apg 12.24), aber in ihm bildet sich die kommende Gemeinde ab. Jesus erwählt aus der Welt heraus und schafft damit die Jünger zu einem Wesen, zu dem die Welt in Gegensatz steht (J 1516–19). An Judas wird deutlich, daß damit keine unverwüstliche Qualität gegeben ist: Das neue Wesen ist der Glaube. So stehen Judas und Petrus einander typisch gegenüber (J 664–69).
[Handwörterbuch: Erwählung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1719
(vgl. BHH Bd. 1, S. 436)

pfeilEwigkeit

13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.

 

Sir18,8-11
7 Ist der Mensch am Ende angelangt, /
steht er noch am Anfang, /
wenn er es aufgibt, ist er ratlos.

8 Was ist der Mensch und wozu nützt er? /
Was ist gut an ihm und was ist schlecht?
9 Das Leben eines Menschen dauert /
höchstens hundert Jahre.

10 Wie ein Wassertropfen im Meer und wie ein Körnchen im Sand, /
so verhalten sich die wenigen Jahre zu der Zeit der Ewigkeit.
11 Darum hat der Herr mit ihnen Geduld /
und er gießt über sie sein Erbarmen aus.


Joh 6,50-51
50 So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

 

Jak1,15-17
15 Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.
16 Lasst euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder;
17 jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt.

 

Gen9,13-16

Ewigkeit

(hebr. 'olam »ferne Zeit«, gr. aion »Dauer«, vgl. aeí »immer«).

Das AT meint eine nach den jeweiligen Umständen maximale Zeit (Gn 916 Dt 1517 Ps 902); es kennt keinen philos. Begriff der Zeitlosigkeit. Die E. Gottes bedeutet seine Herrschaft und Verfügungsgewalt über alle Zeit (voll erkannt von Dtjs, zB Js 4028).

Im Judentum

hat man auch menschl. Zeitlichkeit gegen göttl. E. ausgespielt (Sir 188). Allmählich wurde E. zum Synonym für Göttlichkeit (Bar 410–52), Attribut der jenseitigen Welt (1 Hen 123 4 Esr 713 StB s.v. zukünft. Welt).
E. Jenni

NT

Auch im NT wird der Gedanke der E. nicht abstrakt entwickelt. Leben in E. ist Verbundenheit mit Gottes Sohn (J 651.58). Gottes ewiges Sein ist die Herrschaft des Schöpfers und Vollenders der Welt über alle Bereiche seiner Schöpfungswirklichkeit (R 1626) und die bleibende Identität seiner Handlungsweise (Jk 117). Die Welt, der Mensch, hat Anfang und Ende, Gott aber bleibt »derselbe« (Ps 10228 in H 112 auf Christus übertragen), der Unwandelbare in allem Werden und Vergehen (J 11ff Kol 115f Off 14.8). Äon.
[Handwörterbuch: Ewigkeit. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1804
(vgl. BHH Bd. 1, S. 457-458)

 
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