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Auf diesen Seiten findest du, alphabetisch sortiert, Erläuterungen zu biblisch-historischen Fachbegriffen.
   
   
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Stichwort

Bibeltext
Bibelstelle

Erklärung
Baal
Barmherzigkeit
Begierde
Berufung
Beschneidung
Besessener
Betrug
Blindheit
Blut
Böse
Bund
Buße

Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde, und regierte fünfundfünfzig Jahre in Jerusalem.2 Er tat, was dem Herrn missfiel, und ahmte die Gräuel der Völker nach, die der Herr vor den Augen der Israeliten vertrieben hatte.
3 Er baute die Kulthöhen wieder auf, die sein Vater Hiskija zerstört hatte, errichtete Altäre für die Baale, ließ Kultpfähle anfertigen, warf sich vor dem ganzen Heer des Himmels nieder und diente ihm.4 Auch baute er solche Altäre im Haus des Herrn, obwohl der Herr gesagt hatte: In Jerusalem soll mein Name auf ewig bleiben.5 In den beiden Höfen des Tempels baute er Altäre für das ganze Heer des Himmels.
6 Er ließ im Tal Ben-Hinnom seine Söhne durch das Feuer gehen, trieb Zauberei, Wahrsagerei und andere geheime Künste, bestellte Totenbeschwörer und Zeichendeuter. So tat er vieles, was dem Herrn missfiel und ihn erzürnte.7 Er brachte auch das Götterbild, das er hatte anfertigen lassen, in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und dessen Sohn Salomo gesagt hatte: Auf dieses Haus und auf Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels auserwählt habe, will ich meinen Namen auf ewig legen.

1.Kön 18,2121

Und Elija trat vor das ganze Volk und rief: Wie lange noch schwankt ihr nach zwei Seiten? Wenn Jahwe der wahre Gott ist, dann folgt ihm! Wenn aber Baal es ist, dann folgt diesem! Doch das Volk gab ihm keine Antwort.

Hos 2,19

19 Ich lasse die Namen der Baale aus ihrem Mund verschwinden, /
sodass niemand mehr ihre Namen anruft.20 Ich schließe für Israel an jenem Tag einen Bund /
mit den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels /
und mit allem, was auf dem Erdboden kriecht. Ich zerbreche Bogen und Schwert, /
es gibt keinen Krieg mehr im Land, /
ich lasse sie Ruhe und Sicherheit finden.21 Ich traue dich mir an auf ewig; /
ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, /
von Liebe und Erbarmen,
22 ich traue dich mir an /
um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen.23 An jenem Tag - Spruch des Herrn - /
will ich erhören: Ich will den Himmel erhören /
und der Himmel wird die Erde erhören
24 und die Erde erhört das Korn, /den Wein und das Öl /
und diese erhören Jesreel.


2.Chr 33,1-7 Baal (hebr. ba'al), »Herr« oder »Besitzer«, bes. als westsem. Gottesbezeichnung wichtig. Isr. Eigennamen wie Esbaal zeigen, daß auch Jahwe B. genannt wurde. Da in der kanaan. Religion die verschiedensten Lokalgottheiten B. hießen (Taf. 7a), wurde der Begriff infolge der Auseinandersetzung mit dem isr. Jahweglauben, wie sie u.a. im Kampf des Elia gegen den unter Ahab und Isebel verehrten B. von Tyrus zum Ausdruck kommt (1 Kg 17f), ausgeschieden und nahm die Bedeutung »Götze« o.ä. an ( Götter, fremde, Götzendienst). Auch der Plural B.im begegnet in Schriften, die in Auseinandersetzung mit der kanaan. Religion stehen (Ri 211 2 Ch 173 Hos 215). Deshalb ist für die Rekonstruktion des kanaan. B.-Kultes auf außer-atl. Zeugnisse zurückzugreifen, wie sie in den Amarnabriefen vorliegen, wo der Wettergott Hadad weithin anstelle des B. steht, und bes. in den Ugarittexten. Hier wird das Wesen des B. durch seine Verbindung mit den Bereichen des Wetters und der Fruchtbarkeit bestimmt sowie durch eine weibl. Gottheit ( Aschera) neben ihm. Ebenso wird auch im AT B. häufig mit der Aschera oder Astarte verbunden (1 Kg 115 u.ö.). Die B.im des AT sind demnach nicht einzelne Lokalgötter, sondern lokale Ausprägungen des einen B., wie z.B. B. Berith, B. Sebub von Ekron, Milkom, Melkart usw., der auch als Himmelsgott (Baalschamem) seit Ende des 2. Jtd.s vChr verehrt wurde. Der Kampf Israels gegen diesen B., der als Vegetationsgottheit stets mit dem kanaan. Kreislaufdenken verbunden ist, zeigt sieh auch noch im Widerstand gegen die Einführung des Zeus Olympios, eines Himmels-B. in gr. Gestalt, unter Antiochus IV. Epiphanes. Die jüd. Schriftgelehrten lasen den Namen B. als »Schande« (hebr. boschet, gr. aischýne); deswegen sagt Paulus »die B.« (R 114).
[Handwörterbuch: Baal. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 731
(vgl. BHH Bd. 1, S. 174-175)

pfeilBarmherzigkeit

2 Herr, du bist gerecht, alle deine Wege und Taten zeugen von deiner Barmherzigkeit und Wahrheit; wahr und gerecht ist dein Gericht in Ewigkeit.

Tob 4,7
Allen, die gerecht handeln, hilf aus Barmherzigkeit mit dem, was du hast. Sei nicht kleinlich, wenn du Gutes tust. Wende deinen Blick niemals ab, wenn du einen Armen siehst, dann wird auch Gott seinen Blick nicht von dir abwenden.

Ex23,4

Wenn du dem verirrten Rind oder dem Esel deines Feindes begegnest, sollst du ihm das Tier zurückbringen.
5 Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht, dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe!


Tob 3,2 Barmherzigkeit
(hebr. hesed, »Huld«)
fließt im AT aus dem Bundesverhältnis, das Gott seinem Volke gewährt. Bundessolidarität ist seine Gnade und Treue als unverdiente hilfreiche Tat und als solche zugleich B. Sie gilt vor allem den Hilflosen, auch Tieren. Somit wird Gottes Verhalten Norm, Vorbild und Beweggrund für das Handeln seiner Bundespartner. B. gehört also zum Bilde des Gerechten (Ps 3726), der damit Gott ehrt (Spr 1431). Auch hier ist B. gegen das Tier, sogar das des Feindes, eingeschlossen (Ex 234f).
[Handwörterbuch: Barmherzigkeit. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 792

pfeilBegierde 12 Denn der Reiz des Bösen verdunkelt das Gute /
und der Taumel der Begierde verdirbt den arglosen Sinn.

Eph 4,22

22 Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben.

Jak 1,15
Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor


Weish 4,12 Begierde
(hebr. hemda, hephes u.a., gr. epithymía) nicht bloß ein Verlangen im guten Sinne (Ps 3810; Ph 123), sondern die böse Lust (Mt 419 G 524) und ein Grund der Sünde. Der Dekalog verbietet das Begehren nach fremdem Gut und dem Weib des anderen (Ex 2017); dieses Verbot bezieht Paulus auf die Entstehung der Sünde in der Menschheit (R 77f).
[Handwörterbuch: Begierde. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 845


pfeilBerufung Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.

Eph 4,4

Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist;

Mk1,16

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.


Röm 11,29 Berufung
(hebr. qara »rufen«; gr. klêsis), rel. Beauftragung. Der Inhalt einer B. durch Gott besteht bei den frühen Schriftpropheten in Gerichtsbotschaft (Am 715 Js 69f Ez 25f), daneben auch Heilsbotschaft (Jr 110 Hos 13). In der B. nachexil. Propheten überwiegt weithin die Heilsbotschaft (Jos 403ff 611ff). Berufung erfolgt auch durch Menschen: Elia- Elisa (1 Kg 1919ff) und die Jüngerb.en Jesu (Mk 116ff 213ff p).
[Handwörterbuch: Berufung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 902
pfeilBeschneidung Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen. Das soll geschehen zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.
12 Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden in jeder eurer Generationen, seien sie im Haus geboren oder um Geld von irgendeinem Fremden erworben, der nicht von dir abstammt.
13 Beschnitten muss sein der in deinem Haus Geborene und der um Geld Erworbene. So soll mein Bund, dessen Zeichen ihr an eurem Fleisch tragt, ein ewiger Bund sein.
Apg 7,8Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. So wurde Abraham der Vater Isaaks und beschnitt ihn am achten Tag, ebenso Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Patriarchen.

Gen
17,11-13
Beschneidung
(hebr. mula, gr. peritome) operative Entfernung der Vorhaut. AT
Nach dem Gesetz hat man das 8 Tage alte Kind zu beschneiden (Lv 123; vgl. L 221).Jedoch war dieser medizin. Reinigungsakt nicht der einzige Grund der B., die Beachtung der Reinheit war vielmehr rel. Pflicht. Nur der Gereinigte konnte in den Bund mit Gott aufgenommen werden. Daher ist die B. Bundeszeichen (Gn 177.11).
[Handwörterbuch: Beschneidung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 907
Die Propheten haben die dem Menschen angeborene Kontaktunfähigkeit zu Gott als »Unbeschnittenheit« der Ohren (Jr 610) oder des Herzens (Lv 2641 Jr 925 Ez 447 Apg 751) bezeichnet. NTFür Paulus ist die B. des Herzens (Ph 33 Kol 211f) mit der Erlösung identisch.
[Handwörterbuch: Beschneidung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 908
pfeilBesessener In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien:
34 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
35 Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.
36 Da waren alle erstaunt und erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen.
Lk 4,33-36 Besessener (gr. daimonizómenos)

Im NT
ist die Vertreibung der Dämonen, die gegen Jesu Predigt protestieren (Mk 121–28 p), den Menschen plagen (Mk 51–21 p), ihn epileptisch (Mk 914–27 p) oder stumm (Mt 932–34) machen, vornehmstes Zeichen der messianischen Macht Jesu ( Heilung; Zeichen; Wunder). Auch die Apostel treiben im Namen Jesu böse Geister aus (Mk 315 p
[Handwörterbuch: Besessener. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 911
pfeilBetrug

Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?2 Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen;3 nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.4 Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.
5 Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
6 Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß.7 Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.

Dt 25,13-16

Du sollst in deinem Beutel nicht zwei verschiedene Gewichte haben, ein größeres und ein kleineres.
Du sollst in deinem Haus nicht zwei verschiedene Efa haben, ein größeres und ein kleineres.
Volle und richtige Gewichte sollst du haben, volle und richtige Hohlmaße sollst du haben, damit du lange in dem Land lebst, das der Herr, dein Gott, dir gibt.
16 Denn alle, die so etwas tun, alle Betrüger, sind dem Herrn ein Gräuel.

Mt13,22

In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum und es bringt keine Frucht.

Gen3,1-7 Betrug (hebr. hischsche', »verführen« u.a.; gr. apáte) eine Handlung, die in der Absicht eigenen Vorteils einen Menschen täuscht, so daß dieser zu einer Tat (oder Ansicht) veranlaßt wird, die er in Kenntnis des wahren Sachverhaltes nie getan (oder vertreten) hätte. Daß im AT nicht in jedem Fall Verwerfung des B.s erfolgt, liegt in der realistischen Schilderung begründet. B. ist das Handeln der Schlange (Gn 31–4), Jakobs Erstgeburtssegen (27), Labans Handeln an Jakob (2925), Sauls Handeln an dem Weib von Endor (1 Sm 2812) etc. Die Sünde betrügt den Menschen (Gn 313 R 711). Der Mensch kann auch sich selbst betrügen (Jr 4220 G 63 Jk 122). Daß der B. seinen bes. Ort in Handelsgeschäften hat, geht aus verschiedenen Vorschriften hervor (Ex 236f Dt 2513–16). Weisheit (Spr 2010) und Prophetie (Jr 526–29) stellen auch den B. unter strenges Verbot. B. widerstrebt der Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, die das Wesen Jahwes ausmachen (Ps 334 Nm 2319). Auch ist der Messias ohne B. (Js 539 1 P 222), und für den Jünger gilt Entsprechendes (1 P 21). Im obj. Sinn sind falsche Interessen B. (Mt 1322 p Kol 28 2 P 213).
[Handwörterbuch: Betrug. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 953
(vgl. BHH Bd. 1, S. 234-235)

pfeilBlindheit 22 Ihr dürft dem Herrn kein Tier opfern, das blind, verstümmelt, krätzig, aussätzig, eitrig ist oder zerbrochene Gliedmaßen hat. Kein Stück von solchen Tieren dürft ihr auf den Altar als ein Feueropfer für den Herrn

Dtn 16,19
19 Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst kein Ansehen der Person kennen. Du sollst keine Bestechung annehmen; denn Bestechung macht Weise blind und verdreht die Fälle derer, die im Recht sind.

Weish 2,21

21 So denken sie, aber sie irren sich; /
denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind.

Jes 42,19
19 Wer ist so blind wie mein Knecht /
und so taub wie der Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie mein Vertrauter /
und so taub wie der Knecht des Herrn?

Joh 9,39

39 Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden


Lev 22,22 Blind, Blindheit
(hebr. 'iwwer, gr. typhlós)
In übertragenem Sinn ( Licht) ist B. die Unfähigkeit, Wunder und Willen Gottes zu erkennen und ein diesen entsprechendes Leben zu führen (Js 4218ff 438 5610 Zph 117 Mt 1514 2317.26 R 219 Off 317; vor allem aber J 9). Da B. Unheil und Entstellung des Schöpferwillens Gottes ist, ist für die Heilszeit Aufhebung der körperlichen wie geistlichen B. – beides oft nicht zu trennen – verheißen (Js 2918 355 Jr 318 L 418). Die B.enheilungen Jesu sind Zeichen des Anbruchs der Heilszeit durch ihn (Mt 927 115 1222 1530 J 1021 u.a.). Die B. des Paulus vor Damaskus (Apg 99) ist in diesem Zshg. zu verstehen.
[Handwörterbuch: Blind. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1034


pfeilBlut

Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern, in denen man das Lamm essen will.
8 Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen.
9 Nichts davon dürft ihr roh oder in Wasser gekocht essen, sondern es muss über dem Feuer gebraten sein. Kopf und Beine dürfen noch nicht vom Rumpf getrennt sein.
10 Ihr dürft nichts bis zum Morgen übrig lassen. Wenn aber am Morgen noch etwas übrig ist, dann verbrennt es im Feuer!
11 So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füßen, den Stab in der Hand. Esst es hastig! Es ist die Paschafeier für den Herrn.
12 In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr.
13 Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage.

Mt16,17

17 Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Eph 6,12

12 Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.

1Kor10,15-16

Ich rede doch zu verständigen Menschen; urteilt selbst über das, was ich sage.
16 Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?

Ex12,7-13 Blut (hebr. dam, verwandt mit 'adama, dem roten Ackerboden; gr. haîma, etwas Scheu und Ehrfurcht Erweckendes) wird in fast allen Religionen und Kulturen als bes. Sitz des Lebens und der Lebenskraft angesehen und hat daher rel. Bedeutung.
Auch im AT gilt das B. als Sitz des Lebens (Gn 94 Lv 1711 u.ö.); es gehört Gott und darf daher nicht genossen werden (Lv 317 Dt 1223 Apg 1520 u.a.). Jede Schlachtung war ursprgl. eine sakrale Handlung (1 Sm 913 1432ff) und wurde erst durch das Dt für den profanen Bereich freigegeben, wobei das B. in den Erdboden fließen mußte (Dt 1215f). Bes. geschützt wird das B. des Menschen (Gn 96); es begründet die engste Verwandtschaft (Gn 3727); vergossenes B. wird gerächt (Gn 410 1 Kg 2119 u.ö., AT: Der Bund zw. Gott und Volk wird mit B. geschlossen (Ex 248); das B. der Beschneidung hat apotropäische Kraft (Ex 425), ebenso das der Passah-Schlachtung (Ex 127 u.a..); der Priester wird mit B. geweiht (Ex 2920). B. erscheint als Zeichen der Strafe (Ex 49 717ff Ps 7844 10529) und als Bild endzeitl. Schrecken (Jl 33). Bes.Bedeutung erhält das B. im Sühnegedanken des AT (Lv 4ff 16f); im B. ist das Leben und damit die Versöhnung (Lv 1711).

Im NT
bezeichnet die Wortverbindung »Fleisch und Blut« das menschl. Wesen, bes. in seiner Vergänglichkeit und Sündhaftigkeit (Mt 1617 1 K 1550 G 116 E 612 H 214). Bes. Bedeutung hat jedoch der atl. Sühnegedanke gewonnen, verbunden mit dem Gedanken der Stellvertretung in der Person Jesu. Sein B. sühnt (R 325 H 912ff u.ö.), stiftet aber zugleich auch den neuen Bund (1 K 1016). Abendmahl.
[Handwörterbuch: Blut. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1042
(vgl. BHH Bd. 1, S. 259)



pfeilBöse

Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.
9 Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Jes 11,6-9

6 Dann wohnt der Wolf beim Lamm, /
der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, /
ein kleiner Knabe kann sie hüten.7 Kuh und Bärin freunden sich an, /
ihre Jungen liegen beieinander. /
Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.8 Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, /
das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
9 Man tut nichts Böses mehr /
und begeht kein Verbrechen /
auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, /
so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.

Hos 11,3-5

Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, dass ich sie heilen wollte.4 Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich,
mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die (Eltern),
die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen. 5 Doch er muss wieder zurück nach Ägypten, Assur wird sein König sein; denn sie haben sich geweigert umzukehren.

Mt 6,12-13

11 Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. 12 Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.

Mt 9,4
4

Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen?

Mk7,20-23
20

Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, 22 Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.
23 All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.


Gen 2,8-9 Böse, Bosheit
(hebr. ra', ra'a, gr. kakós, ponerós), der Gegensatz des Guten, Göttlichen.ATFür das AT bezeichnet Bosheit den Hang zum Bösen. (Gn 2629 Neh 1327), die b. Tat (Js 116 Jr 44 2112) und die verborgene Absicht, Gott oder Menschen etwas B. anzutun (Hos 1015 Hi 2012); von hier stammt der Ausdruck »Bh. in euren Herzen« (Gn 65 1 Sm 1728 1 Kg 244 Est 83). Jr verwendet das Wort beinahe 40mal u.zw. im Sinne von Ungehorsam, Treulosigkeit und Unwahrhaftigkeit gegenüber Gott (Jr 35 usw.).

Im NT kann Bh. auch neutral »Mühsal« bedeuten (Mt 634); doch bezeichnet es meistens Frevel und Störung der Gemeinschaft zw. Gott und Mensch oder der Menschen untereinander (R 129 Kol 38 Tt 38 Jk 14 1 P 216). Vor dgl. wird in den Lasterkatalogen gewarnt (R 129 Kol 38); im Gegensatz zur Reife und Verantwortlichkeit erscheint das B. als ethische Unreife, zB beim Mißbrauch der Freiheit (1 K 1420 1 P 21). Der Mensch muß um Befreiung vom B. (Mt 613) und um Vergebung für die Bh. bitten (Apg 822) und diese radikal ablegen (R 129 E 431). Das B. kommt aus dem Her-zen des Menschen (Mt 9 4 p 2218 Mk 722 L 1139 R 129 1 K 58), wird auch von übernatürlichen b. Mächten eingeflüstert (Mt 1227 pE 612). Gott sandte seinen Sohn, die b. Mächte zu besiegen (Mt 1228 p Kol 215), die Menschen von der Bh. abzuwenden (Apg 326) und sie vom B. zu retten (J 1715 G 14 1 J 214).
[Handwörterbuch: Böse. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1074
(vgl. BHH Bd. 1, S. 268)


pfeilBund

Nehmt euch in Acht! Vergesst nicht den Bund, den der Herr, euer Gott, mit euch geschlossen hat. Ihr sollt euch kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt, was der Herr, dein Gott, dir verboten hat.24 Denn der Herr, dein Gott, ist verzehrendes Feuer. Er ist ein eifersüchtiger Gott.

Gen17,9-10

Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.
10 Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden.

Der neue Bund:

Jer31,31-34
Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde,32 nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war Spruch des Herrn.
33 Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.34 Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen - Spruch des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.

2Kor 3,4-6

Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott.
5 Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott.6 Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

Dt 4,23-24 Bund
[hebr. berit; griech. diatheke; lat. testamentum] Im profanen Bereich meint der Begriff im AT eine Vertragsvereinbarung im weitesten Sinne mit gegenseitigen Vertragsverpflichtungen (vgl. 1Kön 5,26). Die deuteronomisch/deuteronomistische Schule (7./6. Jh. v.Chr.) verwendete den Terminus, um damit das Verhältnis zwischen JHWH, dem Nationalgott Israels, und seinem Volk zu umschreiben. Beide verpflichten sich zur Einhaltung der Bundespflichten: JHWH beschützt sein Volk in Notzeiten vor außenpolitischen Feinden sowie innenpolitischen Unruhen und Nöten, das Volk dagegen verehrt allein JHWH als seinen Gott (z.B. Dtn 4,23; 7,1 u.ö.). Die Wahl der Metapher B. für die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk half, die Erfahrung der Zerstörung Judas und Jerusalems 587 v.Chr. zu verarbeiten: Nicht JHWH hatte sich in den kriegerischen Auseinandersetzungen gegen die Babylonier als schwacher Gott erwiesen, sondern das Volk hatte die JHWH-Verehrung nicht strikt genug beachtet, so dass dem Bruch der Bundesverpflichtungen seitens des Volkes die Aufgabe der Verpflichtungen von JHWH her zwangsläufig folgte (vgl. zum Untergang des Nordreichs Israel 2Kön 17,7ff.). In nachexilischer Zeit wurde mit dem B. die (Wieder-)Zusage des verlorenen Landbesitzes (Gen15,8) verbunden und ein neuer B. zwischen JHWH und seinem Volk (Jer 31,31–34) angekündigt. Die Beschneidung wurde nun zu einem Merkmal der Bundestreue der Israeliten (Gen 17,9–14).

NT

In 2Kor 3,5f. 12ff. nimmt Paulus Jer 31,31–34 deutend auf und versteht den neuen B. als ein Gottesverhältnis, das von einer geistlichen (im Gegensatz zu einer gesetzlichen) Beziehung zwischen Gott und Mensch bestimmt ist. Alter und neuer B. beziehen sich hier noch nicht auf AT und NT, sondern auf die bisherigen Bundschlüsse und den neuen, endgültigen Bundschluss in Christus. Erst in späterer Zeit wurde dann unter dem Einfluss des Lateinischen die hebräische Bibel als Alter B./AT, die christlichen Schriften dagegen als neuer B./NT verstanden. [WZ]
[Die Stichworte von A bis Z: Bund. Wörterbuch Theologie, S. 241
(vgl. GB Theologie, S. 94-95)

pfeilBuße

Getan hat der Herr, was er geplant, seinen Drohspruch vollzogen, /den er seit alters verkündet hat. Eingerissen hat er, nicht geschont. /Den Feind ließ er über dich jubeln, /erhöhte die Macht deiner Gegner.
die Macht, wörtlich: das Horn.
18 Schrei laut zum Herrn, /
stöhne, Tochter Zion! Wie einen Bach lass fließen die Tränen /
Tag und Nacht! Niemals gewähre dir Ruhe, /
nie lass dein Auge rasten!


Jes 58,5

5 Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, /
ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten
und einen Tag, der dem Herrn gefällt?
6 Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen,
die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen,
jedes Joch zu zerbrechen,

7 an die Hungrigen dein Brot auszuteilen,
die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden
und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.

8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte /
und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, /
die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.

9 Wenn du dann rufst, /
wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: /
Hier bin ich. Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, /
auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest,

 

Mt 3,1-3
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:

2 Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

3 Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: /
Bereitet dem Herrn den Weg! /
Ebnet ihm die Straßen!

 

Mk 1,15
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

 

Lk14,25 -27
Viele Menschen begleiteten ihn; da wandte er sich an sie und sagte: 26 Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.

27 Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

 

Apg 2,19-21
19 Ich werde Wunder erscheinen lassen droben am Himmel / und Zeichen unten auf der Erde: /Blut und Feuer und qualmenden Rauch. 20 Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln /und der Mond in Blut, /ehe der Tag des Herrn kommt, /der große und herrliche Tag. 21 Und es wird geschehen: /Jeder, der den Namen des Herrn anruft, /wird gerettet.

 

Off2,3-7

3 Du hast ausgeharrt und um meines Namens willen Schweres ertragen und bist nicht müde geworden.
4 Ich werfe dir aber vor, dass du deine erste Liebe verlassen hast.

5 Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist. Kehr zurück zu deinen ersten Werken! Wenn du nicht umkehrst, werde ich kommen und deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken.
6 Doch für dich spricht: Du verabscheust das Treiben der Nikolaiten, das auch ich verabscheue.

7 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht.

 

Off 3,2-5
2 Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon im Sterben lag. Ich habe gefunden, dass deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind.
3 Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest und kehr um! Wenn du aber nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb und du wirst bestimmt nicht wissen, zu welcher Stunde ich komme.
4 Du hast aber einige Leute in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; sie werden mit mir in weißen Gewändern gehen, denn sie sind es wert.
5 Wer siegt, wird ebenso mit weißen Gewändern bekleidet werden. Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen, sondern ich werde mich vor meinem Vater und vor seinen Engeln zu ihm bekennen.

 


1Klg2,17-19 Buße (in der Luther-Übers. nicht materiell: Schuldopfer, sondern nur ethisch: hebr. niham »bereuen«, gr. metánoia »Sinnesänderung«) rel. Bekehrung und damit verbundenes Verhalten.

Im AT äußert sich Buße u.a. im Fasten (1 Kg 219 Jl 114 215 Js 583–6 Est 416), Bedecken mit Sack und Asche (1 Kg 2127 Js 585 Esr 93ff Neh 91 Jon 36.8 Dn 93 Est 43). An besonderen B.tagen verband sie sich mit Liturgie, Sündenbekenntnis, Gebet und Opfer (1 Sm 76 Neh 91ff Js 637–6412 Jr 321–42 Dn 94 Hos 66 Ps 5118) und vermutlich mit Singen von B.psalmen (zB Ps 74. 79. 83). Die prophet. Literatur führte den Begriff einer Umkehr (hebr. schub »sich wenden«) ein, die nicht in äußerl. Akten besteht, sondern in einer das ganze Leben umfassenden inneren Wendung von Hartherzigkeit zur Liebe, von Ungerechtigkeit zur Gerechtigkeit, von Ungehorsam zu Gehorsam, dem Heil folgt (Js 12 3015 585–7 Jr 22–314.23 41–4 57–14.23–30 263 Am 41–15.21–24 61–6). Gott treibt zur Umkehr, zB durch Kriegsunglück (Hos 24–35 61–11 142–5 Js 3015 Jr 263 363 Ez 1119.20 3626), aus dem heraus sich ein Rest zu Gott bekehren wird (Js 1020–23). Allmählich entwickelten sich drei Auffassungen der Umkehr: a) Gott schenkt Umkehr, indem er Sünden vergibt (Js 4422 Ps 51). b) Der einzelne ist dafür verantwortlich, zwischen Gut und Böse, Umkehr oder Vergeltung zu wählen (Ez 319 1821–27 3312–19). c) Umkehr bedeutet Rückkehr zum dt. Gesetz, die von ritueller B. begleitet ist (Dt 302.10 1 Sm 73 2 Kg 179ff 2 Ch 306ff Neh 929 Ml 37).

Das Judentum
entwickelte den prophet. Begriff der Umkehr (LXX metanoéo für niham, spätere Texte schub). Es handelt sich um Umkehr des ganzen Lebens zu Gott hin (Sir 1724ff 4815 TestZeb 97), wie sie von Gott befohlen ist und gewährt wird (1 Hen 409 Wsh 1123 Achtzehngebet 5. 6). Jedoch wird auch die gesetzl. Sicht beibehalten (Sir 1724 TestRub 19 4 Esr 782). Diese Periode gibt dem Begriff einen eschatol. Aspekt (PsSal 184f AssMos 118, B. im Hinblick auf den Letzten Tag und das Kommen des messian. Königreiches). Philo und Josephus lassen den Einfluß des hellenist. Moralismus und Rationalismus erkennen: vernunftgemäße Abkehr vom Laster zur Tugend (Phil. SpecLeg I, 187; Sobr 62; LegAll II, 60; Jos. Vit. 110, 370). Andererseits bedeutet B. immer noch Umkehr zum jüd. Glauben und Gehorsam gegen das mosaische Gesetz (Jos. Vit. 175ff; Ant. XI, 156; Bell. V, 377). Das rabbin. Schrifttum schätzt die B. (neuhebr. toschuba) hoch ein, indem es sie mit dem ewigen Leben vergleicht (Joma Ab. 417). Unter den sieben Dingen, die vor der Schöpfung geschaffen wurden, steht sie nur hinter der Tora zurück (b. Ned.39 b). Nur Juden und Proselyten können B. tun, aber wenn der Messias kommt, wird er alle Menschen zu Gott bekehren (Cant.r. 710). Grundsätzlich meint B. jedoch Rückkehr zum Gesetz (Peskt. 153 b, bMQ 16 b). Sie muß täglich praktiziert werden (Schab 153 a) und ist eine Vorbedingung für ein glückliches Leben auf Erden, für die Restauration des jüd. Reiches und für das Kommen des Messias. Die Qumrangemeinde verlangt, daß der »Aufseher« den Neophyten Umkehr zur Wahrheit und Abkehr von der Verderbtheit lehren soll (DSD VI, 15). Ein Gemeindeglied muß eidlich versichern, daß es zum mosaischen Gesetz umkehren (CDC XV, 11f; DSD V, 8) und sich nach seiner Umkehr in fließendem Wasser reinigen lassen wird (DSD V, 14; III, 7–12; IV, 20ff)Im NT beginnt Johannes der Täufer, der beauftragt ist, Umkehr (gr. epistrophe) zu predigen (L 116.17), seine Tätigkeit mit einer Taufe zur Sinnesänderung (Mt 32 p), weil das Reich Gottes in greifbare Nähe gerückt sei für Juden und Heiden (Mt 37–10 p). Verlangt wurde Sündenbekenntnis (Mt 36 p) und Besserung (L 310–14). Jesus setzte diese Verkündigung fort (Mt 32 417 Mk 115). Er kam, Sünder zur B. zu rufen (Mt 1120ff L 532). Man muß von Ungerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit zu Glauben, Gehorsam und Liebe umkehren (Mt 53–12 912 1233ff 183). Letztlich bedeutet Umkehr Nachfolge Jesu L1425–27 1822). Sie ist von Gott gewirkt (Mk 1026.27) und gibt Zugang zum Reiche Gottes (Mt 713 Mk 1029.30). Auch im J, wo B. nicht erwähnt wird, ist in der Lehre von Wiedergeburt (33–7), Licht und Finsternis (1236.46) und durch Anführung von Js 61 (1240) die gleiche Sache zum Ausdruck gebracht. Umkehr bedeutet Gehorsam gegen das Gott und Menschen umfassende Liebesgebot (154–17); sie ist ein Geschenk Gottes 665 176.12.22.24. – Paulus, der selber ein klassisches Bekehrungsbeispiel ist, gebraucht Wörter für Umkehr nur 6 mal, doch ist das damit Gemeinte immer in Ausdrücken wie neue Kreatur (G 615 2 K 517), neuer Mensch (E 215 424 vgl. R 122) und in seinen Ausführungen über Taufe (R 61ff 2 K 515–17 Kol 211.12 33 G 327 524 E 422–24 Ph 38–11), Wiedergeburt und Glaube (Tt 35) implizite enthalten. Gott gewährt Sinnesänderung (R 24 2 K 316 79). Der Heide muß sich vom Götzendienst ab- und der Wahrheit und der Rettung zuwenden (2 K 1221 1 Th 19 2 T 225). Auch der Jude steht unter Gottes Gericht und muß sich bekehren (R 24 2 K 316). Der Hebr. stellt B., Glaube und Taufe in ebenso enge Beziehung zueinander und fügt hinzu, daß es für Rückfällige keine weitere Gelegenheit zur B. mehr gibt (H 64–6). Rückfälligwerden bedeutet hier Rückkehr zum Heidentum und Götzenverehrung (2 P 221.22). Noch zu Jesu Lebzeiten predigten seine Jünger B.; nach seiner Auferstehung gebot er ihnen, damit fortzufahren (Mk 612 L 2427). Demgemäß lehren alle urchristl. Katecheten B. (Apg 238 319 531 822 1128 1324 1730 194 2021 2620 H 61) in Verbindung mit der eschatol. Rettung. B. bedeutet Abkehr vom Bösen, Hinwendung zu Gott (Apg 2021 Off 222 920f 1611). Sie ist ein Geschenk Gottes (Apg 326 531 1118); aber auch des Menschen Aufgabe (238 319 Off 319) angesichts des drohenden Gerichtes (Apg 118 Off 25.16 33.19).
[Handwörterbuch: Buße. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1150
(vgl. BHH Bd. 1, S. 292)



 
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